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Sebe? S33nb(|en elegant gebunben 80 Pfennig.
9cttlfc6e C{teraiitr0ef(6i(6te oon Srof. Dr. aRos fto^ 9hr. 81.
9ettlf4e CUeraiur0ff4{4te htt lilaffifev3<{i oon $rof. Sari SSeitbredbt.
9hc. 161.
Citeraittvaef<6i<6i« beo ntunte^tUen oon Stof.
Sari aSeiti^t. 3toei «änbe. ah. 184/185.
^•laHc^e |)oeHt oon Dr. tt. 9orin«fi. 9hc. 40.
^etitfc^e fielbenfoiie oon tßrof. Dr. O. 8. ^iricsel. 91r. 82.
^eitifcbt Hebele^ro oon ^obft. 9hr. 61.
9eutfc^eo IDSrterbuc^ oon Dr. fetter. ah;. 64.
IPSHetbttd) na<^ bcr ncnen bcttlfc^ett Hec^tfc^reibuns oon Dr. ftlenji.
ahf. 200.
^oHfc^e 5|^ac^6enfm<iUr mit ®rammati(, überfebung unb SrlSuterun^
oon Dr. fiermann fangen. air. TO.
Stli^c^beutfc^e CUtratMt mit ®rammatil, überfe^ung unb Srläuterungcn
oon mof. Zb. 6(^auffler. air.^.
ITatl^arUCicb/ überfebt unb erläutert oon ^of. Dr. Sltl^of. atr. 46.
1>{<^tttnsen atto tnmel^oc^bcttifcber ^rü^seil. 3n QuSma^l mit Sin«
leitungen unb SBörterbuc^ b^auSgegeben oon Dr. ^ermann
Der 2Iibelttnj|e Mi mit mittelbocb^^tttf^^^ firommaHf unb aSörterbueb
oon $rof. Dr. as. Soltber. air. 1.
"Huhtun unb Dietricb^’^ tnit aBdrterbueb oon ^of. Dr. O. S. Siricgel.
ahf. 10.
Deutfeb** Ceben im gioolftcn ^abrbunberi* ^tCuIturbiftorifcbt
fättterunaen gttm Zlibefnngenlicb ttnb gut ^ubntn oon ^rof.
Dr. ^ul. Cieffenbacber. air. 96.
Sbbalieber mit Srammatif, überfebung unb Srläutcrungen oon Dr.
asiib. aionif(b. ah. m.
^artmann oon llue^ IPoIftam oon Sfebenbaeb nnb 0oitfrieb oon
btrahbnra mit ainmerfungen unb aSörterbudb oon ^of. Dr. R.
aRarolb. aZr. 22.
IDaftb^r oon ber DogelmeibC/ ^ttlnnefang unb b}»ru(bbicbtuim oon
$rof. O. Süntter. atr. 23.
CiteraturbenfmSIer bco oiergebnten unb fünfgebnien ^obrbunberto/
aubgemäblt unb erläutert oon Dr. ^ermann Rauben. air. 181.
Ittortln tutftev, Cbomao ^ttumer unb bao tüircbenlieb beo ferbgebnten
^abrbtinbert#. aiudgemäblt unb mit Sinleitungen unb Sn«
merhtngen oerfeben oon ^of. S. Serlit. ahf. 7.
^ano Dacbo. Huggemäblt unb erläutert oon ^of. Dr. Julius Salt.
atr.
Dimi^lidno Dimi^lUUfimuo oon ^anl ^olob Sbtiftoffel oon Srimmelb«
boufen. 3n wiSmobl b^^oubgegeben oon Ih. Sobertag.
ahf. 188 .
Dos beuifeb* folfolieb. QuSgemäblt unb erläutert oon ^ofeffor Dr.
duOub Sobr. ahf. 26.
6. J. OevIag^^anMung in Ceipgig.
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Alle Rechte Vorbehalten.
Wichtigste Literatur.
Kndrnn: Ausgaben: Müllenhoff, Kiel 1845 (nur die
„echten‘‘ Strophen). — Bartsch, Leipzig 1865 und
weitere Auflagen (mit Wort- und Sacherklärungen). —
Martin, Halle 1872, 2. Aufl, 1902 (mit Erklärungen;
bester Kommentar); 1883 (Textausgabe). — Sijmons,
Halle 1883 (mit trefflichen Noten). — Piper, Stuttgart
1895 (kommentiert)
Zur Geschichte des Epos: Die Einleitungen der
Ausgaben; ferner: Wilmanns, Die Entwicklung der
Kudnindichtung, Halle 1873. — Fecamp, Le poeme de
Gudrun, ses origines, sa formation et son histoire, Paris
1892 (mit vollständigem Literaturverzeichnis). — Schön¬
bach, Das Christentum in der altdeutschen Heldendichtung,
Graz 1897, S. 109—208. — Panzer, Hilde-Gudrtin,
Halle 1901.
Eckenlied: Ausgabe der ältesten Fassung im 5. Bande des
deutschen Heldenbuchs (DHB) von Zupitza, Berlin 1870.
Einleitung dazu ebd. S. XXXVff. — Zur inneren Ge¬
schichte des Gedichtes: Wilmanns, Altdeutsche Studien,
95 ff., Vogt, Ztschr. f. deutsche Philologie XXV, S. Iff.
Zur Quelle: Freiberg, Paul-Braunes Beiträge XXIX.
Alphart: Ausgabe von Martin, DHB II, 1866. Zur inneren
Geschichte: Einleitung Martins; Neuraann, Germania
XXV, 3C0ff.; Kettner, Untersuchungen über A. Mühl¬
hausen, 1891; Jiriczek, Paul-Braunes Beiträge XVI,
115—199; Schönbach a. a. 0., S. 209ff.; Kettner, Z. f.
d. Ph. XXXI.
Rabenschlacht: Ausgabe von Martin DHB II; Einleitung
daselbst. Wegener, Ztschr. f. deutsche Phil. Ergänzungs¬
band 447 ff.
Zur Orientierung über die Dietrichsage vgl. Symons,
Germanische Heldensage, 2. Aufl., Straßburg 1898, S, 34 ff.,
77 ff. — Jiriczek, Deutsche Heldensagen, I. Band, Stra߬
burg 1898, S. 55—326, und Sammlung Göschen Nr. 32:
Deutsche Heldensage, S. 78 ff.
SpniTiorsche Buch druck er ei in Leipzig.
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“ Kudpun
und
Dietrich-Epen
in Auswahl
mit Wörterbuch
I
von
Prof. Dr. Otto L. Jiriozek
Vierte, nahezu unveränderte Auflage
Leipzig
G. J. Göschen'sche Verlagshandlung
1905
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Inhaltsverzeichnis,
Einleitung zu Kudrun. 5
Kudrun.. 9
Einleitung zu den Dietrich-Epen .
Dietrich-Epen:
Ecke . . . • ..
.71
Alpharts Tod.
Rabenschlacht:
. 100
L Der Tod der jungen Könige .
. .... 122
IL Dietrich und Witige . , . ,
.136
Wörterverzeichnis . ^ ^ ,
. .... 162
16(j091
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Einleitung zu Eudrun. ,
Des „letzten Kitters“ Interesse für die mittelaä;^-
liche Dichtung verdanken wir die Erhaltung ^dri:
Kudrun, die nur in dem auf Yeranlassung des Kaisera
Max zu Beginn des 16. Jahrhunderts niedergeschriebenen
Ambraser Heldenbuch, einer Abschrift von 23 mhd.
Gedichten, auf uns gekommen ist Die sprachlich¬
literarische Kritik hat hinter der jimgen Überlieferung
ein Werk aus der Blütezeit der mhd. Dichtung er¬
kannt, das in Österreich, der Heimat imd Haupt¬
pflegestätte des mittelhochdeutschen Heldenepos, in
der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ent¬
standen ist, ungewiß in welchem Jahrzehnt, schwerlich
aber schon um 1210, wie man bis vor kurzem meist
angenommen hat Es steht somit zeitlich imd örtlich
dem etwas älteren, vom Kudrunverfasser gekannten
und benutzten Nibelungenliede nahe, dem es auch an
poetischem Werte vergleichbar ist
Wie an alle unsere sogenannten Yolksepen knüpft
sich auch an Eudrun die Frage nach der Entstehung
und Echtheit der Überlieferung, hier bei dem
sehr späten Datum der einzigen Handschrift doppelt
schwer zu beantworten. Karl Müllenhoff wandte
die Lachmannische Kritik und Liedertheorie auf die
Kudrun an, doch in selbständiger Umformung: wie
Lachmann alte Nibelungenlieder aus der Überlieferung
auszuscheiden versucht hatte, so ergaben sich auch für
Müllenhoffs Kritik als Kern des überlieferten Epos eine
Reihe von liedem, die wiederum in Abschnitte ge-
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6
zu Kudrim.
gliedert warenf.cfie&e Lieder aber rührten von einem
Verfasser hier^'^nrfd waren, ursprünglich selbständig ge¬
dacht, vo!px*T)ichter durch überleitende Zwischenglieder
zu einenl'ipos verbunden woi’den. Nur ein Vierteil
etwa 'der überlieferten Strophen hielt vor seiner Kritik
als/^cHt‘ stand, diese aber stellten ein Kunstwerk in
Stile dar, dessen Gliederung in Abschnitte dem
•^ffchter Gelegenheit gegeben liatte, alles Unwesentliche
V*.zi\ übergehen und seine Kunst auf die Hauptmomente
der Handlung zu konzentrieren. Müllenhoffs Theorie
* wiuiie von Ernst Martin in Einzelheiten umgebildet
und weitergeführt; die Ansicht von der Entstehung
der Kudrun aus einzelnen Liedern ließ er fallen und
hielt nur daran fest, daß der Dichter den Stoff in
kiner zusammenhängenden Reihe von längeren und
eürzeren Abschnitten bearbeitet habe; in den Aus¬
scheidungen stimmt er bis auf einige Strophen MüUen-
hoff bei. Wilmanns dagegen erblickte in der jetzigen
Gestalt der Kudrun das Ergebnis einer Verschmelzung
imd Bearbeitung zweier, vielleicht dreier verschiedener
Paralleldichtungen. Die neuere Kritik hat wesentlich
andere Wege eingeschlagen, und nachdem schon Sij-
mons nachgewiesen, daß unsere kritischen Mittel nicht
ausreichen, den echten alten Kern aus den Zusätzen
und Umarbeitungen auszulösen, hat neuestens Panzer
die Einheitlichkeit der ganzen Dichtung mit sehr be¬
achtenswerten Gründen nachzuweisen imtemommen.
Ohne die Annahme einer Umarbeitung läßt sich die
überlieferte Fassung des Gedichtes kaum befriedigend
erklären, seine (vermutliche) ältere Form wich aber
jedenfalls nicht allzu beträchtlich ab und war zweifel¬
los ein breit angelegtes einheitliches Epos. Die An¬
nahme Müllenhoffs, der Dichter liabe seinen Stoff in
einem Romanzenzyklus besungen — etwa wie der
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7
Einleitung zu Kudi'un.
schwedische Dichter Tegnör im 19. Jahrhundert die
Frithjofssage behandelt hat — ist gänzlich ausgeschlossen.
Für eine Sohulauswahl, die mit dem Baume
sparen muß, wird gleichwohl die MüUenhoffsche
„Wiederherstellung“ jeder sonstigen Art von Auszügen
vorzuziehen sein; denn sie bietet den Kern sowohl der
Handlung wie auch der poetischen Wirkimg des Epos.
Mit Eecht bemerkt Martin: „Ohne allen Zweifel ist
dieser Kern ebenso reich an echter Poesie, als das
ganze Werk durch lange Eeihen inhaltsleerer und
formell roher Strophen ermüdet. Daher haben auch
seitdem die meisten Übersetzer sich melir oder minder
an diesen Kern gehalten: er durfte unserer Leserwelt
als ein dichterisches E]‘zeugnis von hohem Werte ge¬
boten werden, während das ganze Gedicht, wie es in
der Handschrift überliefert ist, nur den Forscher be¬
schäftigen kann.“
Unter diesem Gesichtspunkte ist nach dem Vorgänge
Goltliers in der ersten Ausgabe auch hier die MüUen-
hoffsche Rekonstruktion zu Abdnick gebracht, meist
jedoch mit den von Martin in seiner Ausgabe von 1883
vorgenommenen Änderungen, sowohl in Bezug auf
Gliederung wie liinsichtlich Weglassung oder Aufnahme
einiger Strophen; ganz vereinzelt ist hie und da eine
Strophe des Zusammenhanges halber aufgenommen
worden, die nach Müllenhoffs kritischen Grundsätzen
verworfen werden müßte. Dem Texte selbst sind
natürlich die Besserungen zugute gekommen, die sich
aus der textkritischen Arbeit der verscliiedenen Heraus¬
geber seit Müllenhoff ergeben haben.
Die Strophenform unseres Gedichtes, die sog.
Kudrunstrophe, ist eine Variation der Nibelungen-
strophe (über diese vgl. Sammlung Göschen 1, S. 22f.).
Sie besteht aus vier Langzeilen ^ welche durch eine
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8 Einleitangf zu Kudruu.
Cäsur in zwei Halbzeilen geteilt sind. Dir r^el-
mäßiger Bau ist;
Z. 1: 3 hebig klingend — 3 hebig stumpf
Z. 2; 3 hebig klingend — 3 hebig stumpf
Z. 3: 3 hebig klingend — 3 hebig klingend
Z. 4: 3 hebig klingend — 5 hebig klingend.
Statt der dreihebig klingenden ersten Halbzeilen
kommen auch vierhebig stumpfe vor; hie und da bilden
auch zweisilbige Wörter mit kurzer Stammsilbe klingende
Cäsur (z. B. tragen), während nach den metrischen Gte-
setzen nur Wörter mit langer Ton(Stamm-)silbe, z. B.
mannen (positionslang) oder mere (naturlang), klingend
gebraucht werden dürfen; der Verstoß läßt sich zum
Teil aus der beginnenden Verlängerung offener Silber
in der Sprache erklären. Die Cäsuren sind nicht
gereimt. Als Ausnahme von diesen Kegeln ist zu
merken, daß vielfach auch Cäsurreim vorkommt, ohne
daß die Strophen deshalb an sich unecht sein müssen,
und daß sich eingestreut Nibelungenstrophen finden,
mitunter selbst solche, die keineswegs zu entbehren
sind. Ferner zeigt die Handschrift nicht selten bloß
vier statt fünf Hebungen im letzten Halbverse.
Die Sage, welche der österreichische Dichter in
seinem Epos behandelt hat, ist weder in seiner Heimat
entstanden, noch hat sie von Anfang an so gelautet,
wie wir sie aus seinem Werke kennen. Sie ist an der
Nordsee heimisch, und, wie schon der Name der Heldin
(niederdeutsch Güdrün, oberdeutsch Kuntrün) beweist,
von niederdeutschem, wahrscheinlich friesischem Boden
rheinaufwärts nach Süden gewandert. Vgl. Sammlung
Göschen Nr. 32, Deutsche Heldensage, S. 1G3—180.
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Kiidrnn.
I. Hilde.
1. Ifetel nm Hilde la werben beschloß.
1 Ein heit der was erwahsen in Tenelant. 2U4
ze Stürmen in einer marke, dai^ ist wol erkant,
da sa^en sine mage, die zugen in nach eren.
im diente ouch Ortlant. ja was er vil gewaltic unde höre.
2 Hetele der riche ze Hegelingen sa^ 2U7
nahen bi Ortlande, ich wil in sagen da^:
dar inne hete er bürge wol ahtzic oder mere.
die der pflegen selten, die dienten ime tegelich mit Ören.
8 D6 rieten im die besten^ er solte minne pflegen, 210
diu im ze ma: 5 e koeme. dö sprach der junge degen
4ch enwei; deheine, diu zen Hegelingen
mit Ören w»re vrouwe, noch die man mir ze hüse möhte
bringen.’
4 Do sprach von Niflande Mörunc der junge man 211
flcli weij eine vrouwen, als ich vernomen han,
da^ deheiniu lebet sö schoeniu ninder üf der erde,
wir sulen ahten gerne, daj; si iu ze einer triutinne werde.*
5 Er vragte, wer si wmre oder wie si si genant. tl2
er sprach *si hei:;et Hilde und ist trlant.
ir vater heißet Hagene und ist küneges künne.
kumt si her ze lande, so hast dü immer vreude unde
wünne.’
6 Dö hie^ er boten riten hin ze Tenelant, 216
da man Höranden sinen neven vant.
er enböt dem recken, dag er in sehen solte
inner tagen sibenen, ob er im deheinen dienest leisten
wolte.
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10
Kudruu.
7 An dem sihendeii morgen kom er in da^ l&nt. 210
er und sine gesellen truogen guot gewant.
der kilnic hin engegene gie den recken guoten.
dö sach er bi dem recken von Tenemarke den küenen
Pruoten.
8 Hetele Horanden biten do began 225
‘ist dir da :5 mgere künde, du solt mich wi^^en lan,
wie stet e^ umb vroun Hilden, die jungen küniginne?
der wolte ich minen dienest unde mine boteschaft heilen
bringen.’
9 H)a :5 mac sich niht gevüegen’, sprach Horant, 223
‘ze boten ritet nieman in dai^ Hagenen lant.
des wil ich mich selbe nimmer vergaben.
swer umbe Hilden wirbet den heißet man da slahen oder
haben/
10 Do sprach der degen Fruote ‘wolte Wate sin 230
gegen trlande mit uns der bote din,
so möhte uns wol gelingen und brsehten dir die vrouwen,
oder uns wurden wunden üf da:^ herze al durch den
lip gehouwen/
11 Hetele der herre sprach ‘d4 wil ich hin 231
senden zuo den Stürmen. 4n angest ich des bin.
Wate rite gerne swar ich im gebiute.
heißet mir von Friesen komen Irolden und sine Hute/
12 Die boten riten g4hes ze Stürmen in da^ lant, 232
da man Waten den küenen bi sinen beiden vant.
man sagete im von dem künege, da;^ er im komen solte.
Waten hete wunder, wajj sin der künec von Hegelingen
wolte.
13 Er kom ze Hegelingen und ander nieman raer.
der künic der was riche; Wate der was her
und ouch übermüetic ze allen sinen dingen.
Hetele hete gedanke, wie er in ze Irlande solte bringen.
14 Do sprach der junge recke ‘ich hau nach dir gesant. 239
boten ich bedürfte in des wilden Hagenen lant.
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I. Hüde.
11
nü enweij; ich nieman, der mir dar be^^er waere,
danne ir, Wate, lieber vriunt. ir sit zer boteschaft vil
redebeere.’
15 Wate sprach mit zorne ‘swer dir da^ hat geseit, 242
obe ich hlnte stürbe, da^ weere im niht ze leit.
ja h4t dich ander nieman gerei^et des gedingen,
wan Fruot von Tenemarke, deich dir die schoenen Hilden
müge bringen.’
16 Wate der vil küene, do er Horanden sach 2i5
unde ouch Fruoten, wie schiere er do sprach
‘got lone iu beiden beiden, da^ ir der minen ere
und miner hovereise under wilen muotet also s^re,
17 Ir sit es vil genoete, da^ ich bote bin. 2I6
nü müe^et ir ouch beide mit samet mir da hin.
so sul wir dem künege dienen wol nach hulden.
der mins gemaches väret, der sol selbe entriuwen mit
mir dulden.’
18 ‘Wir suln’ sprach her Fruote ‘siben hundert man 243
die reise mit uns vüeren. her Hagene nieman gan
deheiner voller ere. er ist nie s6 verme^^j^en,
ob er uns wsenet twingen, s6 muo^ er siner höchvart
gar verge^gen.
19 Wir suln vüeren veile wafen unde wat. 252
sit e^ umb Hagenen tohter s6 angestlichen stat,
da^ si nieman mac erwerben, er enmüe^^e umb si striten:
nü kiese Wate selbe, weihe er mite welle heilen riten.’
20 Do sprach Wate der alte ‘ich kan niht koufes pflegen. 253
min habe ist vil selten müe^ic her gelegen,
ich teiltes ie mit beiden: da^ ist noch min gedinge.
ich bin niht so gevüege, da^ ich kleinat schoenen vrouwen
bringe.
21 Her künic, heißet gaben, decken man uns sol 255
unser schif mit dillen. ja muoj^ e^ unden vol
wesen guoter recken, die uns helfen striten,
ob uns der wilde Hagene niht mit gemache welle ]a;^en
riten.’
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12
Kiidnm.
22 Gedillet und getramei diu schif man d6 vaut
gen wetere und gön strite. schiere wart gesaut
nach den, die varn selten nach der schoenen vroawen.
dar zuo bat man nieman, wan den der künec wol mohte
getrouwen.
23 Do hie^ man allenthalben vil kleine nemen war, 275
8 wa ;5 si vüeren selten, da^ sLj hmten gar.
die beide sahen selbe, ir schef diu waren riche.
nach der schoenen Hilden sande er sine boten listecliche.
2« Die Ankunft der Boten in Irland*
1 Do die von Hegelingen waren hin bekomen *89
zuo der Hageuen bürge, do wart ir war genomen.
die liute wundert alle, von weih er künege lande
si die ünde trüegen. si waren wol gezieret mit gewande.
2 Her Wate iesch gedinges des landes herren biten. 2C5
man mohte d6 wol kiesen an einen heren siten,
den sin gewalt gereichte, da| er dä grimme waere.
Hagenen dem künege brahte man die geste mit dem
msere.
8 Er sprach ^min geleite unde minen vride 220
den wil ich in enbieten. er büej^et mit der wide,
der an iht beswaeret die unkunden herren.
des sin 4ne sorge: in sol in minem lande niht gewerren.’
4 Dem künege si d6 gaben wol tüsent marke wert 297
an riehen kleinsten, er hete niht gegert
gSn einem pfenninge, wan da; si liefen schon wen
wa; si d& veile haeten, da; wol gezam rittern unde
vrouwen.
5 Zuo dem stade si brahten da; kreftige guot. t-t
die d& verborgen lagen, die heten ofte muot,
da; si in herten stürmen gerner weiten striten,
danne si gelückes näch der schoenen Hilden selten biten.
6 Fruote hie; üf swingen siner kr4me dach. <24
von BÖ richem koufe da; wunder nie geschaoh
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L
13
al UTTibe in den landen, da^ ie burgaere
gssben gnot s6 ringe: si möhten eines tages werden laere.
7 Der künic ze allen stunden b6t vil michel guot. 851
die Äg erwelten recken die w&ren sö gemuot,
da^ si von nieman gerten nemen ze einer marke,
her Hagene der was riche; ein teil in muote ir über-
müete starke.
8. Wales Fechtprobe.
1 N&ch site in trlande vil ofte man began 864
maneger hande freude. d& von Wate gewan
den künic ze einem vriunde. Horant von Teneriche,
durch der vrouwen liebe vant man in vil ofte gemelichen.
2 Des küneges ingesinde ze hove Schilde truoc, 856
kiule und buckelsere. geschirmet wart genuoc,
gevohten mit den swerten, mit gabilote gescho^i^en
vil üf guote Schilde, die jungen beide w&ren unver«
drojj^en.
8 Der vürste Hagene vr4gte Waten und sine man, 867
obe in in ir lande waere iht kunt getan
schirmen also starke, alsam in trriche
die sinen beide pflaegen. des ersmielte Wate versm&ch-
liche.
4 Dd sprach der heit von Stürmen 4ch gesach nie. 853
der aber mich e^ 14rte, dar umbe waere ich hie
bevollen ze einem järe, da^ ich e:^ rehte künde.
swer des meister waere, mfner miete ich im gerne gunde.’
5 D6 sprach der wilde Hagene <gebt mir da;; swert enhant. 362
ich wil kurzwilen mit dem von Sturmlant,
ob ich in müge ISren der minen siege viere,
da; mirs der recke danke.* da; lobete d6 der alte Wate
schiere.
6 Der gast sprach zem künege 4ch sol vride din 863
haben, vürste Hagene, da; dü iht varest min.
slüegest dü mir wunden, des schämte ich mich vor
vrouwen.'
Wate künde sekirmen, da; es in der werlde nieman
mohte troowen.
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14
Kudrofi.
7 Die liute sahen^ gerne durch ir beider kraft. srs
der künec vil schiere erkante die Waten meisterschafl.
ein teil begunde er zürnen, wsei’e:^ im niht an ere.
swa^ man sach ir sterke, doch hete ir Hagene d& be¬
zeiget m^re.
8 Wate sprach zem künege ‘la^e wir nü sin 36a
unser beider schirmen, ich han der siege din
gelernet nü wol viere, ich wil dirs gerne danken.^
er lonte im sit sd höhe sam einem wilden Sahsen oder
Franken.
9 Do sprach aber Hagene ‘und hsete ich da^ erkant, 370
so wser da^ schirmwafen niht körnen in mine hant.
ich ensach nie junger lernen alsö swinde.*
der rede wart gelachet da von maneger edeler muoter
kinde.
10 Do erloubte er den gesten, swa mite si die zit 871
hin getriben möhten. des volgten ime sit
die von Ortlande, dö si begunde verdrieijen,
do würfen si die steine und begunden mit den scheften
schiei^en.
4« Horands Gesang.
1 Daj 5 kom an einen abent da^ in so gelano, 872
dag von Tenemarke der küene degen sanc
mit sö herlicher stimme, dag eg wol gevallen
muose al den Hüten, da von gesweic der vogelline
schallen.
2 Diu tier in dem walde ir weide liegen sten. 389
die würme, die dö selten in dem grase gen,
die vische, die dö selten in dem wage vliegen,
die liegen ir geverte. ja künde er einer vuoge wol
geniegen.
8 Dö bat in ir gewinnen dag schoene magedin, 331
dag eg öne ir vater wiggen vil tougen solte sin,
noch dag ir muoter ieman sagete dag meere,
dag er alsö tougcnliche bf ir in ir kemenaten wirre.
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I. Hildd.
15
4 Den heit bat si sitzen, *ir sult mich hoeren lan' 305
sprach diu maget edele, ‘daij ich e vernomen han:
des lüstet mich vil sere, wände iuwer stimme
diu ist vor aller vreude ob aller kurzwile ein gimme.*
5 ‘Getörste ich iu singen, vil scheene^ magedin, 83C
da; mir dar umbe nseme niht da; houbet min
iwer vater der künic Hagene, mir solte niht versmahen
swa ich in möhte dienen, wseret ir mins herren lande
nähen.’
6 Si sprach ‘wer ist din herre oder wie ist er genant ? 40 i
mac er haben kröne oder hät er eigen lant?
ich bin ira durch din liebe holt vil sich erlichen.*
dö sprach von Tenen der küene ‘ich gesach nie künic
also riehen,’
7 Er sprach ‘und melde uns nieman, vil scheene magedin, 402
so sagete ich dir gerne, wie uns der herre min
von im scheiden lie;e, d6 er uns her sande,
durch dinen willen, vrouwe, ze dines vater bürge unde
lande.’
8 Si sprach ‘lä; mich hoeren, wa; mir der herre din 403
ü; iuwerm lande enbiete. ist e; der wille min,
des bringe ich dich wol inne, e da; wir uns gescheiden.’
Horant vorhte Hagenen. im begunde da ze hove leiden.
9 Er sprach zuo der vrouwen ^so enbiutet er dir da;, 404
da; dich sin herze minnet an aller slahte ha;,
nü lä; in genie;en, vrouwe, diner güete.
er hät durch dich eine genomen von allen vrouwen sin
gemüete.’
10 Si sprach ‘nü sü gevüege din lieber herre si, 407
ich wil gän im nimmer des willen werden vri:
ich gel6ne im der gedanke, die er hät näch minen
^ minnen.
getörste ich vor dem vater min, sd wolte ich iu gerne
volgen hinnen.’
11 Sit sagete er heimHchen dem alten Waten da;, 486
da; diu maget edele minnete äne ha;
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16
Kudmn.-
den ir vriunt Hetelen von den Hegelingen.
d6 rietens mit dem degene, wie sis mit in ze hftse
selten bringen.
12 Ditze starke maere gar verholen wart. 423
si rihten sich vil tougen zuo ir widervart
und sagten:; euch den degenen, die in den schiffen lagen«
si horten^ niht nngeme. ja mohte si nü lange da be¬
tragen.
5. Der Abschied der Boten.
1 An dem vierden morgen ze hove si d6 riten. *80
iteniuwin kleider ze wünsche wol gesniten
truogen an die geste. si weiten scheiden dannen,
si gerten nrlonbes vom künege und von allen sfnen
mannen.
2 Her Hagene sprach zen gesten ^wie l&t ir minin lant? 431
alle mine sinne ich dar zuo hete gewant,
wie ich iu geliebte min lant und min riche.
nd weit ir hinnen scheiden unde lat mich ungesellicliche.*
3 Dd sprach der wilde Hagene ^b6 ist mir nach iu leit. 433
nü ruochet von mir nemen min ros und miniu kleit,
golt und ge^ieine. ich sol iu also gelten
iuwer gro^e gäbe, da; mich die Hute drumbe iht dürfen
schelten.'
4 ^Wir haben eines dinges, her künio, an iuch muot 436
— da; dunket uns öre, ob ir da; gerne tuot —
da; ir da; sehet selbe, wie wir uns mügen verkosten«
biderber Hute spise wser uns in drien jaren niht ge¬
brosten.
5 Iuwer schosne tohter und min vrouwe iuwer wip 487
sol unser habe sehouwen. des ist uns der Hp
getiuret an ein ende, geschiht uns disiu 4re,
edeler künio Hagene, sd bite wir iuch deheiner g&be
mdre.*
6 Der wirt spraoh den gesten gezogenlichen luo iSS
♦nü ir niht weit erwinden, sd hei;e ich morgen rrao
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I. Hilde.
17
satelen hundert moere mageden unde vrouWen.
ich wil euch mit in selbe und wil iuwer schef gerne
Bchouwen.*
6. Die Entführiing.
1 An dem nsebsten morgen n&cb vruomesseztt 440
do kielten sieb meide und wip wider stiit^
die Hagene yueren wolte zuo des meres sande.
hie mite riten wol tdsent recken guot trlande.
2 D6 si nd körnen wären dä er diu schef vant, 442
yroun Hilden unde ir yrouwen die huop man üf den
sant.
dö selten zuo den scheffen die minneclichen yrouwen,
die krame stuonden offen, da diu küniginne mohte
wunder schouwen.
3 Niemens ungemüete Waten dö wac. 445
er enruohte, war dai; kceme, daj^ üf der kräme lac.
die alten küniginne schiet man yon der meide,
üf Sprüngen die dä lägen. d6 was dem künio Hagenen
grimme leide.
4, Üf zucten si die segele^ die liute sähen da:;. 446
die si ü; dem scheüe stieben, der wart yil maneger na:;,
si swebeten sam die yogele in dem wa:;:;er bi dem sande.
der alten küniginne wart näch ir yil lieben tohter ande.
6 D6 der wilde Hagene die gewäfenten sach, 447
wie rehte grimmeliche der heit mit zorne sprach:
‘nü bringet mir yil dräte die minen gerstangen.
si müe:;en alle sterben, die ich mit der miner hende
erlange.*
6 Schäne sprach her Morunc <nü si in niht ze gäch. 448
swa:; ir durch stiiten uns immer ilent näch,
si danne wol gewäfent tüsent iuwer helde,
die kel wir in die ylüete. wir geben in die wa:;;;er-
küelen selde.*
7 D6 wolten niht lä^en des küenen Hagenen man. 449
der grünt begunde ergli:;en: striten wart getän.
Kndrnn und Dietrichepen. oigitzedbyGoOgle ^
18
Kndran.
erzogen sacli man w&fen und oncli mit speren schienen,
si warfen in diu ruoder, man sach die kocken von dem
stade YÜe^en.
8 Hagene ruofte lüte. flen er d6 kie;^, 452
da; Hut allenthalben er nngeruowet He;;;
ob er sine geste möhte noch ergdhen,
die taten im yil leide: er wolte si alle slahen unde
hähen.
9 Vil schiere het er gewannen ein vil michel her, 453
d6 künde em niht gevolgen üf dem wilden mer.
diu schif diu waren dürkel und vil unbereite;
diu dar gaben solten. dem wilden Hagenen man den
schaden d6 seite.
10 Done weste er wie gebaren, wan da; er hf den grie; 454
mit anderm sime gesinde die wercliute hie;
iteniuwer schiffe gaben zuo dem vluote.
im körnen die dÄ mohten. er gewan yil ziere degene
guote.
7« Yerfolgnng und TersOhnnng.
1 Do e; 4benden begunde, d6 sach yon Tenelant 488
Horant der degen küene — e; was im wol bekant —
ein kriuze in einem segele, bilde 14gen drinne.
solher pilgerine bete Wate der alte lützel miune.
2 Dd rihten sich ze strite alle die üf den sant 495
• g4n Hilden körnen wären und die yon Irlant
die maget beten geyüeret dem künige ze leide,
yil maniger gesunder gestuont sines libes an der yreide,
8 Nü was körnen Hagene zuo in an den sant. 498
dd wurden sper gescho;;en yon guoter beide hant.
die üf dem sande stuonden, die werten sich yil sdre
der yon trlande. dä yon geschach der wunden desto mere.
4 Hagene in gr6;em zome spranc ü; in die yluot. 603
der degen ü; erkorne zuo dem stade wuot.
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I. Hüde.
19
do sacli man üf den recken sam snSwes vlocken swinde,
geschie;;en d& mit pfilen. da; tete von Hegeliugen da;
gesinde«
6 Bi im gevriesch Hagene Hetelen da; kint. 600
manegen ungesunden vrumten si dä sint
die von Teuelanden und die von Hegelingen.
ze Hagenen deine wilden hie;en si Waten den alten
dringen.
6 Do hete sich gesamnet da; volc über al, 5i3
die vremeden zuo den künden, do huop sich michel
Wate unde- Hagene zuo einander drungen. [schal,
die in da mohten wichen, die bedühte in wsere wol
gelungen.
7 Hagenen hrast diu stange, die er in dem strite truoc^ 517
üf dem Waten Schilde: der was starc genuoo.
joch künde ha; vehten in deheinen neben
recken al deheiner. Wate wolte Hagenen niht entwichen.
8 Dö sluoc er durch die hüben des künic Hetelen man 5i8
Waten den vil küenen, da; ü; dem helme ran
da; bluot von siner wunde; da; kuolten im die winde,
e; was gen übunde. man sach striten alle; da; gesinde^
9 Wate galt mit zorne den grimmen verchslac^ 519
da; bluotiger zehere b6 vü üf im lac.
er sluoc den wilden Hagenen, da; von des helmes bouge
da; swert sSre erglaste. im gebrast des tages vor den
ougen.
10 Hilde diu vil scheene rief trüreclichen an 62i
Hetelen den recken, da; er brsehte dan
ir vater ü; noeten von Waten deme grisen.
er hie; nach sinem venre da; volc zuo dem herten
sturme wisen.
11 Hetele der herre vil herlichen streit. 622
er kam ze Waten dem alten: da; was dem beide leit.
der recke ruofte an Hagenen ^durch iuwer selbes ere
lat sich den ha; verenden, da; unser vriunde niht
sterbe mere.*
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Kndrtin.
12 Hagene vr>e lüte, grimme was sin mnot, 628
durch wen er:; scheiden solte. d6 sprach der heit gnot
‘ditze bin ich Hetele von Hegelinge lande,
der sine liebe mage sd verre nach vroun Hilden hat
gesande.’
13 Hetele der vürste den heim ab gebant. 626
den vride hört man rüefen da über al da:; lant.
do sprach vater der Hilden, da^ gescheiden wtere.
d6 hörten die vrouwen in maneger zite in nie sö liebe;
msere.
14 Do sprach diu maget edele ‘getörste ich dar gan! 634
ich hdn ab leider verre wider minen vater getan,
da; ich minen besten vriunt niht getar enpfahen.
im und ouch den sinen wsen min gruo; harte müge
versniahen.*
15 Hörant von Tenemarke wistes bi der haut
und ouch der degen Fruote, da si den künic vant.
^illekomen tohter Hilde diu vil riche;
ich kan des niht gelä;en, ich engrüe;e iuch vil willio-
liche.’
16 D6 weiten si die maget niht lenger la;en d&. 643
Hagene sprach ze Hilden Svir sulon anders w4
in der zit beliben, unz man da; velt gerüme
von den manegen töten, si habent ir tages erbiten her
vil küme.’
17 Sit dö er da heime bi ir muoter sa;, 660
der alten küniginne Hagene sagete da;,
er künde ze nieman sine tohter ba; bewenden,
hete er ir noch möre, er woltes hin ze Hegelingen
senden.
n. Eadrun.
1. Hartmnts Werbung.
1 Do gevriesch man diu msBre in Ormanielant, 687
da; nieman schoener wsere, danne was erkant
Hettelen tohter Küdrün diu höre,
ein künec der hie; Hartmuot. nöch ir wante er sine
minne sere.
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II. Kadrnn.
21
2 Da:; riet im sin muoter, diu hie:; G^rlint. 638
d6 volgete ir l^re der junge voget sint.
sin vater hie;; Ludewio von Normandie lande,
do sis ze r4te wurden, n&ch dem alten künege man dd
Bande.
8 *Wer saget iu dag’ sprach Lndewic, ^dag si s6 schoene 690
wser si aller lande vrouwe, si ist uns sd nahen bi [si?
mit hüse niht geseggen, dag wir si möhten werben,
boten under wilen möhten durch ir liebe vil verderben.’
4* Dd sprach aber Hartmuot ^ob ich ein michel her 694
nach ir vüeren solte erde unde mer,
dag tsete ich willicliche. ich bin in dem sinne,
ich erwinde nimmer, unz ich der schoenen Hilden tohter
gwinne.’
5 Hartmuot dd weite, die er wolte dan 696
ndch der vrouwen senden, sehzic einer man.
die wurden wol bereitet mit waete und mit spise
ndch eines vater rate: Ludewic der alte der was wise.
G Si riten swag si möhten die naht zuo den tagen, 598
unze dag si vunden da si selten sagen
dag in enboten weere von Ormanielande.
die wile was Hartmuoten mit gedanken liebe und ouch
vil ande.
7 Dd man ze Hegelingen die boten körnen sach, 603
si vuoren in der m4ge, dag iegelicher sprach,
dag si wseren riche. wie si dar körnen waeren,
man begunde eg dem künege ze hove bringen mit vil
ganzen masren.
8 Dd sprach der künic Hetele ‘eg was iu niht ze guot, 608
dag iuch her hät gesendet der künic Hartmuot.
des müeget ir engelten, guote boten here.
der gedinge Hartmuotes müet mich und vroun Hilden
vil sdre.’
9 Den boten den was leide, diu swaere in niht gezam, 613
dag si sd manege mile in sorgen unde in schäm
muosten wider riten ze Ormanie verre.
ir arbeit harte erkdmen Ludewic unde Hartmuot der herre.
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22
Kndraiu
2. Yerlobnng Kudrnns mit Herwig:*
1 Nd 14:^611 wir beliben, wie e; im erge. 630
dem küenen Herwige was wol also we
also Hartmuote n4cb Küdrün der rieben.
mit allen sinen * m4gen versuohte er^ an die maget
yli;^iclichen.
2 Er was ir n&chgebüre nnd bete bi ir lant. 631
beete er tüsent stunde eins tages dar gesant,
er vunde da niht anders wan boebvart und versm4ben.
swie sere si im;; werten^ sit gelac er Kddrdnen naben.
3 Hetele bat in la;en, er würbe ibt nmb sin kint. 632
do enbot er dem künege zorneclicben sint,
er wolte niht erwinden er enseebe in da mit scbilden^
da; e; im schade weere und oueb der küniginne vroun
Hilden.
4 leb enwei;, wer im da; riete: driu tüsent kiiener man 633
die er ze vriunde bete, Herwic do gewan.
d4 mite spilte er leide da zen Hegelingen
der, die er in sin dienest mit aller bande liebe wolte
bringen.
5 Hetele sach ir dringen yaste gen dem tor. 643
do w»re er ungerne gewesen dar vor
yater der Küdrünen, swie küene er doch wsere.
ja erzürnten in die geste: im hülfen sider sine burgsere.
6 Gew4fent wart dar inne ein hundert oder ba;. 643
der wirt der streit selbe: mit willen tete er da;.
sin yolc da; was küene: da; mohte in niht geverren,
man yant schaden starken, den Hetelen tete Herwio
der herre.
7 Ofte sluoc ü; belmen den viurhei;en wint 64i
Herwic der berre. da; sach des wirtes kint
Küdrün diu seboene. da; bete si ze ougen weide,
der heit der dübt si biderbe: da; was ir beide liebe
und leide.
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n. Kndrnn.
23
8 Hetele nnde Herwic vür ir beider man 647
die guoten ritter sprangen, liuhten in began
der louo 4; gespenge, da:; in da hie vor banden,
da^ werte yil unlange^ unz si bede einander wol be-
kanden.
0 Kbdrün diu schoene diu sach und horte den schal. 649
gelücke da;; ist sinewel dicke alsam ein bal.
do e; diu vrouwe anders mohte niht gescheiden,
ir yater und dem gaste si wünschte, da;; si ir gedeehten
beide«
10 Si begunde rüefen zuo im über den sal 650
hetele, vater hSre, nü yliu;et ze tal
da; bluot durch halsberge, da yon sint uns die müre
besprungen allenthalben. Herwic ist ein übel nach-
gebüre.
11 Durch den mtnen willen sö sult ir; beide yriden. 66i
nü schaffet eine wile dem herzen und den liden
ruowe in dem strite, unz ich iuch beide yrage,
wä der yürste Herwio habende si die aller beste m&ge.*
12 D6 sprach der ritter edele ‘der yride ist ungetan, C62
ir enlat mich ungewafent, yrouwe, yür iuch gan.
so wil ich iu künden yon minen besten mägen.
hän ich yride die zite, swes ir weit; so muget ir mich
wol yragen.’
13 Mit hundert siner beide gienc er d4 er yant
gezweiet in ir muote yon Hegelinge lant
Küdrün enpfienc in schone mit anderen yrouwen.
der ritter guot und edele mohte ir yolleclichen niht
getrouwen.
14 Herwic sprach zer yrouwen ‘mir ist da; geseit
(doch hat e; mich gerouwen yon miner arbeit),
da; ich iu yersmahe durch min lihte; künne.
ofte bi den armen habent riche liute guote wünne,
15 Si sprach ‘wer wasr diu yrouwe, der yersmahet da;, 6ö7
der ein heit so diente, da; si dem trüege ha;?
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24
Kudrun.
gelonbet mir* ßprach Küdrün, *da^ Q 5 mir niht ver-
8m4het.
holder danne ich ia weere ist deheiniu^ die ir ie ge-
s&het.
16 Welten mir des gunnen die nsehsten vriunde min, S58
nach iuwer selbes willen wolte ich bi iu sin.*
mit lieplicHen blicken er sach ir nnder d*ougen.
si trüege in ime herzen, da^; redet si vor den Unten
&ne tougen.
17 Vr&gen sine tohter ndch rate einer man 6C4
Hetele d 6 begnnde, ob si ze einem man
wolte Herwigen den edelen ritter gnoten.
dö sprach din maget scheene ‘ich wil mir niht be^^i^ers
vriundes muoten.’
18 Dö vestent man die echoenen dem recken an der stunt, 6Cö
der si da solte kroenen. von ir wart im kunt
vreude und ungemüete. dö mans im gnp ze wibe,
des geschach in kurzen ziten in sturme wö vil guoter
recken libe,
8. Der Einfall Siegfrieds in Seeland.
1 Do besante sich Sivrit, der küneo von Mörlant, 668
nach schiffen hieg er werben, swä er diu vant,
diu hie^ er vaste rüsten mit wafen und mit spise.
ze schaden Herwige er besante sich mit einen vriunden
lise.
2 Gön des meien ziten si körnen über sö, 678
die beide üg Abakie und die von Alzabö,
sam si gewalticlichen der werlte ze ende wolten.
vil gelpfer vuor dar ander, die man sider quelte mit
der molten.
8 In lant da;; Herwiges würfen si den brant. 674
swa; er dö helfe hete an vriunden besant,
die bat er mit im riten. si huoben stürme grimme,
si kouften; mit dem verhe swa; man in gap, golt silber
oder gimme.
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II. Kudrnn.
25
4 Der strH werte lange, des lac da maneger t6t. 676
Her wie der edele kom in gr6:;e not,
dag er üf sine marke mnose sit entrinnen.
dag lant rouoh allenthalben^ dag enbot er Küdrün der
königinne.
5 dag die boten giengen vür die schoenen meit, 681
d6 sahen d& die Hute wol ir herzen leit.
des troute niht erbeiten Küdrün diu here.
d6 hieg si n&ch in senden, si klagete, vloren wsere lant
• und ^re.
6 Von sedele stuont d6 Küdrun diu schoene meit. 686
die schaden wurden beide dem künege geseit^
man slüege ir die Hute und brseche ir bürge witen.
si bat ir yater Hetelen ze des künic Herwiges helfe riten.
7 Mit weinenden ougen si ir yater umbeslog. 6S6
^hilfa, künic höre! min schade wirt alze gr6g,
eg enwellen dine degene mit wiHiclichen henden
helfen nunen yrinnden. j& kan eg ander nieman 86 wol
gendeu.*
8 ‘Dag läge ich durch nieman, dag wil ich dir sagen, C87
ich enhelfe Herwigen in yil kurzen tagen.
ich wil din schaden gr6gen, so ich beste mac, yerenden
und wil n&ch Waten dem alten nnde nach den anderen
senden.’
9 Von Hegelingen He tele und her Sivrit 722
die t4ten dag si künden in hochyerten sit.
durchhouwen liebte Schilde sach man yor ir henden.
der künic von den Moeren vor dem von Tenelande muose
wenden.
10 D6 Hegen die von Stürmen ninder üf den se 728
die von Mdrlande und die von Alzabö.
si muosten angestlichen bi in d& türen.
an Waten unde an Fruoten beton si vil übele nächgebüren.
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26
Ktidmn.
4. Die Entfllhriinf Kvdrniis darcb Hartmnt.
1 Die boten ilten widere in Ormanielant, 789
die Ludewio und Hartmuot beten dar gesant.
die sageten in d& heime diu lieben mpere,
da;^ Hetele unde Herwio vil unmüe;;ic in dem strite wseren.
2 Ludewic und ber Hartmout vereinten sieb s4| 738
ob si recken bseten zeben tüsent da,
da^ sie Kiidrünen wol dannen möhten bringen,
d Hetele wider kosme mit den sinen bin ze Hegelingen.
3 Si bereiten sieb dr4te zno ir verte dan. 745
die guote scbifliute Ludewio gewan,
den die merstra^^e ze rebte wären künde.
si muosten arbeiten n&cb dem b6ben solde durch die ünde.
4 Si enwisten, wie si möbten dar bekomen sint. 749
des kom in arbeite maneger muoter kint.
ja truogen ai die ünde neben Ortlande,
e Hetele e^ ervünde, da^j si die Hilden buro wol erkanden.
5 Hartmuot bie^ riten sine boten dan. 753
d6 wart der sebosnen Hilden sebiere kunt getän
und ir lieben tobter: möbte sieb gevüegen,
so tsete er näcb ir minnei des si wol beide ze rebte
möbte genüegen.
6 ‘Widerredet si;^ danne* sprach d6 Hartmuot, 756
‘so saget, da:; ich nibt neeme deheiner slahte guot,
ich enbringe e;; üf die zite, 6 ich binnen scheide,
da:; ich der seboenen Küdrün welle machen recken
ougenweide.’
7 D6 brabten disiu msere die boten an die stat 774
bin widere, dä si Hartmuot von im riten bat.
dö lief er in engegene und vrägte, wie^ ergienge:
ob si diu edele Küdrün durch siniu masre ibt vrosliclie
enpfienge.
8 Der einer sprach zem recken ‘iu ist alsö verseit, 775
e; habe einen vriedel diu bärltcbe meit,
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11. Kudran.
27
den si im herzen minne vor aller slahte diete.
weit ir ir win niht trinken, b6 schenke man in hei^e;;
bluot ze miete.*
9 Ludewtc unde Hartmnot sich hnohen mit ir schar
mit vanen üf gerihtet vil zorneclichen dar.
*uu8 kument grimme geste* sprach Hilde die vrouwe,jJ'^®
*manegen heim veste siht man vor äbende noch zer-
houwen.’
10 Die von Hegelingen sprachen Hilden zuo 77u
^swa^ Hartmuotes gesinde hiute hie tno,
des sul wir si letzen mit vil tiefen wunden,’
d6 hie:^ diu küniginne diu bürge tor verslie^^en an den
stunden.
11 Des wolten niht volgen die küenen Hetelen man. 780
die des landes huoten, die hielten binden an
ir herren Zeichen, zuo in der veste
die Hetelen degene wolten, slahen die vil werden geste.
12 Mit üf geworfen swerten vant man dö dar vor 782
wol tüsent oder m^re, die habten vor dem tor.
do was ouch körnen Hartmuot wol mit tüsent mannen,
si erbeij^en an die beide: man hie:^ diu ros schiere
ziehen dannen.
13 Ludewfc unde Hartmuot kümen in da;^ tor. 79i
vil manegen sdre wunden liefen si dar vor.
des begunde weinen ein juncvrouwe söre.
in der Hetelen bürge wart des grüßen schaden dannoch
mSre.
14 Der künec von Ormanie der was vrd genuoc, 792
do er und ouch die s!ne sins landes wafen truoc
vür den sal Hetelen. obene durch die zinne
liej 5 man den vanen weihen, des trürte diu vil h^re
küniginne.
15 Hartmuot der snelle ze Küdrünen gie. 796
er sprach ^maget edele, ich versmahte iu ie.
mir und minen vriunden solte ouch nü versm&hen,
daj; wir hie nieman viengen. wir seitens alle slahen
unde hüben.’
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28
Kudrun.
16 D6 redete si niht mero wan ‘owö vater min! 797
solteat dü da:^ wi^^en, daj^ man die tohter din
gcwalticlichen yüeret dinem lande^
mir armen küniginne gescliaehe niht der schade noch
diu schände.*
17 Die burc diu was zerbrochen, diu stat diu was verbrant. 801
d6 bete man gevangen die besten die man yant.
zw6 und sehzic yrouwen, yil minnecliche meide,
die yuorten si yon dannen. d6 was der edelen Hilden
herzen leide.
18 Wie trüreo si liefen des wirtes wine stön! 802
dö ilte diu küniginne in ein yenster gen,
da:^ si nach den mageden her nider möhte schouwen.
noch liei^ena in dem lande klagende yil manege schoene
yrouwen.
5. Hetel und Herwig schließen Friede mit Siegfried.
1 D6 saoh yon Tenemarke der degen Horant 814
die Hilden boten riten zuo in in da;^ lant.
er sprach zuo dem künege ^uns kument niuwiu msere.
got gebe; da:^ uns beiden d& heime niht geschehen si
schade swmre.*
2 Der künec gienc in engegene selbe da er sach 8i5
die ungemuoten boten, gezogenliche er sprach
*sit wifiekomen, ir herren, her zuo disem lande,
wie gehabet sich min yrou Hilde? saget uns, wer iuch
her sande.’
3 Er sprach ^dajj tete min yrouwe, diu hat uns her 816
gesaut.
din bürge sint zebrocheU; yerbrennet ist din lant.
Küdrün ist geyüeret hin mit ir gesinde.
schaden als6 grdj^en ich wasne din lant niht überwinde.*
4 Er yr>e, wie er hiej^O; der e^ bete getän. 8!8
d6 sprach zuo dem künege ein des recken man
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n. KodrtiD.
29
^der eine heij^et Lndewic von Ormanferfche,
der ander heij^et Hartmnot. die k6men nns mit beiden
schedeliche/
5 D6 sprach Wate der alte ‘nü vermeldet niht. 826
swa^ nns an vriunden schaden nü geschiht^
des muge wir nns erholen her nach mit maneger wünne.
vil trurec wirt gesetzet Hartmnotes nnde Lndewiges
künne.*
6 Hetele do vragte ‘wie sol da^ erg&n?’ 826
d6 sprach Wate der alte ‘da snl wir vride l&n
den von Morlande, dem knnege nnd sime gesinde.
sö vüeren wir die degene nach der schoenen Küdrün
dinem kinde.*
^ Als6 kom e^ ze snone als ich in han geseit. 834
do giengen zno einander die recken vil gemeit,
einander buten dienest^ die S vinde wären,
ir ha^ der was versüenet: si rieten den von Ormanie
ze väre.
6 . Der Kampf aaf dem Wttlpensand.
1 was ein wert vil breiter nnd hie:^ der Wülpensant, 848
da die von Ormanie ü;; Lndewiges lant
gemach gevüeget beten ir rossen nnde in selben,
dä sich ir schade mnose näch ir gemache grimmicliche
melden.
2 Dö sach der marnsere df den ünden wagen 853
ein schif mit riehen segelen. dem künege hie:; er^ sagen.
si kämen in s6 nähen^ man sach helme schinen. 856
‘wol üfr sprach dä Hartmnot^ ‘hie koment die grimmen
widerwarten mine.*
8 Ldte moft dä Lndewic an alle sine man 858
‘e;^ was gar ein kintspil swes ich ie began:
nd mno:; ich aller ärste mit gnoten beiden striten.
ich geriche immer der ir tar nnder minem vanen er-
biten.’
4 Hartmnotes Zeichen tmoc man dl den sant. 859
diu schif sä nähen wären, da^ sis mit der haut
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30
Rndrnn.
mit scbeften mohten langen bi in an dem griene,
ich w8Bn her Wate der alte einen schilt niht müe;;io
enlie^^e.
5 Man vant ein sperwehsel. diu wile diu was laue 862
d si da;^ laut gewunnen. der alte Wate spranc
zuo den vinden sSre: si waren im s6 nähen,
er was sd grimmes muotes, da^ si einen willen wol
gesähen.
6 Ludwic von Ormanie der lief Waten an. 863
mit einem sper vil scharpfen schd;^ er üf den man^
da^ diu stücke hohe Sprüngen in ^e winde.
Lude wie der was küene. d6 kom ouch da;^ Waten in-
gesiude.
7 Hartmuot unde trolt zuo einander spranc. 868
ir ietweders wäfen üf dem helme erklanc,
da^ man eij mohte hoBren durch die schar verre.
Irolt was vil biderbe. küene was ouch Hartmuot der
herre.
8 Herwic von S^wen, ein mserer heit guot, 867
der enmohte niht vollangen, ja spranc er in die vluot.
er stuont unz an die üehsen tief in einer ünde.
herter vrouwen dienest wart da dem küenen Herwige
künde.
9 Disen recken guoten wolten in der vluot 868
ertrenken sine vinde. manegen Schaft guot
sach man üf im zebrechen. im was gäch zem sande
nach sinen vinden. do wart gerochen maneges recken
ande.
10 O-roBjjer arebeite wart nie beiden kunt. 870
e ;5 wart nie heit als maneger gedrücket an den grünt,
ein lant si möhten erben, die äne wunden stürben,
die in dä schaden taten, ich wmn si allenthalben dä
verdürben.
11 Mit ungevüegem dienste urborte sich ir haut, 872
der von Ormanie^ und von Hegelinge lant.
man sach die Tenen küene so herlichen striten:
swer genesen wolte^ der endorfte ir nimmer dä enbiten.
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II. irndrun*
31
12 Der &bent seio ie naher, dä von der küneo gewan 878
schaden deste m^re. die Ludewlges man
taten swa^ si selten; si enwesten war entrinnen,
sie sluogen tiefe wunden: also werten si die küniginne.
13 Hetele unde Lude wie die truogen h6ch enhant 880
ir vil scharpfiu w4fen. ir ietweder vant
mit kreften an dem andern rehte wer er wsere.
Lude wie sluoc d6 Hetelen. des wurden d6 herzenleidiu
msere.
14 Swaj; die helde taten mohte helfen da;? ^
von dem hei;;en bluote der wert wart vil na^j.
der tac was verendet, nahten begunde.
do wart alrSrst erhouwen von den beiden manec vil^* ‘
tiefiu wunde.
15 Lüte ruofte Herwio ^ie wirt mort getan. 888
sit da;; wir niht 1 enger des tages mugen hän^
wir slahen alle einander die vremeden zuo den künden,
ob e^ wert unz an den morgen, hie wirt niht der dritte
lebende vunden,*
16 Die grimme müelichen lie;;en d6 den strit. 891
mit vil müeden handen schieden si sich sit.
si beliben bi einander dannoch alsd n&hen,
8wa diu viur brunnen, da; si ir helme und ouch ir
Schilde sahen.
17 D6 riet in listen Ludewio ‘nü leget iuch ze tal^ 893
iwer houbet üf die Schilde und enhebet deheinen schal.
s6 mugen des niht wssnen die von Hegelingen,
obe ich; kan gevüegen, da; ich iuch von hinnen also
bringe.’
18 Man h6rt d& allenthalben gebraht unde wuof. 895
do verb6t man den kinden den weinenden ruof:
die da^ niht weiten l&;en, da; man die alle ertränkte:
swelhe man gehörte^ da; man die in nlie ünde sankte.
19 Mit also gr6;en listen k6mens hf den se^ 897
die von Ormanie. den vrouwen den was we
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82
Ktidmn.
da;; si verswigen muosten da^ varen von ir m&gen.
des westen niht die helde, die noch üf dem Wülpen-
werde lagen*
20 £l in der tac bekomme, d6 warens üf den wegen. 898
die von Tenemarke stiites wanden pflegen:
Wate hie;; lüte sin herhom schellen.
d6 wolte er zue in g4hen, die er mit tiefen wunden
wolte veilen.
21 Ze rosse und euch ze yuo;;e von Hegelinge laut soe
da; volc sach man alle; sigen über sant
nach den von Ormanie^ Ludwige und sinen mannen^
mit den si wolten striten. d6 waren si gevaren verre
dannen.
22 Des wolt d6 volgen Wate der alte man. 903
Fruote bi dem lüfte kiesen d6 began.
er sprach zuo den recken %a; hilf et, ob man ile?
merket mich vil ebene: si sint von hinnen wol dri;ic
mile.
23 Kü hei;et die wunden zuo den schiffen tragen 906
und suochet ouch die tdten, die uns sint erslagen,
und hei;et die bestaten üf den wilden grie;en.
ßi habent hie vil der vriunde. war umbe selten si des
niht geniegen ?’
24 D6 sprach Irolt ‘sol man ouch die begraben, 9ll
die uns den schaden taten, oder sol man si die raben
und die wilden wolve üf dem werde la;en nie;en?*
d6 rieten da; die wisen, du; si der einen ligen niht
enlie;en.
25 D6 si d6 müe;io wurden näch ir maneger n6t, 012
den künic si bdgiuoben, der den werden tot
durch vriunde liebe hete genomen üf dem sande.
swie si gehei;en wseren, sam tete man die von iege-
liebem lande.
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IT. Kadrun.
83
7. Waten Botschaft.
1 Wate reit mit vorhten in da^ Hilden lant: «21
die andern niht getorsten. sin kraft und ouch sin hant
het übele gehüetet in yolcstürmen grimmen.
er entronte niht b6 gähea die Hilden hulde widere
gewinnen.
2 ‘Ow6’ sprach vrou Hilde, ‘wie ist eg nh ergan? 923
eg vüerent dürkel Schilde des alten Waten man.
unsanfte gant die moere geladen harte sweere.
si gehabent sich übele. ich weste gerne, wä der künio
waere.*
8 Dar nach in kurzer wile, dd si dag gesprach, 924
do sach man manegen ilen da man Waten sach,
die von ir lieben vriunden gerne weiten vragen.
do sagete er in diu masre, der iegelichen mohte wol
betragen.
4 Dd sprach Wate von Stürmen ^ich mao iuch niht ver- 925
dagen
noch sol iuch niht betriegen. si sint alle erslagen.’
des erschraken sere die alten zuo den kinden.
man künde nimmer mdre sd rehte trüric Ingesinde
vinden.
5 Dd sprach Wate der küene ‘vrouwe, lat dag klagen. «23
si koment niht her widere, noch nach disen tagen,
sd uns die Hute erwahsent hie in disem laude,
sd tuo wir Ludewige unde Hartmuote ouch alsam ande.’
6 Dd sprach diu trürende ‘hei, solte ich dag geleben! 929
alleg, dag ich haste, wolt ich darumbe geben,
dag ich errochen wurde, swie sd dag geschashe,
dag ich vil gotes armiu mine tohter Küdrün gesaehe.*
7 Dd sprach Wate der alte ,eg kan niht d geschehen, ^<0
die wir da h4n ze kinden, unz dag wir gesehen,
dag si sint swertmasgic, vil manec edel weise,
si gedenkent an ir mage und helfent uns vil gerne zuo
der reise.’
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Kaflron und Dietrlohepen.
34
Kadran.
8 D6 sprach diu künigiune l&^e uns got geleben. 943
mir vil armer vrouwen ist der tac ze lano gegeben.,
swer an mich gedenket und an Küdrün die armen,
dem wil ich’s wol getrouwen, der sich über uns lat
erbarmen.’
8. Kndrnn fn der Gefangenschaft«
1 D6 si gescheiden wären, als wir in sageten ft, 993
vil manegem recken, den was von wanden wft.
die si in den stürmen töunde beten lägen,
die muosten sit die weisen beweinen in ir landen äne mäge.
2 D6 hülfen in die winde in des vürsten laut. 965
dag liut üg Ormanie vreute sich zehant,
dag si noch körnen selten ze ir kinden und ze ir wiben,
die ft wmnen wolten^ dag si dort müesten tftt beliben.
3 Ludewfc der küene sine bürge sach. »1^6
der von Ormanie ze Küdrünen sprach
‘seht ir die bürge^ vrouwe ? ir muget iuch vreude nieten,
weit ir ans sin genaedic, wir wellen iuch mit richem
lande mieten.’
4 D6 sprach vil trürecliche dag edele magedin 957
‘wem möhte ich sin genaedic? wan diu genäde min,
von der bin ich sö verre leider nü gescheiden.
ich waene et harte verre 1 des belibe ich alle tage in
leiden.*
5 D6 sprach aber Ludewic ‘lät iu niht wesen leit. 958
minnet Hartmuoten den recken gemeit.
alleg dag wir sin habende, dag wellen wir iu bieten,
ir muget iuch mit dem degene ftre unde wünne noch
genieten.*
6 D6 wären die geste körnen in die habe. 974
alleg, dag si brähten, dag wart gevüeret abe.
si wären zuo ir lande körnen vrcelichen,
wan eine Küdrün und ir gesinde vuoren trüreclichen.
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IT. Kudrun.
35
7 Hartmuot der snelle ui vuorte bi der bant. 970
jnöhte e:; sich gevüegen^ si hsete e;^ gerne erwant.
j4 nam euch diu arme den dienst von im durch 4re.
dd tete ab er:^ vil gerne unde swa^ er dienen künde
mere,
8 Mit ir giengen dannen wol sehzic magedin 976
dem gelich, si selten in hohen zühten sin
körnen ü;; ir lande, si waren d vil msere
in manegen künicrichen. done lie^; sie vreude haben
ir gro^^iu swaere.
9 Do sprach diu alte Gdrlint, da^ Ludewiges wip 988
‘wanne sol nü Küdrdn den Hartmuotes lip,
den jungen künic riehen^ mit armen umbeslie^en?
er mac sich ir wol geliehen, wolte si, si endörfte es
niht verdrießen.’
10 Ditze erhdrte Küdrün, diu eilende meit. 989
si sprach ‘vrou Gerlint, eß waere iu lihte leit,
der iuch eines note, von dem ir iuwer m&ge
s6 manegen vloren haetet j& möhte iuch ime dienen
wol betragen,*
11 Do sprach ze Hartmuote die übele Gerlint 998
‘die wisen sulen ziehen als6 diu tumben kint.
weit et ir; her Hartmuot, mich si ziehen Idßen,
ich trouwe eß wol gevüegen, daß si sich ir hochvart
müeße maßen.’
12 Die schoenen Küdrünen, d daß er dannen gie^ 995
der junge künec ze zühte sfner muoter lie.
die junge küniginne gemuote eß harte sere.
sich wolte ir niht geliehen, swie si taete, Gerlinde lere.
13 D6 sprach diu tiuvelinne wider die schoenen meit 996
‘wilt dü niht haben vreude, s6 muost dü haben leit.
nü sich et allenthalben, wer dir daß wende. :
dü muost eiten mineu püesel und muost schürn selbe
die brende.'
14 Du sprach diu maget edele ‘da kan ich wol zuo,
swaß ir mir gebietet, daß ich daß alleß tuo.
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36
Kadrun.
UDZ mir got von himele mine sorge wende,
iedoch hat vil selten miner muoter tohter geschürt die
brende.*
15 Ze hoye gienc mit zome diu übele Gerlint. looo
si sprach ze Hartmuote *da^ Hetelen kint
wil dich und dine vriunde haben also smsehe,
^ ich da^ hoeren wolte, ich wolte ^ da:^ ichs nimmer
mer gessehe.’
16 Do sprach ze siner muoter Hartmuot der degen looi
‘swie da:^ kint gebäre, vrouwe, ir sult sin pflegen
als6 güetliche, da^ ichs iu müge gedanken.
ich han ir get&n s6 leide, si mac wol von minen diensten
wanken.’
17 D6 sprach diu küniginne ‘swa^ ir ieman tuot, 1002
si envolget niemen. si ist s6 herte gemuot,
man enwende sis mit übele, si kumt dir ze einem wibe
ze rehter ma;^e nimmer, da^ tuon ouch, ^ sis &ne belibe.*
18 D6 wurden da gescheiden diu schoene magedin, 1005
da^ si einander lange muosten vremede sin.
die mit großen eren herzoginne wasren,
die muosten gam winden, si s&;^en sit in ungevüeger
swmre.
19 Eines vürsten tohter, der bürge het und lant, loos
die muoste den oven heilen mit ir wi^jen hant,
so Gerlinde vrouwen in die stuben giengen.
da; si in als6 diente, da; si ir; zem besten niht ver-
viengen I
20 Werc diu vil smmhen, da; ist al wär, lOll
der pflagen die vrouwen vierdehalbe; jar,
unze da; her Hartmuot ü; drien herreisen
was körnen heim ze lande, daunoch dienten alle; d&
die weisen.
21 D6 si im gie engegene, der junge künic sprach ioi3
^Küdrün, schoene vrouwe, welch ist din gemach,
sit ich und mine degene schieden von dem lande?’
si sprach <da muose ich dienen, da; ir sin habet sünde
unde ich schände.*
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II. Kudrun.
37
22 Do sprach aber Hartmuot ‘wie habet ir b6 getan, ioi4
Gerlint, liebe muoter? ich hete si in doch verlän
ze huote üf die gen&de, da^ ir diu gro^^e swsere
an aller hande dingen geringet in disem lande wsere.’
23 Si sprach ze Hartmuote ^a^; unde ba^ lois
wil ich si haben gerne.’ dö enweste da:^
niht rehte der recke kiiene, daj^ sis in allen ende
wirs danne dä vor höte, da^j mohte der armen leider
nieman wenden.
24 Si leiste güetlichen allej^ da;^ man hiei^ 1021
tuon die maget edele. wie lützel si des liei^!
siben jar bevollen leit sie in vremeden riehen
die großen arbeite, man hete si küneges kinde niht
gell che.
25 Do e^ dem niuwen jare nahen began, 1022
— Hartmuot der was wise — der heit sich versan
dei^ im und sinen vriunden wsere gar ein schände,
da ;5 er niht kr6ne triiege und doch herre hiege ob
küneges lande.
26 Dö rieten sine vriunde, e^ liep oder leit 1020
siner muoter wsere, da^ er die schoene meit
in sinen willen brsehte swa mite er künde,
er möhte mit der vrouwen geleben noch vil m anege
liebe stunde.
27 Dö sprach diu maget schoene ‘des h&n ich nindert muot, 1027
wan mir diu übele Gerlint sö vil ze leide tuot,
da;^ mich niht mac gelüsten deheines recken minne.
ir und al ir künne bin ich vint von allen minen sinnen.’
28 G^a;^ ist mir leit’ sprach Hartmuot. ‘ob ich^ ge -1028
dienen kan,
swa^ iu min muoter Gerlint ze leide hat getön,
des wil ich iuch ergetzen nach unser beider ere.‘
dö sprach diu maget edele ‘ich wil iu getrouwen
nimmer mere.’
29 Dö sprach von Ormanie Hartmuot da^ kint 1029
‘ir wij^get da; wol, Küdrün, da;; min eigen sint
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38
Etidnin.
diu laut und die bürge unde oucb al die Hute,
wer bienge mich dar umbe, ob ich iuch mir gewünne
ze einer briute?*
80 D6 sprach diu Hetelen tohter ^daj; hie^e ich missetän. 1080
dar zuo ich keine sorge entriuwen nie gewan.
6!^ sprsechen ander vürsten, b6 si des hörten msere^
da^ da; Hagenen künne in Hartmuotes lande kebese
wsere.*
81 ‘Wa; ruohte ich, wa; si tseten?* sprach d6 Hartmuot 1081
‘ob et e; iuch eine, vrouwe, diuhte guot,
s6 wolte ich künic werden und ouch ir küniginne.*
gi sprach ^sit &ne sorge, da; ich iuch immer gerne minne.
82 Ir wi;;et wol, her Hartmuot, wie e; dar umbe stat, ^^83
wa; iuwer balde; eilen mir geschadet h&t,
dö ir mich dort vienget und mich vuortet dannen,
wa; schaden iuwer recken taten an mines vater mannen«
88 Nü ist iu wol künde, da; ist mir leit genuoc, 1038
da; iuwer vater Ludewic minen vater sluoo.
ob ich ein ritter waere, er dürfte ane wäfen
zuo mir körnen selten, war umbe solte ich danne b!
iu slafen?'
84 Si weiten; ba; versuochen. ze hove hie; man gäni087
die vil Bchcenen Ortrün, ein maget wol getan,
diu solte mit ir zühten, si mit ir gesinde,
eines g^oten willen die armen Küdrünen überwinden.
85 Des sagete ir d6 genäde diu maget wol get&n. lOlO
^da; ir mich sd gerne gekroenet saehet st4n
bi Hartmuote dem künege und da; ich lebete in Öre,
des 16ne ich iu mit triuwen. doch müejet mich min
eilende söre.
86 Ir wi;;et wol, her Hartmuot swie iuwer wille stÄt, 1048
da; man mich bevestent einem künege h&t
mit vil staeten eiden ze eim elicheu wibe.
e; eosi da; er sterbe, ich gelige nimmer bi recken libe.'
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II. Kndniii.
39
87 Da^ tete si als6 lange, da^ sin den käneo verdroj^ 1048
er sprach hnin vrou Küdrhn, ich wssre wol gen6^
des Yürsten Herwiges, den ir vür michel ere
nemet in ze vriunde. j& strafet ir mich dicke al ze sdre.’
88 Diu alte wülpinne sprach ir vintlichen zno 1062
4ch wil dag mir den dienest diu Hilden tohter tue.
nü si sich durch ir übele dunket als6 stsete,
nü muog si mir dienen^ dag si mir sus nimmer getsete.*
89 D6 sprach diu maget edele *swag ich dienen mac 1063
mit willen und mit henden naht unde tac,
dag sol ich yligiclichen tuen in aller stunde^
sit mir min ungelücke bi minen yriunden niht ze-
wesene gunde.*
40 Dö sprach diu übele G^rlint ‘dü seit min gewant I0ö4
tragen tegeliche hin nider üf den sant,
unde solt dag waschen mir und mime gesinde,
und solt dag behüeten dag man dich deheine wile
müegic vinde.’
41 Dö sprach diu maget edele ^vil riches küneges wip, 1066
so schaÜet, dag man mich löre dag ich den minen Hp
dar zuo bringen künne, dag ich iu wasche kleider.
ich sol niht haben wünne: ich wolte, dag ir mir noch
tastet leider.’
42 Dö hieg si eine weschen tragen dag gewant,
diu si dö lören solte, mit ir üt den sant.
disiu arbeite diu gienc in allen nahen,
dö si ir edelen vrouwen alsö jamerlichen waschen sÖhen.
48 Dö sprach in ir triuwen Hildebnrc diu meit loeo
‘eg mac si alle riuwen — gote si eg gekleit —
die mit Küdrünen körnen her ze lande,
die erbeitent reste küme. nü stöt si selbe waschende
üf dem Sande.
44 Ir sult durch got den riehen, min vrou GörUnt^ loea
si niht eine lögen: si ist ein küneges kint.
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40 Kndruii.
ouch traoc min vater kröne, daj; wil ich noch Vol¬
bringen :
lät mich mit ir waschen, swie uns ühele oder wol gelinge.’
45 D6 sprach diu ühele Gerlint ^s6 wirt dir dicke wö. 1064
swie herte si der winter, dü muost üf den snö
und muost diu kleider waschen in den küelen winden,
s6 dü dich dicke gerne in dem pfieselgademe lie:;est
vinden.*
46 8i erbeite harte küme, deig übenden began. 1065
da von diu edele Küdrün einen trüst gewan.
zuo ir gie vrou fiildeburc in eine kemenüten.
klagen si dö beide von ir dienste herzeliche tüten.
9. Die Heerfahrt der Hegelinge.
1 Dag was zen wihen nahten, dö kunte Hilde den tac 1075
den, die dag selten rechen, dag Hetele töt gelac.
dö bat sig allen künden ir vriunden unde ir mannen^
dag man ir liebe tohter üg Ormanie wider vuorte dannen,
2 Dö ilten Hilden boten in Herwiges lant. 1077
er weste wol war umbe si weeren dar gesant.
dö gieug er hin engegene dü si si körnen sühen.
dö gruogte ers vligiclichen, dö si im Hilden boteschaft
veijühen.
3 Er sprach Mü bote guote solt ir mtn dienest sagen. 1080
jü wirt eg Hartmuote nimmer vertragen,
dag er mine vrouwen sö lange hat gevangen.
bag dan ander ieman sö mac mich der arbeit belangen.’
4 Hilden der schosnen helfe waere nöt, 1083
hin ze Tenemarke ir vriunden si eg enböt,
dag die vil snellen recken niht lenger selten bften,
die ze Ormanie nüch der schoenen Küdrün weiten riten.
5 Sie bieg eg sagen Hörande, dag er gedaehte dran, ioS4
er waere des küneges künne, dag er und sine man
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II. Kudrtm.
41
die ir lieben tobter in liefen erbarmen,
si wolte I selbe ersterben 4 sis ligen ssshe an Hartmnotes
armen.
6 D6 sprach der degen küene *yronn Hilden solt dü io86
sagen^
da^ ich e^ als6 süene mit maneges wibes klagen,
ich knme zuo ir gerne und alle:^ mtn gesinde.
man hoert darumbe weinen im lande noch von maneger
mnoter kinde.’
7 Die boten riten balde gegen Ortlant, 1096
da man hf dem plane den jungen degen vant
bi einem breiten pflüme, der was vögele riche.
mit sinem valkensßre beizte da der künec vil kündicliche.
8 Die valken lie;; er vliegen. do reit er balde dan 1098
da er in kurzen ziten trüeben muot gewan.
die boten er d6 gruo;;te. wie schiere si im da;^ künden,
da^ si die küniginne ze allen ziten weinende vunden.
9 Si sageten im ir dienest triuwe unde guot: 1099
wie der recke waere dar umbe gemuot
oder wen er siner manne dar wolte bringen?
si selten herverten" hin ze Ormanie von den Hegelingen.
10 D6 sprach der degen Ortwin ^dü h4st mir wär geseit. iioo
ich wil von hinnen vüeren michel unde breit
ein her mit guoten beiden, zweinzic tüsent manne,
die wil ich dar vüeren, ob ir deheiner nimmer koeme
dannen.*
11 Man sach in allen enden riten in da;; lant iioi
n&ch den vrou Hilde bete gesant.
' wie si der wol gedienten, des vlijijens sich durch Sre.
die beide die ir körnen, der was sehizic tüsent oder möre.
12 Genuoge mit in vuoren, den ir vater was erslagen. nie
die biderbe weisen wolten ir schaden niht vertragen,
joch weinte vil der vrouwen d& ze Hegelingen,
wanne in got von himele ir liebiu kint solte wider
bringen.
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42^
Kudnin.
10. Herwfgr nn4 Ortwin gehen aof Knndgchaft.
1 Die segele hie^ man lä:^en nider in al dem her. 1141
einen berc si sähen vor in in dem mer
und euch Tor dem berge einen walt vil witen.
da hin begunde raten Wate sinen beiden an den ziten.
^ Do sprach Wate der wise ‘so traget hf den sant 1146
schilt unde wäpen und iuwer wicgewant.
tuot iuch selbe unmüe^ic, die knehte heißet dienen,
diu ros sol man baneken. ir heißet halsberge unde
helme riemen.’
8 ‘Wir selten boten senden’ sprach dö Ortwin, 1152
‘die uns ervüeren msere von der swester min
und von den eilenden, ob lebeten noch die meide.
Bwmm ich an si gedenke, ad ist mir dicke herzenliche
leide.’
4 D6 sprach der künic Herwfo ‘wilt dü der ander 1165
ich wil bi dir sterben oder aber genesen. [wesen,
was diu maget din swester, man gap mir si ze wibe.
üg ir dieneste einen tao ich nimmer belibe.’
5 D6 si beide wolten in boteschefte dan, 1158
d6 hiegens in gewinnen ir mäge unde ir man,
da^ si mit in redeten dag si ir vesten eide
nimmer vergeg^en selten an den küenen recken beiden.
6 Des gaben si ir triuwe ■ den vürsten an ir hant 1163
die aller besten drunder, dag si ir eigen laut
mit willen noch mit muote niht wolten beschouwen,
si enbrsshten mit in widere üg Ormanie die eilenden
vrouwen.
11. Die Botschaft des Schwanes.
1 NA swfgen wir der degene. ich wil iuch län vememen, 1165
die wol mit vreuden wseren, wie den dag mac gezemen,
dag si müegen waschen in den vremeden landen.
KAdrün unde Hildeburc die wnoschen alle zit üf einem
lande.
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II. Kn<lrnn.
43
2 was in einer vasteu umb einen mitten tach* 1166
ein Yogel kam gevlo^gen. Küdrun d6 sprach
« YOgel schoene, du erbarmest mir so sSre,
^ da; dü sd YÜ geYliu^est &f diseme Yluote’ sprach diu
maget here.
8 Dö sprach der yogel schoene ‘dü mäht dich wolYersehen,ii69
maget yü eilende: dir sol gr6g liep geschehen,
wilt dii mich Yrägen Yon diuer mage lande,
ich bin ein bote der dine, wan got ze tröste mich dir
her sande.*
4 Dö sprach diu gotes arme *sit dich Krist hat gesani li7i
uns YÜ eilenden ze tröste in ditze lant,
du solt mich la^en hoeren, bote dü yü guoter:
lebet noch Inder Hilde? diu was der armen Küdrönen
muoter.*
6 Dö sprach der vil höre ‘ich wü dir Yerjehen, 1172
Hilden dine muoter hön ich gesunt gesehen,
dö si dir her da^ grcBi^est Yrurate her ze lande,
daj; witewe oder künne durch lieber Yriunde willen ie
gesande.*
6 Dö sprach diu maget edele ‘bote dö yü her, ins
la dich des niht Yerdrie^en, ich wü dich Yragen mör.
lebet noch indert Ortwin, der künec Yon Ortlande,
und Herwic min Yriedel? diu m»re ich harte gerne
erkande.*
7 Dö sprach der YOgel schoene ‘da^ tuon ich dir wol 1174
Ortwin unde Herwic die sint wol gesunt. [kunt.
die sach ich in den ünden öf des meres muoder.
die ellenthaften degene zugen yü geliche an einem ruoder.’
8 Si sprach ‘sö hörte ich gerne, höst dö dajj Yernomen, 1180
sol Yon Tenemarke Hörant her körnen
mit den sinen beiden, die mich in sorgen liefen?
den wei^ ich alsö biderben, da:; ich armiu maget sin
möhte wol genießen.*
9 ‘Dir kumt Yon Tenemarke Hörant der neYe din nsi
öf urliuge starke er und die recken sin.
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44
Kudrun.
er sol dai; Hilden Zeichen tragen in sinen handen^
b6 die Hegelinge koment zno dem Hartmuotes lande.*
10 D6 sprach aber Küdrün ^anst dü mir gesagen^ ii83
lebet noch Wate von Stürmen? sö weite ich niht Magen. *
des vreuten wir uns alle, swenne da^ geschehe,
da; ich euch den alten Fruoten bi miuer muoter Zeichen
gesaehe.*
LI D6 sprach aber der vogel ‘dir kumt in ditze lant 1183
Wate von den Stürmen, der hat an sin er hant
ein starke; stierruoder in einem Mel bl Fruoten.
be;;er vriunde deheiner darftü niht bi urliuge muoten.*
12 D6 muoste von in scheiden der bote vil her. 1188
die eilenden vrouwen vragten do niht mer.
ja was in mit gedanken liep unde swaere,
die in d4 helfen selten, w4 da; vil werde Ingesinde waere.
12. Gerlindg Schelten.
1 Der tac hete ende, ze hüse selten gan ii^
diu magedin eilende. d6 wart in getan
zornliche; strafen von der übelen G^rlinde.
da; lie; si vil selten, si’n zumte mit dem edelen in-
gesinde.
2 Si sprach zno den vrouwen ‘wer git in den r&t, 118^
da; ir s6 seine waschet die sabene und ander wat?
inine wi;e pfelle die bleichet ir ze seine.
diu e; niht behüete, ich wil da; e; etelichiu weine.*
3 Do sprach diu vrouwe Hildeburc ‘wir tuon swa;ii80
wir gemügen.
ouch sult ir iuwer zühte, vrouwe, an uns gehügen.
uns arme; ingesinde vriuset ofte sSre.
waeten warme winde, wir wüeschen iu vil deste mere.*
4 D6 sprach aber G^rlint in übellichen zuo llW
‘ja sult ir iuch niht sümen, swie da; weter tuo,
ir’h waschet mine sabene vruo und spate.
als e; betaget morgen, s6 sult ir g^n von miner kemenate.
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n. Kndrun.
45
5 Uns n^hent höchzite, da ;5 habet ir wol veruomen. 1192
der palmetac ist nahen, uns aalen geste körnen.
und gebet ir minen beiden wi;;iu niht ir kleider,
so geschach nie weschen mdre in küneges seiden noch
zer werlde leider.’
6 Von ir si dd giengen. ai legten von in na^ ii93
dio w&t, die si truogen — man solte ir pflegen baijl —
niwan zwei salwiu hemede. aus künde si bedenken
Gerlint diu yil übele lie^ ai äne küsse ligen üi harten
henken.
18. Das Wiedersehen«
1 Küdrün diu arme vil unsanfte lac. 1195
si erhiten beide küme, wanne e^ wurde tac,
und sliefen deste minner, si ween dar an gedsehten,
wanne in diu vogellin ze Ormanie guote ritter braehten.
2 Näch ir gewonheite giengens üf den sant. 1205
si stuonden unde wünschen aber dag gewant,
dag si getragen hSten nider zuo den griegen.
ir hdhes gedingen mohten si yil übele nü geniegen.
8 Do si ge warten lange^ do sahens üf dem sd 1207
zwene in einer harken und ander nieman me.
do sprach vrou Hildeburc ze Kudrün der riehen
*dort sihe ich vliegen zwSne, die mügen dinen boten
wol geliehen.’
4 ‘Ich vil gotes armiu, ja enweig ich, wag ich tuo. 1209
trütgespil Hildeburc, rat mir dar zuo:
sol ich von hinnen wichen oder lägen mich hie vinäen
in disen grogen schänden? ä wolte ich immer beigen
ingesinde.*
6 D6 kärten si sich umbe und giengen beide dan. 1211
dö wären ouch sä nähen dise zwäne man^
dag si die schoenen bi dem stade sähen,
si wurden des wol innen, dag si wolten von den klei-
dem gäben.
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46
Eadrnn.
6 Si sprangen 6; der barken und ruoften in bin n&cb 1S13
^ir vil schoenen weschen, war ist iu so g4ch?
wir sin vremede liute, da^ muget ir an uns kiesen,
scheidet ir von hinnen, so müget ir die vil riche sa«
bene vliesen.’
7 Si giengen in ir hemeden, .diu w&ren beidiu naj^. itis
den vil edelen vrouwen was 6 gewesen baj.
ir vahs was in zervüeret von merzischen winden.
elf regente oder eg snite, harte we was den yil edelen^*
kinden.
8 Her wie der edele gnoten morgen b6t 1220
den eilenden kinden. des wsere in dicker n6ty
wände ir meisterinne diu was vil ungehiure:
^guoten morgen, guoten &bent’ was den minnioHchen
meiden tiure,
6 ‘L4t iueb niht verdrießen und nemet unser golt. 1224
guoter bouge viere dag si iuwer solt,
dag ir scheene vrouwen iuch niht lat betragen,
die geben wir iu gerne, dag ir uns saget des wir iueb
wellen vragen.*
10 ^Hot läge iu iuwer bouge beiden sselic sin. i2S5
wir nemen von iu niht miete* sprach dag magedin.
^nd vraget, swes ir wellet: wir müegen scheiden hinnen,
siht man uns bi iu beiden, dag ist mir leit von allen
minen sinnen.*
11 *Wos sint disiu erbe und ditze riche lant 1228
und ouch die guoten bürge? wie ist er genant?
dag er iuch äne kleider lat so swache dienen,
wolt er iht haben ere, s6 solte img vür guot vervähen
niemen.*
12 Si sprach ‘der vürsten einer heiget Hartmuot: 1227
dem dienent lant diu witen und veste bürge guot.
der ander heiget Ludewic von Ormauieilche.
in dienent vil der beide: die sitzent in ir lande lo-
beliche.'
13 ‘Wir ssehen si vil gerne* sprach Ortwin. i**8
‘muget ir uns bescheiden, vil schoeniu magedin,
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n. Kndrnn.
47
w& wir die yürsten beide in ir lande möbten vindeu ?
wir sin zuo in gesendet. j& si wir eines küneges In¬
gesinden.*
14 KtLdrdn diu h4re sprach den beiden zuo 1229
lie si in der bürge biute morgen vruo
ligen an ir bette wol mit yierzic hundert mannen,
d^ ist mir ungewi^^en, sint si indert in der zit ge-
riten dannen.*
15 Ofte erblikte Herwic die junovrouwen an. 1284
si dübte in sd schoene und euch sö wol get&n,
daj; e^ im in einem herzen harte siuften brahte.
er geübte si ze einer, der er vil ofte güetliche geddhte.
16 Dö sprach aber Ortwin ‘ist iu iht bekant 1235
nmbe ein bergesinde, da:; kom in ditze lant?
in starker herrerte br4hte mans iu ditze riebe. 1286
die eilenden vrouwen körnen her ze lande jamerliche.*
17 Si sprach ‘die ir d4 suochet, die hön ich wol ge- 1287
sehen
in grö:;er arbeite: des wil ich iu veijehen.’
j& was si’:; der einiu, die Hartmuot dar br&hte.
e; was selbe Küdrün. si wmne der mmre deste ba;
gedahte.
18 Dö sprach der vürste Herwic ‘nü seht, her Ortwin, 1238
Bol iuwer swester Küdrün indert lebende sin
in deheinem lande üf al dem ertriche,
sö ist da; diu selbe, ich gesach ir nie deheine so
geliche.’
19 Si sprach „swie ir sit geheimen, ir sit lobelich. i24t
einen ich erkande, dem sit ir anelich.
der was geheimen Herwic und was von Sölande.
ob der heit noch lebete, so erlöste er uns von disen
starken banden.’
20 Dö sprach der ritter edele ‘nü sehet an mine hant. 1247
ob ir da; golt erkennet, sö bin ich Herwic genant,
da mite ich wart gemahelet Küdrün ze minnen.
sit ir dann piin vrouwe, sö vüere ich iuch gewaltic-
üche hinnen.’
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48
Kndrnn.
21 Si ersmielte in ir vreuden. do sprach da^ magedin i249
‘da:; golt ich wol erkande: hie vor d6 was e:; min.
nü sidt ir sehen ditze^ da; min vriedel sande^
dd ich vil arme; magedin mit vreuden was in mines
vater lande.*
22 Er blikte ir n4ch der hende. d6 er da; golt ersach, 1250
Herwic der edele ze Küdrünen sprach
‘dich truoc ouch ander nieman, e; enwsere küneges
künne.
nu han ich n4ch manegem leide gesehen mine vreude
und mine wünne.’
23 Er nmbesld; mit armen die hSrlichen meit. 1251
in was ir beider maere liep unde leit.
er kuste, inwei; wie ofte, die küniginne riche,
si nnde Hildeburc die eilenden maget minnicliche.
24 Dö sprach der herre Herwic ‘des muge wir verjehen, 1255
da; uns an dirre verte ist als6 wol geschehen^
da; uns nimmer künde zer werlde ba; gelingen,
nü sul wir des gäben, da; wir si von der veste bringen.*
25 Den eil enthaften degenen was von dem stade gäch. 1263
Küdrün diu arme ruofte Herwigen nach
‘e was ich diu beste, nü hat man mich zer boesten.
wem wil dü mich lä;en oder wes sol ich mich armer
weise troesten?’
26 ‘Dü bist niht diu boeste, dü muost diu beste sin. 1264
vil edele küniginne, verhil die reise min.
ä morgen schint diu sunne, ich bin vor disen seiden,
da; habe üf minen triuwen, mit ahtzic tüsent miner
küenen beide.’
14« Kndnins List.
1 D6 sprach diu vrouwe Hildeburc, diu meit ü; trlant, 1267
^wes lät ir, küniginne, ligen ditz gewant?
da; ir niht enwaschet Ludwiges man diu kleider,
und wirt des Gärlint innen, sö getete si uns noch nie
leider.’
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II. Kudnin.
49
2 Do spraoli diu Hilden tohter ^dar zuo bin ich ze bör, 1268
daj 5 ich Gerlinde wasche immer mer.
dienest alsd swache^ sol mir nü versmahen:
mich kusten zw^ne künege und mochten mich mit
armen umbevähen.’
8 ,Nü wil ich disiu kleider tragen zuo der vluot. 1271
si suln des wol geniej^en* sprach diu maget guot,
^daj; ich mac geliehen einer küuiginne.
ich wirfe si 4f die ünde, da:^ si vriliche vliej^en hinnen.*
4 Swa^ Hildeburc geredete, Ktldrün truoo dan 1272
die GSrlinde sabene. zürnen si began.
si swanc si von den handen verre zuo den ünden.
si swebeten eine wile: ine wei^, ob sis immer mSre
vünden.
5 D6 nahent ej; der nahte, daj^ in des tages zeran. i278
Hildeburc gie swsere zuo der bürge dan.
si tmoc ander kleider und siben sabene riebe,
diu Ortwines swester gienc bi Hildeburge ledecliche.
6 Dd sprach din wülpinne 'w4 sint die sabene min? i880
dag dü also gewunden h4st die hende din
so rehte müegicliche in den dinen gSren,
und leb ich deheine wile, ich wil dich anderen dienest
leren.*
7 D6 sprach dag Hagenen künne 4ch h4n si ligen lau 1281
da nidene bi der vlüete. do ich si wolte dan
mit mir ze hove tragen, si wären mir ze swsere.
beschouwet ir si nimmer, dag ist mir üf min triuwe
vil unmsere.*
8 D6 sprach diu tiuvelinne 'ja geniugest dü sin niht. 1282
ä dag ich entsläfe, wie leide dir geschihtl’
do bieg sis üg ziehen, üg dornen besemen binden,
der ungevüegen zühte wolte d6 vrou Gärlint niht er-
winden.
9 Mit listen sprach d6 Küdrün 'dag wil ich iu sagen: i284
wird ich mit diseme besemen hint hie geslagen,
Kadmn and Dietrichepen. 4
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50
Kndmiu
gesiht micli immer ouge gestdn bt künegen rieben,
da^ ich trage kröne, in wirt sin gelonet sicherlicben.
10 ir mich der zühte müget vil gerne erlän, 12S5
so wil ich S minnen den ich versprochen h&n.
ich wil da^ künicriche ze Ormanie bouwen.
wird ich gewaltic immer, 86 tnon ich des nieman mac
getrouwen.*
11 D6 sprach diu vrouwe G6rlint ‘so lie^e ich minen zorn. 1286
und ob dü tüsent sabene heetest mir verlorn,
die wolte ich verkiesen. ej^ koeme ouch dir ze guote,
ob dü von Ormanie minnen den vürsten Hartmuote.*
12 Die d6 die rede horten, die liefen balde dan. i2S8
dem sneilen Hartmuote wart ej; kunt getan.
bi im sa^en m6re der eines vater manne.
d6 sagete im einer msere, da;; er ze Küdrdnen gienge
dannen.
13 Der sagete im ofPenlichen ‘gebt mir daij boten br6t. isjss
der schoenen Hilden tohter ir dienest iu enbot,
da:^ ir körnen ruochet zuo ir kemenäten.
si wil iuch nimmer vremeden. si hat sich be^^er dinge
sit beraten.'
14 D6 sprach der ritter edele ‘dü liugest üne not. 1290
wseren war din mssre, ich gsebe dir boten brot
guoter bürge drie und dar zuo huobe riche
und sehzic bouge goldes. ja wolte ich immer leben
wünnicliche.’
15 Dd sprach ein sin geselle ‘ich hün e^ ouch vernomen. 1291
die g&be wil ich teilen: ir sult ze hove körnen.
e^ sprach diu maget edele, da^^ si iuch gerne minne,
ob ir des geruochet, si werde hie ze lande küniginne.’
16 Hartmuot der sagete d6 den boten danc. 1292
wie rehte vroelicben er von dem sedele spranci
er wünde, dai; in minne hsete got ber&ten.
in vroelichem muote gienc er zuo der meide kemenäten*
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II. Rndrnn.
51
17 D6 stuont in nai^^em hemede da;; hSrlfohe kint. 1298
mit weinenden ougeu grao;;te si in sint.
si gienc im hin engegene und stuont im alsd nähen,
dag er mit sinen armen wolte Küdriinen ambevaben.
18 8i sprach ‘neinä Hartmuot! des entuot noch niht. 1294
ja wfgent iug die liute, swer sö dag ersiht.
ich bin ein armiu wesohe: eg mac iu wol versmähen.
ir nt ein künic riebe, wie gezseme ich iu mit armen
ze umbevähen?’
19 In sinen grogen zühten er stuont üf hoher dan. 1296
er sprach ze Küdrünen ^maget vil wol getan,
nh du mich ruochest ininnen, ich wil dich hohe mieten,
mir unde minen vriunden mäht dü, swag dü selbe wilt,
gebieten.’
20 D6 sprach diu junevrouwe ‘mir wart sanfter nie. 1297
sol ich vil gotes armiu nä gebieten hie,
so ist min gebot dag erste näch grdger arbeite,
ä dag ich Idnt släfe, dag man mir ein schoeneg bat
bereite.
21 Min gebot dag ander dag sol ditze ^in, 1298
dag man mir balde bringe miniu magedin,
swä man si vinde under Gerlinde wiben.
in ir pfieselgademe ensol ir deheiniu niht belibeu.‘
22 ‘Dsg schaffe ich willicliche’ sprach her Hartmuot. 1299
do suohte man üg dem gademe manege maget guot,
die mit strübendem häre unde in swachen kleiden
hin ze hove giengen. diu übele Gerlint was unbescheiden.
23 Dd körnen dri und sehzic da Hartmuot si sach. iRco
Küdrün diu edele gezogenliche sprach
^nü scliouwet, künic riche: weit ir dag hän vür ere?
wie sint erzogen die meide?’ dö sprach er ‘eg geschiht
in nimmer mere.
24 Ich sol si sehen gerne bi iu gekleidet stän.’ 1803
bades vligicltchen gäben man began«
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52 Kodrun.
Hartmnotes künnes wart maneger kamer»re.
si ilten ir alle dienen, durch da:^ ei in dar nach gensdic
w«Bre.
25 Dd si gebadet wären, dd brahte man in win, 1303
daj^ in Ormanie niht be^^er mohte sin.
mete den yil guoten brähte man den vrouwen.
wie es im gedanket würde wie solle des her Hartmnot
getrouwen ?
26 yon dannen gieno d6 Hartmuot. schenken man ir schuof i3i6
unde truhsse^en. da was vil kleiner ruof.
man hie; d6 haben schdne die stolzen meide riebe,
mit trinken und mit spise pflac man der eilenden
vli;icliche.
27 Dd sprach von Hegelingen ein yil schoene meit 1317
*s6 wir dar an gedenken, so wirt uns dicke leit,
sul wir bi den beliben, die uns her brahten,
uns selben äne wünne: des wir uns doch selten ie gc-
dähten.’
28 Si begunde weinen dä ir yrouwe sa;. isis
dd der kinde mdre gesehen beten da;,
si gedähten in ir sorgen ir ungemaohes sdre.
si weinten sumeliche. des erlachte Küdrün diu hdre.
29 Si wanden, da; si sollen immer dä bestän. 1319
dd was der yrouwen wille nindert sd getan,
da; si belibe gerne bi in tage yiere.
dd kom e; an die zite, da; si; Odrlinden rünten schiere.
30 Küdrün ir gesinde yrägen dd began, 1324
ob ir gebettet waere: si wolte slafen gan.
si was die naht al eine gescheiden yon ir swaere.
dd giengen mit der meide des künic Hartmuotes ka-
meraere.
81 Diu kint yon Ormanie diu truogen ir diu lieht. 1325
si beten ir gedienet dä yor yil selten ieht.
man yant dä gerihtet wol dri;ic oder mere
yil süberlicher bette, dä sollen ligen der ritter tohter
hdre.
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II. Kadrun,
53
82 Dd sprach diu maget edele sult ir slafen gan, 1828
ir Hartmuotes beide, wir wellen ruowe han,
ich und mine vrouwen; doch dise naht al eine.
81 1 wir her bekomen, sd gewunne wir mdr deheine.’
33 Swa;; d& was der vremeden^ die sach man dannen g&n, 1829
die wisen mit den tumben. die Hartmuotes man
die ilten ze ir gemache der kemenaten.
von mete und ouch von wine die armen wären vlij 5 ic-
liche beraten.
84 D6 sprach diu Hilden tohter ^beslieget mir die tür.’ 1380
starker rigele viere scho^ man dar vür.
ouch was da^ gadem sd veste, swes man da begunde,
de4 der kemenäte besehe!denlichen nieman hoeren
künde.
85 Dd sä^ens aller drste und trunken guoten win. 1831
dd sprach diu küniginne ‘vrd müget ir wol sin,
alle mine megede, nach starkem iuwerm leide.
ich lä:;e iuch morgen schouwen an iuwer vil lieben
ougen weide.
36 Ich hän geküsset hiute Herwige minen man 1882
und Ortwin minen bruoder. dä sult ir gedenken an:
swelhiu wil werden riche von mir än aflejj sorgen,
diu si des genoete, da^ si uns nach der naht verkünde
den morgen.^
37 Dd legten si sich slafen. vrd was in der muot. 188^^
si westen, dai; in koeme manio ritter guot,
die in gehelfen möhten von ir grdj^en sorgen.
dar zuo stuont ir gedinge, da:; si si seehen an dem
nsehsten morgen.
15. Torbereitung des AngrifBs.
1 Nü hoeren wir ein maere, des habe wir niht vemomon. 1385
Ortwin unde Herwic wären balde körnen
dä si ir recken vunden noch üf dem wilden sande.
dd liefen in engegene die beide dg Hegelinge lande.
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51
Radron.
2 Die boten si wol enpfiengen und bäten in da^ sagen,
waj^ si maere brsehten; si seitens niht verdagen.
do sprach der degen Ortwin ‘nd bringe ich iu maere,
möhte e^ sich gevüegen, der ich mit minen vriunden
gerne enbsere.
3 Nd hoeret michel wunder, da^ hie ist geschehen, 1333
Kddrun mine swester die hän ich gesehen
unde Hildeburge die maget u^ trriche.'
dö er in da^ sagete, d6 heten e^ vür lüge sumeliche.
4 ‘Nu vräget Herwigen, der hat si ouch gesehen, 13U
und also, da^ uns künde leider niht geschehen.
nu gedenket, alle ir mage, ob uns da^ si ein schände:
wir vunden Hildeburgen und vroun Kudrdn waschen
df dem sande.
5 Welt ir Kddrdnen helfen dg der n6t, 1313
so sult ir nach der wige diu kleider machen r6t,
diu da habent gewaschen ir vil wige hende.
d& mite sult ir ir dienen; so mac si körnen dg ir eilende.’
6 Do sprach Wate der aide ‘dag kan ich raten wol. 1845
ich getrouwe in vor der selde gedienen als ich sol,
gelebe ich die zite, dag ich in kum sö nähen.
ir beide, ir sultg hie rdmen, unde sult gen Ormanie gäben.
7 Der luft ist so heiter, sd riche und so breit 1846
der mäne schinet hinte: des bin ich gemeit.
nu gäbet von dem sande, ir tiurlichen beide,
ä eg morgen tage, dag wir sin ze Ludewiges selde.’
8 Si wurden harte unmüegic durch den Waten rät, 1347
ä si zen schiffen brsehten ir ros unde ir wät.
si fiten, swag si mohten, des nahtes zuo dem lande,
ä dag eg tagen beguude, si wären vor der bürge üf
dem sande.
16. Kriegrsrflstang der Normannen.
1 Eg was der morgensteme höch üf gegän.
do kom ein maget schoene in ein venster stän.
do sach si liuhten helme und vil der liebten Schilde.
diu burc was beseggen: von gewsefen lühte al dag gevilde.
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n. Kadnin.
55
2 D6 gienc si hin widere da si ir vronwen yant. 1367
* wachet, maget edelei aJlej; ditze lant
und disiu buro veste mit vinden ist bese^i^en.
unser yriunt da heime habent unser armen niht ver-
gejjgen.’
8 Do si da^ geredete^ dag liut noch meistec slief. isüo
Ludwiges wahtsere krefticlichen rief
^wol üt, ir stolzen recken! wafen, herre, w4ten!
ir küene von Ormanie, j4 wsene ich ir ze lange habet
geslafen.’
4 Ditze erhörte Gerlint, Ludewiges wlp. 1361
clö lieg si ligen slafen des alten küneges lip«
dö gahte si harte halde selbe in eine zinne.
dö sach si vil der geste. unmagen leit was dö der
tiuvelinne*
5 Si ilte hin widere dö si den künic vant. 1862
^wachö, herre Ludewto! din buro und ouch din lant
dag ist umbemöret von gesten ungehiure.
dag lachen Ködrünen koufent dine recken hiute tiure.’
6 Dö lieg er ligen slafen alle sine man. 1366
Ludewic unde Hartmuot die zwöne giengen dan
schouwen in diu venster. dö si diu here sahen,
schiere sprach dö Hartmuot ^si ligent miner bürge ein
teil ze nahen.
7 Dort sihe ich vanen einen, der ist wiger danne ein 1372
guldiniu bilde müget ir kiesen dran. [swan.
den höt min swiger Hilde gesendet über ünde.
der hag der Hegelinge wirt ö morgen öbent vil wol
künde.
8 Noch sihe ich hie bi weihen einen vanen breit 1373
von wolkenblöwen siden. dag si iu geseit:
den bringet uns her Herwic da her von Sölande.
sebleter swebent dar inne. er wil hie vaste rechen
sinen anden.
9 Nö wol üf sprach Hartmuot, ‘alle mine man! 1370
wan ich den grimmen gesten der ere niht engan,
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56
Kudran.
da; si ze miner bürge geriten sint sö n4ben.
wir Buln si vor der porten mit den swertslegen wol
enpfahen.'
10 D6 sprangen von den betten die man noch ligende 1376
vant.
si ruoften, da; man brsehte ir liebte; wicgewant.
si wollen dem künege helfen wem da; riebe.
wol vierzic hundert degene garten sich dar inne süber-
liche.
17. Beginn des Kampfes*
1 Nü nahent e; dem strite. der heit ü; Sturmlant 1302
begunde ein horn blasen, da; man; über sant
wol von sinen kreften hörte dri;ic mile.
die von Hegelingen begunden zuo dem Hilden Zeichen
ilen.
2 Dö blies er ander stunde, da; tete er umbe da;, 1393
di; iegelicher recke in den satel sa;
uad ir schar schikten dar si wolten kören.
man gevriesch in den strften nie alten recken alsö
hören.
3 Er blies ze dritten stunden mit einer krefte grö;, 1394
da; im der wert erwagete und im der wöc erdö;.
Ludewiges eckesteine ü; der müre möhten rlsen.
dö hie; er Höranden der schoenen Hilden Zeichen
dannen wisen.
4 Si vorhten Waten söre. dö wart nieman lüt. 1305
man hörte ein ros ergrinen. da; Herwiges trüt
stuont obene in der zinne. stateliche riten
sach man die küenen, die mit Hartmuoten wolten
striten.
5 Nü was körnen Hartmuot unde sine man 1396
ze vli;e wol gewapent ü; der porten dan.
von vremeden und von künden durch die venstersteine
erglasten in die helme. enwas ouch Hartmuot dd
niht eine.
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II. Kadrun.
57
C D6 sacb man Hartmuoten riten vor der schar. 1408
ob er ein keiser wsere, s6 knnde er nimmer gar
vli^icUcher werben, e^ lühte gSn der sunnen
allej; sin gewmte. im was noch hohes muotes unzerunnen.
7 Dö hete Ortwfnen Hartmuot erkom.
swie er sin niht erkande, doch honte er mit den sporn
sin ros, dajj spranc vil wite. er reit üf Oi’twinen.
ir sper si neigten bSde: dk von man sach liebte brünne
erschinen.
8 Diu ros df gesprungen. d6 hnop sich michel klanc 1409
von der künege swerten. man mohte in sagen danc,
da;; si den strit erhuoben sd rehte ritterlichen.
si w&ren beide küene. si weiten an einander niht ent¬
wichen.
9 D6 sach von Tenen Horant Ortwinen wunt. 1420
do begunde er vragen, wer iht ungesunt
gemach et* in dem strite einen lieben herren.
Hartmuot der lachte: j4 w4rens von einander vil nn-
verre.
10 Ortwin sagete im selbe ^da^ tete her Hartmuot.* I42i
dd gap da:; Hilden Zeichen von im der degen guot,
da;; er wol künde bringen nach maneger gr6^er ^re
ze schaden sinen vinden. des dranc er ndch Hartmuoten
sSre.
11 Hartmuot bi im hörte ungevüegen schal. 1422
er sach da^ bluot rilichen vlie;en hin ze tal
vil raanegen den wunden nider zuo den vüe:;en.
dö sprach der degen küene ^den schaden sol ich minen
beiden büe;;en.*
12 Dö körte er sich hin umbe da er Höranden sach. 1428
von ir beider eilen balde da^ geschach,
da^ viur von den ringen in dräte vür die ougen.
sich bugen swertes ecke von ir banden üf den helm-
bougen.
18 Er wunte Höranden, als ouch ö geschach 1424
dem küenen Ortwinen, da^ im ein röter bach
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Kndrnn.
R8
vlo:; einen ringen von Hartmnotes handen.
er was so rehte biderbe: wer solte muoten d6 n&ch
einen landen?
18. Ludwigs FalL
1 Ldte moft* dd Herwio 4st iemen dag erkant, 1431
wer ist jener alte? der hat mit siner hant
sd yil der tiefen wunden alleg hie gehouwen
von einem starken ellen^ dag eg beweinen müegen
schcpne vrouwen.’
2 Dag erhdrte Lndewic, der voget dg Ormanin. 1432
Ver ist der in der herte hat gevraget min?
ich bin geheigen Lndewio von Ormanieriche.
möhte ich mit vinden striten, dag tsete ich wol ndch
dren sicherliche.*
9 (Ich bin geheigen Herwic: dd neeme mir nun wip. 148S
die mnost dd geben widere, oder unser eines lip
muog dar umbe sterben, dar zuo der recken mere.*
dd sprach der künic Ludewic ^dd dröust mir in mim
lande gar ze sere.
4 Dd hdst mir dine bihle dne ndt getan. 1436
ir ist hie noch mere, den ich genomen hdn
ir guot und ir mage. des solt dd mir getrouwen,
ich sol eg alsd schaffen, dag du nimmer küssest dine
vrouwen.’
5 Ndch dem selben worte liefens einander an, 1437
die zwdne riebe künege. swer eg da guot gewan,
der holte eg unsanfte, von ir ungelinge
von ir beider Zeichen sach man manegen guoten zuo
in springen.
6 Herwio was biderbe und küene genuoo. 1483
der vater Hartmnotes den jungen künic sluoc,
dag er begunde strdchen vor Ludewiges banden,
er wolte in hdn gescheiden von sinem libe und von
sinen landen. ,
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IT. Kndrnn.
59
7 Wseren niht sd n&hen die Herwfges man; l43a
die im mit vl4e hülfen, sd künde er nimmer dan
ane sin ende von im sin gescheiden.
also künde Ludewic der alte den kinden bi im leiden.
'8 Die hülfen Herwige, da; er d4 genas« 1440
do er sines valles wider körnen was,
do blikte er harte schiere ze berge gegen der zinne,
obe er indert seehe dar inne st4n sins herzen triutinne.
9 Er ged4hte in sinem mnote <ach wie ist mir ge-1441
ob min vrou Kddrün ditze h4t gesehen, [schehen!
gelebe wir da; immer deich si sol umbevahen,
si tuot mir itewi;e, s6 ich bi miner vrouwen lige n4hen.
10 Da; mich der alte grise hie nider h4t geslagen, 1442
des schäm ich mich vil sere.* dn Zeichen hie; er tragen
hin nach Ludewige mit den sinen mannen.
si drungen nach den vinden: si wolten in la;en niht
von dannen.
11 Ludewic der h6rte hinder im den schal. 1448
d6 kerte er wider umbe gegen im ze tal.
do horte man üf den helmen swerte vil erdie;en.
die da bi in waren, die mohte ir beider grimmes wol
verdrie;en.
12 Der Kddrünen vriedel under helme über rant 1445
erreichte Ludewigen mit ellenthafter hant.
er wnndet in so sere, da; er niht mohte gestriten.
da von muoste Ludewic des grimmen tddes d4 vor im
erbiten.
13 Er slnoc im ander stunde einen vesten swanc, 1416
da; des küneges houbet von der ahsel spranc.
er hete im wol vergolten^ da; er was gevallen.
der künic was erstorben: des muosten schceniu ougen
über wallen.
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60
Kndrun.
19. Der Kampf ror dem Bnrirtor.
1 Dd sprach ze stnen mannen Hartmuot der degen 1460
<nü wendet mit mir dannen, ir ist hie vil gelegen,
die uns slahen weiten in dem herten strite.
nü keret zuo der bürge^ unze da^ wir beij^er wile*
erbiten.*
2 Si beten vil der degene hinder in verlan. U53
wser da; lant ir eigen, si enkunden ban getan
nibt be;;erB in dem strite. si weiten zue der selde.
Wate sdmte starke si mit tbsent einer gueten beide.
3 Er was unz an die perte mit großer kraft gegan, 1454
d4 Hartmuet hin weite mit den sinen man.
si künden; nibt verenden: in zewet es harte kleine,
si s4ben ab der müre werfen mit manegem lassteine.
4 Dd sacb in her Hartmuet ver dem bürge ter. 1456
er sprach ‘da; wir verdienet haben hie bever,
da; wil sich waerlicbe biute an uns erzeigen.
die gesunden haben serge. j4 lit hie barte vil der veigen.
5 Ich mac nibt gevliegen: veder h&n ich nibt. 1463
ich enmac euch under die erde, swa; anders mir ge-
schiht.
wir mugen euch ver den vinden nibt zue den ünden.
den besten minen willen wil ich iu bescheidenlichen
künden.
6 Sin mac nibt anders werden, ir edele ritter guet. 1464
erbei;et zue der erden und heuwet hei;e; bin et
ü; den liebten ringen: des 14t iucb nibt verdrie;en.*
si stuenden ven den satelen: diu res si hinder sich ze
rücke stie;en.
7 zue, ir mseren beide!* sprach d6 Hartmuet. 1465
‘get n4ber zue der bürge, e; si übel eder guet,
ich mue; ze Waten dem alten, swie mir da gelinge,
ich wil dech versuechen^ ob ich in höher ven der
perten bringe.’
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TT. Kndran.
61
8 Mit 6f geworfen swerteu begunden si dd g&n, 1466
Hartmuot der küene unde ouch sine man.
do bestuont er Waten den grimmen: da^ was dem beide
ein dre.
do horte man swert erklingen, dd starp guoter ritter
dester mdre.
20. Gefangrenuabme Hartmats«
1 Schiere kom Ortrdn von Ormanielant 1478
diu junge kiiniginne mit windender haut
ze vroun Küdrunen. diu junge maget hdre
viel ir vür die vüe^e. si klagete ir vater Ludewigen
sdre.
2 Si sprach ^a dich erbarmen, edeleg vnrsten kint, 1479
so vil miner mage, die hie erstorben sint,
und gedenke wie dir wmre, dd man sluoc den vater
dinen.
edele küniginne, nd han ich hiute vloren hie den minen.
8 Nd sich, maget edele: ditz ist ein grdgiu ndt. 1480
min vater und mine mage sint aller meiste tdt.
nd stdt der recke Hartmuot vor Waten in grdger vreise.
verliuse ich den bruoder, sd muog ich immer mdre sin
ein weise.
4 Und Idg mich des geniegen’ sprach dag edele kint: i48l
*sd dich nieman klagete der aller, die hie sint,
dd betest niht vriunde mdre daune mich vil eine,
swag dir ieman tsete, sd muoste ich ze allen ziten umb
dich weinen.'
5 Dd sprach diu Hilden tohter ^des hast dd vil getdn. 1482
ich weig niht, wie ich möhte den strit understan,
ich enwsere danne ein recke, dag ich wdpen trüege:
sd schiede ich eg gerne, dag dir ^nen bruoder nieman
slüege.*
6 Si weinte angestliche. wie tiure si si bat, 1483
unze dag vrou Kddrdn in dag venster trat.
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62
Kadrnn.
si winkte mit der hende und vr>e si der mnre,
ob von ir vater lande ieman guoter dar körnen weere.
7 Des antwurte Herwic, ein edel ritter guot
‘wer sit ir, juncvrouwe, diu uns vragen tuot?’
si sprach ‘ich hei^e Küdrün und bin da^ Hagenen künne.
Bwie riebe ich vor ie wsere, s6 sihe ich hie vil w^nec®*
deheine wünne/
8 Er sprach ^sit ir e:^ Kddrün, diu liehe vrouwe min, i487
sd sol ich iu gerne immer diende sin:
s6 hin ich e^ Herwic und kos iuch mir ze tröste,
und 14^e iuch da^ wol schouwen, deich iuch von allen
sorgen gerne loste.’
9 Si sprach ‘weit ir mir dienen, ritter erkorn, i483
s6 sult ir uns vervahen da;^ vür deheinen zorn:
mich hitent vli^^icliche hie die sch eenen meide,
da^ man Hartmuoten strite von dem alten Waten
scheide.’
10 ‘Da :5 sol ich gerne leisten, vil liebiu vrouwe min.’ usö
lüte ruoft’ d6 Herwic zuo den recken sin
‘nü sult ir miniu Zeichen hin ze Waten wenden.’
d6 sach man sdre dringen Herwige und alle sine venden.
11 Ein herter vrouwen dienest wart von im get4n. U90
Hemic ruoft’ do lüte den alten Waten an.
er sprach ‘Wate, lieber vriunt, gunnet dajj man scheide
disen strit vil swinden: des hitent iuch die minnic-
lichen meide.’
12 Wate sprach mit zorne ‘her Herwic, nu get hin! 1491
solt ich vrouwen volgen, war teete ich minen sin?
solte ich sparn die vinde, da^ tsete ich üf mich selben,
des volge ich iu nimmer. Hartmuot muo^ siner vrevele
engelden.*
13 Durch Küdrünen liebe zuo in beiden spranc 1492
Herwic der küene. der swerte vil erklanc.
Wate was erzürnet: er künde da^ wol leiden,
da; in strite nieman in von sinen vinden torste scheiden.
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n. Kndraii.
63
14 Dd slnoc er Herwigen einen tinren slao, 149 s
der da weite scheiden, da^ er vor im lac.
dd Sprüngen sine recken und hülfen im von dannen,
genomen wart d6 Hartmnot vor Herwige und vor allen
sinen mannen.
21. Sieg der Hegelioge.
1 Wate tobete sdre. dd gienc er vür den sal 1494
gegen der porten hdher. manegen enden schal
horte man von weinen und von swerte klingen.
Hartmuot was gevangen. dd muoste euch sinen beiden
misselingen.
2 Swie dicke man si schiede von der bürge dan 149 h
mit würfen und mit schüi^^en, Wate doch gewan
die burc mit grimmen stürmen, sit wurden üf gehouwen
die rigele der müre. daij beweinten dd die schoenen
vrouwen.
8 Hdrant von Tenemarke dsa^ Hilden Zeichen truoc. 1497
im volgten vil der recken, der hete er da genuoc,
vür einen palas witen üf den tum allerbesten,
den die Hegelinge in der bürge indert da westen.
4 Dd wart üf gehouwen vil manic riche^ gadem. 1499
dd hdrte man dar inne vil ungevüegen kradem.
joch waren die geste niht in einem muote.
genuoge sluogen wunden, die andern würben vaste
nach dem guote.
5 In der bürge niemen deheiner vreude gezam. I50i
da:; volc von dem lande großen schaden nam.
dd sluoc man dar inne man unde wip.
der kindel in den wiegen verlds dü manegeg sinen lip.
6 Irolt der starke ruofte Waten an I 602
habent iu den tiuvel diu jungen kint getan,
si habent an unsern magen deheiner slahte schulde,
durch die gotes dre sd 14t die armen weisen haben
huldel“
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61
Radrun.
7 D6 sprach Wate der alte ^dd hast kindes mnot. 1603
die in den wiegen weinent, diuhte dich da^ guot,
da]^ ich si leben lie:;e? selten die erwahsen^
so wolte ich in getrouwen niht mdre danne einem wil¬
den Sahsen.’
8 Bluot in manegem ende den gademen ylo:;. . 1604
ir yriunde, die dai; sähen, wie säre si*s yerdrdi^!
d6 kom yil sorcliche Ortrun din here
da si sach Küdrünen. jä yorhte si des schaden dannoch
mere.
9 D6 neigte si ir houbet yür die scheenen meit. 1505
si sprach ^yron Küdrdn, 14^ dir wesen leit
minen starken jämer und 14 mich niht yerderben.
eg enste an dinen tagenden, ich muog yon dinen yrinn-
den hie ersterben.’
10 ^Ich wil dich neren gerne, ob ich mit rehte kan, 1606
wand ich dir aller eren und alles guotes gan.
ich wil dir yride gewinnen: d4 mäht lebendec wol beliben.
s6 staut mir desto naher her mit dinen meiden unde
wiben.*
11 fDag tuon ich harte gerne’ sprach Ortün dag kint. 1507
mit dri und drigic meiden emerte si si sint.
zwene und sehzic degene stuonden bi den yrouwen.
wseren die niht entwichen, si wseren yon den gesten
gar zerhouwen.
12 Do kom ouch dar gegahet diu übele Gärlint. 1508
diu bot sich yür eigen yür dag Hilden kint.
*nü ner uns, küniginne, yor Waten und sinen mannen,
eg enstä an dir al eine, ich wasne eg si umbe mich
ergangen.’
13 Dd sprach die Hilden tohter ^nü hoere ich iuch gern, 1509
dag ich iu sd genasdic. wie möhte ich iuch gewern?
ich bat iuch nie zer werlde des ir mir woltet yolgen.
ir wäret mir ungnasdic: des muog ich iu yon herzen
sin erbolgen.’
14 D6 wart ir Wate der alte in der zit gewar. i5io
mit grisgramenden zenden ze hant huop er sich dar,
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n. Kudrim.
65
mit schtnenden ougen, mit ellenbreitem barte.
alle die da wären, vorbten den heit von den Stürmen
harte.
15 Er vienc si bi der hende und zoch si von in dan. 1522
Gerlint diu übele trüren d6 began.
er sprach in tobeheite ^üniginne here,
iu sol min juncvrouwe iuwer kleider waschen nimmer
mere.*
16 Si beten ni^ gemundet des strites über al. 152 :)
do kom der künic Herwic ze Ludewiges sal
mit sinen walgend^en näch bluote var gegangen,
als in ersacb vrou Küdrün^ do wart er von ir miimec-
liche enpfangen.
17 Sin swert der degen schiere von der siten bant. ir>30
do schütte er sin gewsefen in des Schildes rant.
do gie er isenvarwer da sten zuo der vrou wen.
er hete durch ir liebe daj wal des tages dicke durch-
houweu.
Kndran unrt
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Einleitung zu den Dietrich-Epen.
Yon den uns erhaltenen Denkmälern der mhd.
nationalen Heldendichtung behandelt die gute Hälfte
Stoffe der Dietrich sage, die sich in Ober- und Nieder¬
deutschland einer großen Beliebtheit erfreute. Doch
hat kein günstiges Geschick über den poetischen Be¬
handlungen der Sage gewaltet; die niederdeutschen
Lieder sind (bis auf einen entstellten späten Ausläufer,
ein Lied von König Ermanrichs Tod) verloren gegangen,
imd nur ein norwegisches Prosawerk, die Thidrekssaga,
gibt uns von ihrem Inhalt Kunde; die erhaltenen hoch¬
deutschen Gedichte sind teils nur schlechte Über¬
arbeitungen verlorener älterer Lieder, teils Werke von
mäßigem poetischen Werte, die uns überdies zumeist
nur in entstellten und voneinander abweichenden Be¬
arbeitungen überliefert sind. Einen klassischen Ab¬
schluß in der Dichtung wie der „Nibelunge nöt“ oder
„Küdrün“ hat die Dietrichsage nicht gefunden. Gilt
aber schon von diesen beiden, daß sie in ihrer un¬
verkürzten Gestalt sich nicht für die Schule eignen,
so ist dies umsoweniger bei den Dietrich-Epen der Fall.
Diese können nur Gegenstand wissenschaftlicher For¬
schung, nicht pädagogischen und fethetischen Interesses
sein; stellenweise aber leuchtet auch durch die über¬
lieferten Yerballhomungen eine so echte, alte Poesie durch,
daß solche Teile in passender Form für die Schule und
weitere Kreise zugänglich gemacht zu werden verdienen.
Nach diesem Gesichtspunkte ist die folgende Aus¬
wahl getroffen worden; die Rücksicht auf die Inter¬
essen der Schule, und der Wunsch, auf dem begrenzten
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Einleitung 2 u den Dietrich-Epen.
67
Baumes ein möglichst zusammenhängendes Ganze ohne
prosaidche Zwischensätze zu bieten, sind für sie maß-
gebenä gewesen, nicht die wissenschaftlichen Theorien
über Itere und jüngere, echte und unechte Strophen
oder Teile. Die Texte schließen sich den Ausgaben
von Martin bzw. Zupitza (im Deutschen Heldenbuche)
bis auf Kleinigkeiten an.
Das Eckenlied ist nur in späten Bearbeitungen
erhalten, deren älteste (kritisch herausgegeben von Zu¬
pitza, darnach die folgende Auswahl) unvollständig ist;
das Original, das sich nicht hersteilen läßt, wird ohne
volle Sicherheit dem alemannischen Dichter Albrecht
von Kemenaten zugeschrieben und um 1230 angesetzt.
Das Gedicht wird gekennzeichnet durch „eine naiv
volksmäßige, an das Märchenhafte streifende E^hlungs-
art, durch hübsche Haturschilderungen belebt, hie und
da etwas höfisch aufgeputzt“ (F. Yogt).
Die Strophe, der sogenannte Bemerton, besteht
aus dreizehn Zeilen, und zwar sind Z. 1, 2, 4, 5, 7, 9,
11 vierhebig stumpf, Z. 13 dreihebig stumpf, Z. 3, 6,
8, 10, 12 dreihebig klingend; das Eeimschema ist: aab
ccb dedef xf. — Die Yerse nähern sich bereits der silben¬
zählenden Art, indem Senkungen nur innerhalb desselben
Wortes fehlen. — Beim Lesen beachte man, daß im
Dialekt des Denkmals auslautendes m in gewissen Fällen
durch n vertreten erscheint (z. B. heln für heim).
Den Stoff des Gedichtes bilden märchenhafte
Elemente, die der Dichter nach einem französischen Yor-
bilde romanhaft umgemodelt hat: der junge Biese Ecke
sucht um der Minne einer Bergkönigin wülen Dietrich
auf, um üm im Kampfe zu überwinden, unterliegt aber
und findet den Tod; sein Haupt brin^ Dietrich nach
schweren Kämpfen mit dem riesenhaften Qeschlecdite
des Erschlagenen den drei Königinnen, die Ecke in den Tod
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08 Einleitung: zu den Dietrich-Epen.
gesandt. Im folgenden ist das Gedicht auszugsweise bis
zum Tode Eckes mitgeteilt. Zur Sage vgl. Sammlung
Göschen Nr. 32, Deutsche Heldensage, S. 1041, 111 fl
Alpharts Tod, wie sich das Gedicht in der Schlu߬
strophe selbst benennt, ist nur in einer lückenhaften
Handschrift des 15. Jahrhunderts überliefert; eine
solche Lücke entzieht uns den Beginn, eine andere unter¬
bricht die Schilderung des Kampfes zwischen Alphart
(spr. Alp-hart) und den Gesellen Witige und Heime, eine
dritte bricht die Todessz^e jäh ab; erst in einem vor¬
geschrittenen Stadium der Handlung setzt die Über¬
lieferung wieder ein.
Außer diesen Yerstümmelungen hat das Gedicht wohl
auch imter mancherlei Entstellungen imd Einschüben ge¬
litten. Martin hat den Versuch gemacht, ein altes Lied
herzustellen: von den 305 Strophen bis zur dritten Lücke
sieht er 153 als echt an; die folgenden Strophen bis zum
Ende (306 bis 467) erklärt er für eine spätere Fort¬
setzung. Anderseits hat man die Entstehung der Über¬
lieferung aus Verschmelzung von Parallelfassungen er¬
klären woUen.
Das Original wird von Martin um 1200 angesetzt,
zweifellos zu früh; die erhaltene Bearbeitung geht selbst
in ihrem Kerne keinesfalls weit über 1250 zurück.
Die Heimat des Gedichtes ist Nordbayern, vielleicht
die Gegend von Nürnberg. Jedenfalls ist das Gedicht
ein Kunstwerk von bedeutendem poetischen Werte und
schließt sich in einigem Abstand an das Nibelungenlied
und Kudrun an dritter Stelle an. Der Stil zeigt den
Einfluß der „formelhaften, aber lebendigen imd grellen
Darstellung der Spielmannsdichtung“ (Vogt). — Das
Gedicht ist in Nibelungenstrophen abgefaßt; an
Kennzeichen jüngerer Kunstübung oder Verderbnis fehlt
es nicht; die Cäsuren sind öfter gereimt, zweisilbige
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Einleitung zn den Dietrich-Epcn.
69
Wöi^ter mit kürzer Stammsilbe kommen lüs klingende
Cäsuren vor, und die letzte Halbzeile zeigt oft bloß
drei Hebungen statt vieren.
Der Stoff des Gedichtes, der Tod eines jungen
Amelungen-Helden auf der Warte gegen Ermanrichs
Heer durch Wittich und Heime, die ehemaligen Ge¬
nossen Dietrichs, ist uns sonst nur aus dürftigen An¬
spielungen bekannt Den Schluß des Gedichtes bildet
eine ziemlich ärmliche Schilderung der Schlacht zwischen
den Heeren Dietrichs und Ermanrichs, bei der, ent¬
gegen dem Zusammenhänge der Dietrichsage, Ermanrich
besiegt wird und mit Witege und Heime entkommt.
Die Rabenschlacht ist die Dichtung eines öster¬
reichischen Fahrenden, Heinrich des Voglers, gegen
Ende des 13. Jahrhunderts auf Grund älterer Vorlagen
verfaßt, deren ergreifende Poesie selbst durch die arm¬
selige, unleidlich breite und leere Darstellung des Be¬
arbeiters hie und da durchbricht Ein Versuch, die
alten Vorlagen wieder herzustellen, wie ihn EttmüUer
(Da^ maere von vroun Helchen sünen, Zürich 1846)
mit großer Willkür unternahm, ist ganz aussichtslos.
Der Stoff des Gedichtes umfaßt eine Episode
der Dietrichsage, den vergeblichen Versuch Dietrichs,
mit hunnischer Waffenhilfe sein Land von Ermanrich
zurückzuerobem. Wohl siegt er nach den Angaben
des Gedichtes in dieser großen Schlacht vol Havenna
(Rabenschlacht), aus der Ermanrich mit knapper Not
entrinnt, aber während er vor Raben siegreich kämpft,
trifft ihn ein vernichtender Schlag; die jimgen Söhne
Etzels, für deren Sicherheit er ihrem Vater mit seinem
Leben gebürgt hat, und die er mit seinem eigenen
Bruder Diether in Bern unter dem Schutze Elsans zu¬
rückgelassen, schmeicheln ihrem Pfleger die Erlaubnis
ab, aus Bern hinauszureiten, verirren sich und werden
Digitized by
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70
Einleitung zu den Dietrich-Epen.
samt Diether auf der Heide von Witege erschlagen.
Die Nachricht trifft Dietrich gerade nach errungenem
Siege; er verfolgt Witege in wütender Jagd, ohne doch
sein Leid rächen zu können, da diesen seine Ahnfrau,
die Meerfrau Waghild rettet, und kehrt tiefgebeugt zu
den Hunnen zurück, wo der Markgraf Rüdiger ihm
durch seine Fürbitte die Huld und Yerzeihung der un-
glflcklichen Eltern Etzel und Helche wieder zuwendet
YgL Sammlung Göschen Nr. 82, Deutsche Helden¬
sage, S. 95ff.
Im folgenden sind die zwei poetisch hervorragend¬
sten Szenen aus der Rabenschlacht, der Tod der jimgen
Könige imd Witeges Verfolgung durch Dietrich, aus¬
gehoben, selbstverständlich ebenso wie beim Eckenlied
und Alphart ohne den Gedanken und die Absicht, mit
diesem Auszuge die ursprünglichen Bestandteile der
alten Dichtungen zu geben.
Die Eabenschlachtstrophe zeigt folgenden Bau:
Z. 1: dreihebig klingend oder vierhebig stumpf a
Z. 2: dreihebig stumpf b
Z. 3 : = Z. 1 a
Z. 4: vierhebig stumpf b
Z. 5: dreihebig klingend c
Z. 6: fünfhebig klingend c
Doch zeigt die Überlieferung zahlreiche Ausnahmen
in Bezug auf die Zahl der Hebungen; die vierte Zeile
hat öfter nur drei, die fünfte sehr oft vier Hebimgen.
Vgl DHB n, S. LYHL
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E ck e.
E;; s&^en beide in eime 8al|
si retten wunder 4ne zal
von erwelten recken,
der eine was sich her Y4solt,
dem wären schosne vrouwen holt,
daj 5 ander was her Ecke,
da ;5 dritte der wild Ebenrot.
si retten al geliche,
dag nieinan küener wser ze not,
denn von Berne er Dieteriche:
der w8cr ein heit übr allin lant:
BO woer mit listen küene
der alte Hiltebrant.
Dd sprach her Ecke: ‘dag ist wär,
her Dietrich ist volkomen gar
an viirsteclichen Iren,
er treit von hoher wirde ein hant,
erst ganzer tugent ein adamant.
wan sol sin lop wol meren
bag danne ander künge dri^
sit er sd vrümeclichen
übr alle künge kröne si.
swer sin denk üppeclichen
hie, dem geschehe nimer wol!
er ist sd tagen triebe
und aller Ire vol.
Doch läge ich eg dar umbe niht,
sit man im gar dag beste gibt;
8wä man in hosret nennen.
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72
Ecke.
dast war, wan ich bestkn ouch ia.
eij weij 5 noch nieman^ wer ich bin!
wan muo^ ouch mich erkennen,
ich hän michs beidenthalp verwegen,
ich vlies, ald ich gewinne;
vro Saelde mac min also pflegen,
da^ ich im nime die sinne;
so hoert man in den landen sagen,
und sprechent: »seht, her Ecke
hat den Bernsere erslagen.«
4 loh bin kum zweinzic jare alt, 15
und han wol hundert man ervalt
durch helme tot verseret.
die valte ich gar mit miner hant
mit tiefen wunden uf da^ lant,
reht als man ronen rer et
und als der wint die boume tuot
in birge und an den liten.
swaij mitbekam ie beide guot
in stürmen aide in striten,
den han ich noch gesiget an,
doch ist min groestiu sweere
deich niht ze vehten hau,
5 Wer solte mir des gnade sagen, 16
ob ich bestüende zwelef zagen
und ich si über wunde?
da w®re wönic ruomes an.
bestüend’ ich einen vrumen man,
ob ich den iendert vunde,
der mir verhiuwe minen schilt
und mir den heln verroete,
da :5 er ze stucken wurde gezilt
und mich der siege noete,
und möht’ ich dem gesigen an,
des h®t ich groej^er ere
denn ich slüeg zwelf swache man.’
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Hie Yfkren nach gesei^i^en bi
vil aoboener küneginne dri
und hörten disiu meere.
diu hoehste von den drin dö sprach:
‘ouwö, da^ ich in nie gesach!
wer ist der Bernaere^
dem nü s6 hohes lohes gibt
vil menic heit vermeij^en?
ob in min ouge niht gesiht,
so hat min got verge^j^en,
und muo:; ouch gar unsselic sin:
8ol ich den heit niht schouwen,
min vreude ist gar da hin.*
Dia selbe shberliche maget
diu hiej vrö Söburc, so man saget,
diu hoehste der kttneginnen,
diu zuo Jochgrimme kröne truoc;
rieh unde edel was si genuoc.
si sprach: ^wilt in gewinnen,
Ecke, sö wis willekomen
und bis vil wol enpfangen,
ich h&n sö vil von dir vernomen,
da? ich her bin gegangen;
du wilt den Berner gerne bestän:
mit beiden nunen Ören
ich da? gehoeret han.*
Er sprach: *ioh han mi’s an genomen;
ich müe?e niemer hinnan körnen,
ob ers iht werde erlaßen,
ist da? diu saslde mir beschiht,
da? in min ouge an gesiht,
so mtie?e ich sin verwa?en,
ich welle in gar güetlich biten
durch iuch dri küneginnen;
verseit er mir e? mit unsiten,
ich twinge ins mit unminnen:
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74
9
10
11
sie ihm
Eckd«
da :5 habent M die triuwe mtn/
des neic im do dur liebe
diu edel künegin.
Si sprach: ^sol icb den beit gesaben^ 26
so kau mir lieber nibt gescbeben
in allen minen jaren.
sin werdekeit diu vert entwer
in allen landen bin und ber.
in weij 5 wiecb sol gebaren;
sin hoher name der toetet mich;
e:^ kmm mir libt ze guote,
saeb ich den fürsten lobes rieh,
icb lie^e in dem muote.
in wei^, wes er mich bat gewent,
daz sich als unverdienet
min herze n4cb im sent.*
Er sprach; ‘ich bringe in, sol ich leben, n
des wil icb iu min triuwe geben,
da ber in kurzen ziten.
des mugt ir iueb wol an mich lan,
wan er sich nibt verbergen kan
in den gebirgen witen.
icb bringe iu her den werden man,
swa er mir wirt gezeiget,
da :5 w^i^ent, swa ich in vinden kan,
sin name der wirt geneiget,
ald er benimt mir sa dajj leben/
do sprach diu küneginne:
^got müe; dir sselde geben!*
-*)
.. • 8 «
urloup nam er zer seboenen meit
da barte minneclicbe.
die dri künegin beliben hie,
Die Königin rüstet Um mit kostbaren Waffen; ein Ross, das
anbietet, weist er zurück, da ihn keines auf die Länge ertrage.
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Ecke.
75
ze faoi^e er von dann&n gie.
hin lief der ellentriche,
alsam ein lebart in den walt
sach man in wite springen,
den heln man horte mänicvalt
widr dem walde erklingen,
reht als ein glocke weer erschalt:
swa in ein ast gemorte,
mit klänge er im da^; galt
12 Der d6n in dag gebirge gio
Bchellende dort und hie;
wag wildes er erschrahte
ietwederthalp hin in den waltl
der YOgel stimme mänicvalt
wart do er si s6 erwahte.
der schilt den er zem arme truoc
wolt klingens nie geswigen.
vögele unde tiere genuoc
diu habten zuo den stigen
und schonten sin vil swinde vart:
BUS im von wilden tieren
vil nach gekapfet wart
13 Von vögeln wart ob im ein schal. BS
den walt den lief er hin ze tal;
er kam ftf eine geriute,
an ein vil enge gebiuwen lant
einen einsideln er vant,
den vrägte er, als ich diute,
ob im iht kündic möhte sin,
wie verr noch wobt ze Berne.
‘triuwen/ sprach er *herre min,
dag sage ich iu vil, gerne
ir sont talanc alhie bestän:
dar sint noch zwelef mile,
dar mugent ir niht gegän.*
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76
Ecke.
14 naht beguude geaigen an. 3i)
her Ecke sprach: ^ich wil bestau
die naht unz an den morgen.’
in weij 5 , gap im sin wirt genuoc:
swaj 5 er des sinen dar getruoc,
da;^ tete er gar mit sorgen,
wie dicke er ob dem tische sprach,
^virt, bist iht dick ze Berne?
des landes vogt ich nie gesach,
den sflßhe ich harte gerne.’ —
6ierre, ich was nähtint spate d&,
do sach ich in da heime:
er ist niht andersw4.’
15 ‘Wirt, dü hast mir gnuoc gegeben, 40
und sol ich keine wile leben,
ich danke dir der maere,
und euch der handelunge din^
da^ habe du üf die triuwe min,
und vinde ich den Bernsere,
da ;5 ist von dinen schulden körnen,
und vind’ ich da den veigen.’
hie mite wart urloup da geuomen,
den Stic bat er im zeigen.
‘nü beitent, unz eij werde tac.’
er sprach: ‘mich twingt min herze,
da^ ich niht slafen mac.’
16 Vor dem tage so sohiet er dan,* 4i
er kam df ein getriben ban,
diu truoc in hin ze Berne,
die langen naht geruote er nie:
des morgens in die stat er gie
den bü den sach er gerne,
swa er hin in den streiken gie,
da^ Hut hegunde in vliehen
df die turne, merkent wie:
si gesdn nie man so schieben.
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£cliL0«
77
da;; hört man im ze Berne jehen,
er moht von rehter wilde
zen fließen niht gesehen.
17 Do gap in der str&i^e schin ^2
ietwederthalp diu brünne sin,
als obes entzündet waere.
reht alsam ein glünsende gluot
lüht im sin schilt und ouch sin huot.
dö sprach sich ein Bernsere;
herre, wer ist jener man,
der dort stat in dem viure?
er treit so liebten härnesch an
und ist so ungehiure:
und stat er keine wile da,
die guoten stat ze Berne
verbrennet er iesS,.*
13 Lute rief der ellentrich: 43
%a ist von Berne er Dieterich?
den h&n ich vil gesuochet.
wan mich hant vrouwen gesant,
und han er strichen vrömdiu lant
nach im; ob ers geruochet.
si sint rieh, schoene und edel genuoc,
des lat iuch niht verdrieijen.
si ssehen’n gern, si sint so kluoc,
er möhte ir wol genie^jen.
ich wart nie mere vrouwen bot’:
ich han durch si geloufen
noch mere, dann durch got.*
19 ‘Wie getorst ir her ze Berne gan ? 46
die reise solt ir han verlan’
sprach Hiltebrant dem jungen.
‘erkennet mines herren site:
er viht mit den, die sint geriten,
ir varent örst von Sprüngen,
ich rftt in wol nach vriundes site,
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nft hoert die rede gerne:
volgt einer ander eträj^e mite,
und hebt iuch balde Berne;
wan min herre der ist s6 get4n,
wolt er lotern vehten,
er müese iucb euch best&n.’
Under diu ougen er im sacb,
da^ wort er zorneclichen sprach:
*ir sträfent mich ze harte,
die rede solt ir hän verldn’
so sprach der unverzagte man,
‘liaet ich iuch bi dem barte
vor der port üf der beide breit,
wurde iu liht ze leide:
des gibe ich iu min Sicherheit,
sus ich mich hinnen scheide,
vtir war so wil ich iu da;^ sagen:
durch iuweren vogt von Berne
so wil ich iu’j 5 vertragen.’
Vor zorn her Ecke niht mer sprach,
meister Hiltebrant wol sach,
da^ im diu rede was swaere.
d6 tete er als ein wiser man:
er sprach: ‘ich hanj^ durch schimpf getan,
geloubent mir ein msere:
min herre ist hie heime niht;
den zeige ich iu vil balde:
er reit, als man in hie vergibt,
ze Tirol g^n dem walde;
nu seht, da vindent ir den heit:
ir varnt in den gebaerden,
reht als ir striten weit.
Lat iu niht strites wesen n6t:
er h4t vil mengen degen t6t
gevellet 4f den s4men
mit einer ellenhafter hant.
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Ecke.
79
er ist ein degen wite erkant,
ir durfent sin niht rämen.
und ist da^ ir den werden heit
dar umb niht wellent schieben
und ninwan mit im strften welt^
BO durfent ir niht vliehen.
ist dag ir im gesiget an,
sd kamt her dan gdn Berne^
ad wil ich iuch bestan.*
23 In die hant nam er sin swert, 60
nrloubes er ze nieman gert;
er beguude dannan gaben,
im was da vür die poi*ten gdch;
die liute kapften alle nach
unz si in verrest sahen.
24 — — — — — — — — 65
ze einer linden er bekan,
dä vant er einen wunden man
in liebten wicgeserwe.
her Ecke zuo dem wunden sprach:
*wer hat dich, heit, verhouwen?
leit ist mir din ungemach^
ich wolte in gerne schouwen.’
er sprach: ^eg tete der Berner gnot;
im mac nieman gestriten,
er bdt eins löuwen muot.’
25 Her Eck sag nider zuo dem man, 6ß
die wunden m eggen er began
mit beiden sfhen banden:
•wafenl* sprach er unde rief,
‘ich gesach nie wunden mdr sd tief
geslagen in allen landen:
ich hdn die zit mit strite vertriben
in birge und in der wilde.
beit, din ist niht ganz beliben
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80
Eck®.
undr lielme und uuJer sohilde.
enkeiu swert getuon enmac:
0 ^ h&t getan von himele
der wilde dunerslac.’
26 D6 sprach der totwunde man: K 7
‘mir hat der hagel niht get4n
ze leide an minem libe.
ich erdaht mir selbe d’arebeit:
selb vierd ich von dem Rfne reit,
durch willen schoener wibe,
da weit ich ruon erworben han:
wie söre ich des engilte 1
uns widerreit ein küener man,
der vuort an sinem schilte
ein löuwen, was von golde rot,
der bestuont uns alle viere;
die dri die sluoc er tot.’ —
27 ‘Heit, sage mir nü an dirre zit, so
dö er mit iu huop sinen strit,
wie hate er;^ an dem libe?^
der wunde do zem risen sprach:
‘s6 küenen man ich nie gesach
geborn von einem wibe,
ze solcher lenge, so er hat,
so kan im niht genoi^en.
nü wi:^;^ent da;^ sins herzen tat
ist manheit vol gestoj^en;
des man von rehte in schiuhen sol:
sin möhte ein her engelten
in einem strtte woL’
28 Er sprach: ‘'und ssehd’ in iendert bar?’ oi
‘ja, wir sahen alle dar;
nü hat er uns betoubet.
sin härnesch lüter unde glanz,
sin wafen da^ wa;^ alle^ ganz,
von erde unz üf da^ houbet;
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Ecke.
81
0 !n heln glast uns durdi die gesikt^
den blic wir mnosen yliesen.
idb kunt sin niendert bl(B;;e niht
wan dA zen ougen kiesen,
der yr&ge iob iemer gerne enbir:
sd man mir in vor nennet^
zehant sd grüset mir.*
29 Dd sprach her Ecke s4 zehant:
*er was dir anders niht bekant^
niuwan bi atnem sohilte?*
der wunde dd ze Ecken sprach:
*sd starken man ich nie gesach.
von Berne so ist der milte.
sd helf dir got, nd schiuhe den man^
dü darft nach im niht vrdgen^
wan zwÄr dü tuost dag bceste dran,
und wilt düg 4f in wagen,
da 14 dML degen h4n gemach,
ald dir besohiht zewdre
reht als ouch uns beschach.
80
81
Er ist ein degen hdch gemuot^
wan er mit grimme dag beste tuot,
swenn er in zome vihtet.
dag spriche ich üf ^e triuwe min;
wirt dir sin nngenade sohin,
zehant er dich berihtet
mit siegen in den grimmen tdt.
dag habe üf mine triuwe.
d4 von 14 dir niht wesen ndt,
ich vürhte eg dich geriuwel
er treit ein swert sd lobesan,
slüeg erg üf eine müre,
si mües von ander g4n«*
Dd sprach her Ecke wider in:
*dü weist niht rehte, wer ich bin;
ich trage ouch dag d4 biget,
Kudrun und Dletrlchopen. •
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63
U
ein yil gnot swert an mfner haat.
tuost dü mir sine vart bekant,
sit er sieh mordes
dast war, ich riche an im dieh
d6 sprach der mit den wunden:
^herre, sd nemt min ers al
d4 ir seht gebunden,
ger&tent ir im rehte u4ch,
ir kint in schiere erriten:
jon* ist im niht ze gach.’
Er sprach: ^dtn ros sol hie best&n«
dh mäht wol gnesen, ymmer man,
an dinen starken wunden,
die dir ^ler Berner hkt geslagen.
die wil iok iemer mit dir klagen.’
er bat im an den stunden
yil rehte zeigen hf den spor.
der wund’ sl6:; in mit armen,
alsus gestuont er im d& yer,
er begunde in sAre erbarmen,
zehant er zuo im nider sa^,
er hete yil n4oh geweinet:
einer yreude er gar yerga;^.
Her Ecke endaht’ in tugentsan,
er yerbant den wunderküenen man«
der wunde degen mssre
wist in yil rehte üf da^ pfat,
d& yon im geriten h&t
der edel Bernsere.
s6 rehte yinster was der tan^
da si an ander yunden,
her Dietrich und der küene man,
wol an den selben stunden,
her Ecke der kam zuo geg&nj
er lie d& heime rosse yU,
da^ was s^re missetdn.
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Der tan der wart dnrlhilitet fin;
ir hämesch gap b 6 liebten echtn,
alsam ein brehendin ennne.
swar si d4 körten in den wali^
die zw^ne küene beide halt,
d& schein e;^ sam d& brunne:
86 scb6ne lühte Hiltegrin^
der was gar valsches 6ne;
hem Ecken kein gap widerschin,
der 16hte niht n6oh w6ne.
ir linbten da^ was sd get^n^
als man zw6n Tolle meene
B8Bb an dem himel stän.
Her Dietrich w&nd da^^ Hiltegrin
d& gap ir beider belme sohin,
dd er sd schdne erldhte:
er bran alsam ein kerze kldr*
eins yindes wart er nie gewar^
der loufende in ddhte.
wie dicke er sprach zem helme sin:
^wie bistn hint geschosnetl
dem smide mno;^ zerg&n sin pin^
des hant dich hdt gekrosnet!
des wünschet im min znnge gar.
sd dü ie eher wirdest,
sd wirst ie liehter rar.*
Hie mite hdt in der rise erg&n.
lonfende sd hdrte er den man
wol rosseloufes verre.
gande er in der brttnne spilt:
swenn der halsperc morte den schilt^
sd hdrte in ie der herre.
er saoh in gwdfent zno im gän.
dd sprach der Bemsere:
'ich Bolte inoh, herr, mit gmoj^e enpfdn,
ob^ inwer wille wssre.
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Ecke.
sagt mir, war ist i« u6 g&oh?
wer hat iiieh her gesendet?
wie loofet ir mir n&oh?’
Er sprach: *wan h4t mich her gesant 73
und h4n erstrichen yrörndiu lant
nach hem Dietnch von Berne,
dem h6rte ich ganzer tagende jehen«
er solte schoene vrouwen sehen:
da ;5 teste er lihte gerne,
ich Seite im von drin kttnegin,
sint edel ande riohe.’ —
*mänio Dietrich mao ze Berne sin:
meint ir den Dieteri^e,
dem DietemAr 44 Berne lie
und ändrin sinin eigen,
den vint ir an mir hie.'
Als Ecke Dieterichen vant, 74
d6 rief er über schiltes rant:
<nü k4r4^ degen m»re!
üf minen vüe^en ich hie 8t4n,
ich mac dich leider niht erg4n,
da^ ist mir harte swcere.
4n älliu ros ich her bin körnen
durch die dri küneginnen,
also dü selbe h4st vernomen.
dü mäht an mir gewinnen
die aller besten sarew4t,
die keines rtches keisers
kint an dem libe h4t.*
Erspradh: ^genend4 her an miohl 77
eine brünne trage ich,
vil harte sint ir ringe,
si ist oueh wi^ alsam ein swan.
gwan nie keiner slahte man
mit w4fen dran gelinge,
da^ sage ich dir tl intnen eit.
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£«kd.
85
si ist s6 wol gemaohet,
da;; man ir lop sö witen treit:
mit Bwerten nie geswachet
wart si sd kleine als umbe ein h&r.
nie man wart drin yers^ret;
da;; sage ich dir Tflr w&r.
Nft ktrd, heit, her ane mi^l 78
einen hebi den trage euch ich,
der h4t yil menge güete:
ein bant yon golde drüber g4t,
da^ den heln alnmbe y4t,
geworbt üf heiler glüete;
er wart onch nie yon wlÜTen wunt.
getwerc in machten sch6ne,
des wart in goldes tüsent pfunt
da yon dem heim ae 14ne;
den machten zwelf mit yli;;e ein jar«
in mao nieman yers^ren
als tiure als omb ein hdr*
Yil Werder degen, k^re an mich! 79
ein yil gnot swert da;; trage ich,
da; smitten yil getwerge.
aus seit diu 4yentiare kluoc,
si werhten Wunders gar genuoc
in einem holen berge
yon menger liehter sarewat
und ander guot gesmide,
da; ouoh riche koste h4t,
er moht wol wesen blide,
der des swertes meister was:
der worhte im knöpf und heizen
klär als ein Spiegelglas»
Da; swert da; was yil lange yerholn, 63
iedooh so wart e; sit yerstoln,
yon einem argen diebe.
der kam geslichen in den bero
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reht alsam ein wilde getwero.
dem künge Buotliebe
dem wart eg sit ee banden brabt|
der künde eg wol behalten.
er hetee der eiten sin ged4ht,
der wart eg nie verschalten;
nnz dag sin sun wuchs z’einem man:
der wart d4 mite xe ritter;
des menger ndt gewan.
Sus wuohs Herbort xe einem man.
sin tiurlioh sahs er an sich nan^
er was ein ritter kiiene;
da mite er Hugebolden sluoc
und worhte wundere gar genuoo
in einem walde griiene
mit einer ellenhi^ter baut;
des wart im lop ze lone.
sus er den degen überwant;
der truoc des landes kr6ne
und was ein rise unm4gen grdg:
er tete den Kristen leide;
eg lebt niht sin gen6g.*
Der Berner sprach: ^sit eg s6 guot
ist, dag eg risen schaden tuot
mit einer scharpfen sniden,
e6 wil ich dich nibt hie bestan^
ich haste eg d vil nach getan,
nü wil ich dich vermiden«
ich haete guoter witze niht,
swenn ich dar an gedaehte,
dag man im sölhes prises gibt,
und ich dan mit dir vashte:
so bruofte ich mir selb ärebeit.
ich wil mit dir niht vehten,
eg si dir widerseit.’
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Her Eoke sprach: ^ich hin gelogen,
mit dem swert bin ich betrogen:
ich weig nikt, wie e; sntdet.
ich Seite diri^ durch dhi manheit:
ich sihe wol, dir ist yehten leit,
din lip TÜ tugende midet.
Terwai^en müe^ens iemer leben,
die din ie wol gewuogen!
dem tievel sin die stlge ergeben,
die mich her näch dir truogen,
Bol ich min yinden h4n yerlorn!
da;; dü ein zage weere,
da;; h»te ich wol verswom.*
Her Dietrich sprach: ^h^st ritters namen,
86 mäht d6 dich wol iemer schämen,
da;; dü niht kanst geswigen.
wes zihst d6 mich an diner yart?
wser* ich als dü den vrouwen zart,
s6 yluochte ich niht den sttgen,
Bwar si durch yrouwen trüegen mich:
des wolte ich niuwan lachen,
der herren tücke bewist du mich,
and wilt dich selber swachen.
wes ist dir strites mit mir n6t?
hiest nieman der uns scheide,
e^n tuo des einen tot.
Ich wil dich strites niht best&n:
d6 h&st mir leides niht get&n,’
als6 sprach der Bernmre,
*dar umbe ich striten well mit dir,
den dinen übermuot yerbir,
ich h&n sin gr6;e swsere,
da;; dü durch dine yrouwen kl6r
erbiutest mir din striten.
ich wünsche, da;; dich got bewar,
wan ick wil yon dir riten.
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min dienest sage den yrouwen din
Ton dem Bernmre, ich welle
ir ritt«: iemer sin«’ —
*Yon dir sag in niht ein h&r,
wan dft bist aller 6ren bar:
zagheit dicb yliehen Idret.
din schände hit dir an gesigt,
din herze grd;;es lasters pfligt,
dh bist iemer gnn^ret.
swenn ich den yronwen sagen sol
da;; d4 mir bist entrunnen,
wer sol dir danne sprechen wol
ald keiner ^ren gunnen?
dd mäht wol heilen Dieterich:
dem vürsten dk von Berne
tnost aber niht gelich/
D6 sprach der Berner harte guot:
*helt, durch dinen übermuot
sö h4stu mich bescholten.
din herze mac wol sin veryluocht
alder din eilen unersuocht;
des hän ich hie engolten.
da; dd mich sd gestrafet hist,
da; missezimt dir s^re^
und mich niht mit gemache l&st,
dar umbe ich von dir kSre.
doch beite unz momunt kome der tao,
ich lid von dinen banden,
swa; mir geschehen mac.’
Her Ecke zomeclichen sprach:
^ich hsete ouch gerne guot gemach,
möhte e; sich gevüegen,
da; ich belibe an argen w4n«
ndch dir ich vil geloufen han,
des 14 dich gewüegen.
kdr her und w4ge dinen lip
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Eoke.
89
daroh willen aller meide
and ouoh durch alliu reinen wip:
6 da;; ich yon dir scheide,
so erheize nider und strit mit mir,
da;; mich got hiute veile,
and kome ze helfe dirT
51 Der Berner sprach: ^dft wilt niht leben, ;oo
sit dd mir den h4st vor gegeben,
der al die weit wol slüege;
er slüeg wol eine tdsent schar^
und wurd doch niemer hämeschvar.
dag dtt sin ie gewüege
und dich des helfe hast entseit,
dag mac dich Hhte riuwen
und mac dir ouch wol werden leit;
dag sage ich dir entriuwen.
ich wil dar umbe dich best4n,
eg ergö mir swie got welle,
dü wirst es niht erlan/
62 Her Dieterich von orse sag.
swie schier her Ecke körnen was,
er hat* dag ors gebunden
vil verre ze einem boume dan.
er lief her wider zuo dem man:
‘alr^rst h4n ich dich funden
df der erde hie bi mir.
nu gesich die küneginnen!
dag ros ist worden tiure dir,
dd mäht mir niht entrinnen.
und wilt dds niht vil gerne gesehen,
86 habe üf mine triuwe,
dag eg doch muog besohehen.*
53 Er sprach: ‘diner hochvart mich bevilt:
dag dd mich betwingen wilt,
dag wirt dir lihte swssre.
wie dunke ich dich sd vingerzam?
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ioh bin an Hbe niendart lam«
ich irr diab llhte dar meere
diu dtt dan Trouwan sagen solt,
dai^ si dir wardent wilda.
wan iah bin dir le mi^an holt*
BUS greif ar f^n dem sohilde.
har Eoka ain tü guot swart erbart^
d4 mite baln omde brünne
YÜ vor gasobrdtan wart.
Sam taU bar Diatariab da^ sin.
ir beider liehtar balma sohin
Terblaiob Ton sobarpfan swerten,
diu mit zorna wurden d& geslagen.
si sprachen beid’: ^wan wolte ej^ tagen!
Yon harzen wir des gerten.*
Yon ir beider balme glast
dan risen das baddhtai
da; alte liebt wer in ain gast
und in ein niuwe; Idhte.
d4 yarsunnan si sich au:
b6 si ie m^re biuwen,
•6 a; ia yastar bran.
Gdm tage sungen diu yögellin:
Ecken brünne und Hiltegrin
ir singen überklungen.
si abten niht üf ir gesanc^
yon strite ir beider baln erklanc;
si enruochtan wa; si sungen.
d& wurden zwdna yersunnen man
yon siegen gar za toren.
da; bluot in yan.den balmen ran,
zan nasan und zen dren,
da; e; in dureb die ringe ylo;.
si sä;an unyarsunnan
nider yon siegen grd;.
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Eeke.
91
66 Ir beider ruowe was unlanc; ■ 105
dd ir helme yerlien den klanc^
ze samene si d6 Sprüngen.
d6 buop sich drst ir nngemach,
wan in vor nie sd wd geschach.
ir helme sdre erklungen
von grdgen siegen durch den hac,
der si sich sdre vligj^en,
reht als der wilde dunerslac
▼on himel kerne geri^i^on
und weite verderben gar ein lant.
alrdrst klagt der Bernere,
dag in her Ecke vant.
57 Dd wart alrdrst ein strit getdn: 107
in törst ein zagehafter man
niemer mit engen scheu wen.
si tr&ten umb die boume ein pfat
ver zerne an der selben stat:
sus stritens durch die vrouwen.
her Ecke in in dem ringe treip
vil dicke unz an dag ende,
vor ir füegen niht beleip
sd vil sd in der hende:
sd gar vertr&ten si dag gras,
dag nieman mohte kiesen,
wag d& gestanden was.
Als in d& beiden Idhte der tac,
her Ecke sluec im einen slac
al durch den löuwen rdten.
dem edeln Berner vor der hant
er kloup den schilt unz an den rant,
dag golt dag wart verschrdten.
der rise den schilt ze rucken want,
er namg swert ze beiden henden,
er hiu den schilt im vor der hant
vil tiefe gdn den enden.
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93
Ecke*
er spraoh: maost zen vrouwen körnen:
erwerst dü dich der verte,
min zom ist mir bekomen.*
Diu sunne an dajj gebirge gie. iio
dem Berner wart 06 leide nie,
er h&t niht schiltee mdre.
dö muose er wichen vor dem man,
da er den walt sach dicken stau,
dd gienc an em rdren:
her Ecke hiu der este vil
hin üf den Bemsere,
vür w4r ich iu daj^ sagen wil,
als er verhaget wssre.
er hete in dd vil gerne ervalt;
dd nerten in die boume,
sin schilt da^ was der walt.
60 Sd herter tac erldhte in nie. 127
swa^ si dd vor gestriten ie,
des wart dd gar verge^^^en.
ir mäht was in entwichen gar,
si leitens mit den swerten dar.
ttf Ecken wart geme^^en
ein alsd ungefüeger slac,
da:; er kam von den sinnen
und vor im üf der erde gelac.
doch mohte em niht gewinnen,
unz er ein niuwe mäht gewan:
dd spranc Ecke von der erde
und lief in wider an.
61 Vil menege wunden er im sluoc 128
durch den halsperg, den er truoc.
doch er in aber valte
vil zornecliohen df da:; laut,
in künde verhouwen nie sin hant:
er stuont df mit gewalte,
des künde er niht erweren dd.
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Ecke.
D3
^er Berner h&te gedingen,
ob er in nider valte b4,
86 wolte er mit im ringen,
da^ bluot im den wunden wiel:
mit Zorne er slnoc daj^ Ecke
zem Tünften mAle yiel.
62 Da:; bluot eryarwte d6 da; gras. 129
niht längere bitens d6 enwas:
e; viel üf in der redce.
als er in nnderligen sacb,
der heit gewalteolich dS sprach:
Viltu genesen^ Ecke,
yrumer degen^ so ergip dich mir,
durch aller vrouwen 6re
86 16n ich hie da; leben dir/
8US sprach der Bernsere.
*8wie unser zom si gr6; gewesen,
durch dine manheit stsete
s6 lä;e ich dich genesen.’
C3 Her Ecke sprach: ^nu enwelle gotl 130
wan ich waer al der weite spot:
hinnan vür iemer m6re
so ha;ten minen starken ifp
die werden man und werdiu wlp,
und hete sin lützel 6re.
din gr6;iu yreude 6f minen t6t
diu yrumt dich harte kleine,
din zw4ne brmhte ich noch in n6t
und slüege iuch alterseine,
din kraft ist dir ze nihte guot,
wan dich yil sere krenket
die wunden und da; bluot.’
64 Der swerte wart yerge;;en gar: tu
si n6meii gr6;er drücke war.
si kirnen üf ein wite.
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d4
Ecke.
ein andern t&ten si so wd;
da^ bluot begd:; den grüenen kld
ze tal an einer lite.
der Berner Ecken sSre twano
zeins bonmes stammen grüene^
da:^ sin bluot ü;; zen wanden drano»
betoubet wart der küene.
der Berner drubte in üf da^ gras
mit alsd grd^en kreften,
da;; er yÜ küme genas.
65 Guot was hem Ecken guldin gwani 135
ob im lae alle;; der wigant,
der edel Bernesre.
er sprach: *dü mäht niht langer leben^
des solt dü mir din swert df geben,
vil stolzer degen msere.
tuost dd des niht, sd muost den tdt
von mtnen handen dulden;
des hilf dir selben ü^er nöt
und kum gdn mir ze hulden,
sd vttere ich dich an miner hant
gevangen für die vrouwen:
sd wirde ich in bekant.*
66 Dd sprach Ecke der werde degen: 133
^mins swertes wil ich selber pflegen,
von Berne ein vürste rtche.
mich santen her uf disen tan
dri küneginne lobesan,
da^ w 4 ;est sicherliche.
d da; dd mich gevangen dar
hin brashtest gdn Jochgrimme
vür die küneginne klar,’
rief er mit lüter stimme
‘ich wolte Verliesen d den lip,
dann min ze Jochgrimme
spotten diu werden wlp.’
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Ecke.
95
67 Bö sprach der herre Dieterich, 137
von Berne ein vürste lobellch:
<nem&, vil srerder Ecke!
gip mir dtn swert in mtne hant*
80 sprach der degen wite erkant
^vil erwelter recke.
got wei^ wol, dai^ ich dir din leben
hie gar nngeme wende,
d& Yen seit dA dieh ergeben,
aide e; nimet ein ende.
da;; röte ich Af die trinwe min,
ald eg gat an ein sterben,
dag mao niht anders sin.'
68 <Gib iah min swert in dine hant/ 188
alsö sprach Ecke der wigant
^mich schulten iemer möre
ze Joehgrimme man und wip;
ich wil Verliesen A den 11p’
sö sprach der degen höre.
*mln swert dag wirt dir niht gegeben«
ist dir alhie gelungen,
sö solt dö nemen mir dag leben,
des wirt dtn lop gesungen.
ich kan dir anders nikt gesagen:
ich gan dir bag der Aren
an mir, denn eime zagen/
69 Bö sprach der herre Bieter!oh, 139
von Berne ein vürste lobelioh:
‘so riuwest du mich, Ecke,
mac eg nA anders niht gesin,
sö h&st verlom dag leben din,
vil Agerwelter recke.
dA von sA wende dinen sin
durch alle werde vreuwen,
ald eg wirt din ungewin,
dag läge ich dich besohonwen.
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96
Ecke.
dtn T)lio ist vreiaHoli g^n:
ksBmest M von der eme,
ich müeee den t6t enpf4a.’
70 Den heln er im d6 ab gebrach. 140
Bwa^ er d6 ti dsu^ bämiier stach,
er künde sfn niht gf^nnen
als6 kleine als nmb ein h4r.
mit dem knöpfe stiei; er dar:
da^ blnot begunde rinnen
en allenthalben durch da;^ golt.
der rise wart &ne witze.
daj; h&te er an im wol verscholt
er huop im hf die alitae,
die w4ren beid Yom gelde r6t:
er stach daj; swert durch Ecken,
des twanc in michel n6t.
71 Als er den sige an im gewan, I4i
do stuont er über den küenen man
und sprach tU jmmerlfchen:
*min sige und onch din junger t6t
machent mich dicke sohamerüt,
ich darf mich niht geliehen
zo keinem der mit Iren gar
lebt, des klag ich dich yeigen.
swar ioh in dem lande yar,
sd h&t din weit ir zeigen
üf mich, und sprechent sunder w&n:
»seht diz ist der Berneere,
der künge stechen kan.«'
72 Er spracht Ecke, mich riwet din lip. 142
din übermuot und sehosniu wip
went dir den lip yerkoufen.
des muoi^ ieh dir yon schulden jehen,
wan ich nie degen h&n gesehm
BUS n&eh dem tide loufen,
alsam dü, heit, hie KAst getdn;
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Ecke.
97
73
74
75
dü pflsege enkeiner in4^e,
noch kündest weder hän noch 14n
üf dirre veigen strd^e.
er ist zer weit ein sselic man^
der wol an allen dingen
halten und lä^en kan.
Des mno^ ich mich von schulden schämen.
und wmre ich niuwan von dem namen,
ichn ruochte, wie ich hie^e,
dag ich eht anders wmre genant,
ald wsere vermürt in ein irteinwant,
dag mich der name liege,
deich niht von Berne wmre gebom,
wag klagte ich danne inßre?
BUS hat min hant an mir verlom
mit strite al die Ire,
die ich bejagte in minen tagen 1
jo solte mich diu erde
umb diz mort niht entragen.
Sit eg ist aber mir geschehen, 146
80 wil ich al der weit veijehen
dag ich in hin erstochen,
man weig eg wol, und ist ouch wir.
da mite verswende ich miniu jar
und wirt mir übel gesprochen,
von rehte ich dag verdienet hin.
swiech solch guot nie gewünne,
iedoch so wil ich wagen gin
und nemen dir die brünne;
s6 hin ich reroup dir genomen.
in* weig war ich vor schänden
sol in die weit bekomen,*
Dd begunde er Ecken umbe wegen,
die brünne balde abe im legen:
diu lühte gar von golde.
Endrun nnd Dietrlohepen.
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147
98
Ecke.
bern Ecken kein er d6 genau,
die liebten brünne leite er an,
als er si tragen wolde:
diu was im do ein teil ze lanc,
si gienc im üf die grüene.
vil balde er si abe im swanc.
si truoo der heit vil küene
ze einem ronen mit siner haut:
er schriets ab mit dem sahse
ein klafter al ze haut.
76 Als er da^ guote swert versuocbt
und in die hosen sich geschuocht,
den holn baut er zem houbte,
den schilt er bi dem riemen vie.
er sprach, do er von dannen gie:
^der nü des geloubte,
deich dich slafende niht envant,
do ich dir stach die wunden,
so wurde ich sselic gar bekant.*
sin ors vant er gebunden,
dar üf er trüreclichen sa;^:
e:; wart von sinem bluote
ze beiden siten na;^.
77 Her Dietrich wolte dannen traben,
her Ecke bat in stille haben:
^vil stolzer degen here,
obd’ ie gewunnest mannes muot|*
sprach der werde heit vil guot
^sö nim die widerkSre
zuo mir, des wil ich biten dich,
wan ich bin gar betoubet,
und la; alsus niht ligen mich:
dü slah mir ab daj; houbet,
wan ich entriwe doch niht genesen,
durch aller vrouwen ^reV
er sprach: ‘zwar da^ sol wesen.*
149
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Ecke.
99
78
Her Dietdch’;; houbt im abe sluoc
ze einem satel er;; d6 truoc
der edel Bernaere.
vil vaste bant er e^ dar an.
do sprach der wnnderküene man:
‘ich sage leidiu mssre
von dir den kUneginnen fin,
die dich ze kenpfen walten
ttfen da; angelinge min.
des wil ich dich behalten
den die dich hä.ten gesant
und wil oach niht erwinden,
ich bring’ dich in ir lani.’
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150
Alpharts Tod.
- -- . --’)
1 Dd hiej; er balde bringen der keiser Ermeni^ch 8
ein guote]^ ros dem beide, daz wi^^et sicherlich.
dar üf was schiere gese^j^en Heime der küene man,
als er zuo dem keiser urloup do genam.
2 Keime der küene ttf sin ros kam. I
d6 drahte er üf die grüene üf einen witen plan.
Heime der ritter küene also gein Berne reit
daj 5 er höm Dietriche von dem künege widerseit.
3 Do sprach gezogenliche von Bern hSr Dietrich 5
^Heime, kanstü mir gesagen, wes ziht mich Ermennch?
wil er mich von dem triben da^ mir min vater hat lün,
da;^ ziuhe ich an dich selben da^^ ich e^ niht verdienet han.’
4 <Nein^ sd sprach Heime, *er hat uns niht geseit.' 6
edeler vürste und hdrre, eist mir entriuwen leit.'
urloup nam d6 Heime, er weite riten dan.
d6 sprach der von Berne ‘Heime, dü seit mich wi^en län
5 wer mich des ergetzet’ sprach der notige man, 7
‘deich dir bi minen ziten sö vil gedienet han?
du bestüende mich in kintheit durch dinen übermuot:
ich betwanc dich mit gewalte* sprach der heit guot.
6 Dü stractest mir din hende und wurde min man, lo
do ich dir vor manegem recken, heit, gesigte an.
ich begienc an dir min dre guot unde laut.
ich nam dich ze schiltgesellen. hät des gedienet mir
din hant?*
') Der verlorene Beginn hat erzählt, wie Kaiser Ermenrlch be-
sohllesst, Dietrich ans Bern zn vertreiben und Helme den ungern über¬
nommenen Auftrag erteUt Dietrich die Kriegsansage zu überbringen.
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Alpharts Tod. ' \ 101
7 D6 sprach der heit Heime ^ich hete^ billich veTihifc^, li
dajj ich durch solhe strafe w®r gein Berne geritem
dü Bolt dar an gedenken^ yürste lobesam^
deich dir in miner jugende alsd vil gedienet han.’
8 Do sprach der vogt von Berne ‘Heime, e^ tuot mir not. 12
gedsehtestd an ere, dd soltest ligen t6t
i dü din triuwe braschest an keinem garten man.
gedenke bi dir selben, stSt dir lesterlichen an.’
9 D6 sprach der degen küene ‘hdchgelopter man, 17
han ich dir bi minen ziten dienest ie getan,
dag; laestd übel schinen, litter unverzeit,
da^ dü mir min ungemach von dem künege Srste h&st
geseit.
10 Warumb laestü niht riten einen vremden man?’ 18
d6 sprach der heit Heime ‘vürste lobesam,
d4 twano mich mit gewalte der keiser Ermenrich.
der wil ouch mich behalten, dag; wijjfent sicherlich.’
11 Des werte ich mich gar sdre’ sprach Heime, ein 22
küener man,
‘bi; da^ der riche keiser zürnen d6 began.
er woHe mir sin hulde dar umbe h&n verseit.
des versehet ir min schulde: dar umbe ich her gein
Berne reit.*
12 D6 sprach der vogt von Berne ‘Heime, küener man, 23
tsetestü;; niht gerne, er hete dichs wol erl&n.
wolt sich der keiser küene dar umb gezürnet h&n,
von der beide grüene soltestü geriten han.’
13 ‘Nein&, vürste riche’ sprach Heime der küene man 24
‘des müeste ich sicherliche immer schände h&n.
wie solt ich gebären? des müest mich wunder hän.
bi allen minen ziten ich gr(Bg;er sorgen nie gewan.’
14 Alsd redt d6 Heime, als im von vorhte gezam 26
‘ir sult wij^^en, herre, d6 ich urlonp nara
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102 ^ Alpharts Tod.
aitd^'^6 icli scMet von dannen, dd stuont e:^, küener
r %/ degen,
In güete und in liebe da^ ich solt iwer nimmdre pflegen,*
rfh Do sprach der vogt von Berne ^des gestdn ich dir. 27
dö dü urloup neeme, dü gelobtest mir,
da]^ du niemermdre weitest, dd ereloser man,
df minen schaden riten: dd soltü, heit, gedenken an.*
16 D 6 sprach der vogt von Berne *dfl seit mich wi^^en 81
wiltd dem riehen kelser mit dienste bi gestdn? [lan,
wiltd die hervart riten? sage mir, küener degen.’
‘ja ich’ sprach Heime, ‘ich hdn mich zware sin erwegen.
17 Ich hdn dar umbe enpfangen daz liebte golt s 6 rot. 33
ich nam die riche miete die er mir do bot
da:; ich im wolte dienen’ sprach Adelgdres bam.
‘swiga* sprach hdr Dietrich, ‘dd hdst der eide mdr
geswarn.
18 Du gelobtest mir ze dienen df die triuwe din, 33
wiltd nd hinnen riten, des soltd sicher sin,
Bwa dd mir wider ritest in dem sturm od in dem strit,
uns zwene scheidet nieman wan diu le^^iste zii’
19 Also sprach von Berne der edele vürste h6r 31
‘wa^ wsenstd da^ ich vliese ? ich vliuse an dir niht mer
wan ein schilt ein ros und einen ungetriuwen man:
des muoj^ ich mich erwegen s6 ich sdlerbeste kan.’
20 Dö sprach der heit Heime ‘^sol ich aber urloup hdn 35
wider zuo dem here breit, dd tugenthafter man?
da^ latent mich wi^^en, vil edeler degen.
durch aller vrouwen öre geruochet mir geleite geben.’
21 ‘Habe vride vor mir selben’ sprach hör Dietrich 86
‘und vor anders niemen, da^ wi^^e sicherlich.’
‘owö, ir höht’ sprach Heime ‘dannoch manegen man,
kom ich hin d^ ze velde, der min dri wol torsie bestön«
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Alpbarts Tod.
103
22 Gip mir ein stseten vride, edeler Dietrich, 87
wan dd ie da^ beste tsete, wider ze Ermenrfch.’
4ch gibe dir yride, Heime, bi^ an din gemach
vor allen minen mannen.* dia^ wort er tngentliche sprach.
23 Des sagte im gn&de Heime, urlonp er do nam. 88
er gie ze sinem rosse, er wolte riten dan.
dar M was schiere gesei^^en der ritter unverzeit.
im was leit dajj er gein Berne die boteschaft ie gereit.
24 Dü sprach der heit Heime ‘reht ist mir geschehen, 39
do ich drabte gein Berne und wolte vinde sehen.
si sint niht mine vinde, si hant vriuntlich getan,
da^ ich ungevangen vor den Wülfingen st&n.*
25 Heime schiet von dannen vür den keiser rieh.
zuo allen sinen mannen gie her Dietrich.
der vogt der Amelunge in den sal gie.
fif Sprüngen die recken dd man den vürsten enpfie.
26 Do sprach der vogt von Berne ^nü sitzent, min man. 8i
herzeliche swsere die ich iu ze klagen han,
da:; mich wil vertriben von Hdme der keiser rieh,
da; klage ich fif iur helfe’ sprach von Berne her Dietrich.
27 Si swigen alle stille, ir keiner sprach dd, 82
da; einer mit eim worte machte den vürsten vrd.
als der vogt von Berne diu wort vollensprach,
in herzeclichem leide einer den andern ane sach.
28 ‘Ir sult dar an gedenken’ sprach der küene man, 86
‘als iu min vater Dietmar in güete ie habe getdn.
ir straht im iuwer hende und hänt im triuwe gegeben,
dar an sult ir gedenken die wile unde ir hant da; leben.
29 Der mir nü in disen uoeten welle bi gestan, 86
mit dem sd wil ich teilen swa; mir min vater hdt Idn.*
dd sprachen si dd alle die ü; erwelten degen
‘wir wellen bl iu, hdrre, wagen lip unde leben.’
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104
Alpbarts Tod.
30 16ne in got vonhimele! und gebent miriuwernr&t 87
ze minor großen swaero; wande:^ mir kumberlichen stat.
wie sol ich gebaren?’ dd sprach Alphart
*d4 sult ir gein in senden einen recken äf die wart’
31 ‘Wen sol ich gein in senden ?’ sprach her Dietrich. 88
‘da :5 sult ir mich* sprach Aiphart^ ‘ich wer endelich,
ich tar wol bevinden des keisers gelegenlieit.’
da :5 er die wart wolt suochen, da^ was den Wülfingen leit,
32 Do sprach Wolfhart der küene fiieber bruoder min, 89
nü ein andern recken noch hiute wartman sin.
uns 0:5 den Wülfingen nemen ein versuochten degen.
dü bist ein kint der jare, einen andern la^ der warte
pflegen.’
33 Des antwurt im mit zome der junge Alphart 90
‘du enganst mir keiner dren, bruoder Wolihart^
da^ ich hie heime belibe als ein arme;; wip.
sö hat man iuch vür recken und aht üf mich ze keiner zit.
34 Ich wil üf die wart riten’ sprach der küene man. 91
^da; wi;;e, bruoderWolfhart, niemen michs erwenden kan.
ich wil min heil versuochen’ sprach der heit halt
‘ich wil noch hiute sterben ichn werd zeim recken gezalt’
35 D6 sprach Alphart der junge ‘ich hie;;e niht ein degen, 92
wa;; solte ich tragen wafen^ wagt ich niht lip unt leben l
gote ich wol getrüwe^ da:; iender lebe ein man,
der mir alterseine müge gesigen an.’
36 D6 sprach der vogt von Berne ‘lieber Alphart, 97
ich lan dich alterseine ungerne üf die wart.
aller recken bserde sint gein dir ein wint:
der sinne und der jüre bistü leider noch ein kint.
37 Swer in herten stürmen alle zit vehten wil’ 93
sprach der vogt von Berne ^und tribet er sin vil,
witze unde sinne wsere im beider not.
e^ wundet dicke ein wiser ein starken tumben in den tüt.’
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Alpharts Tod. 105
88 Dd sprach Alphart *herre, ir sult mich wi^^en 14ii, 99
Bol einer nach dem andern an mich ze strite gan^
als6 von alter her reht ist gewesen^
in stürmen und in striten getrüwe ich harte wol genesen.*
89 Dö sprach Hilbrant der aide *hdr neve, ir sint ein kint, loi
und enwelt niht wi^^^en rehte wer die recken jenhalp sint:
der keiser von Home h4t sinen solt gegeben
den tiursten in der werlde b 6 si nü hant da^ leben.’
40 ‘Desn sult ihr niht gemochen’ alsd sprach Alphart, 102
^deste williclicher wil ich üf die wart.*
also antwurt der küene dem alden Hildebrant.
er hie:; im balde bringen ros harnasch und gewant.
41 Als6 die andern slihen des küenen recken muot^ 108
do begunde sere trüren manic ritter guot.
si n&men in bi der hende, Alphart den jungen man,
si Yuorten in vür yroun XJoten die herzoginne lobesam.
42 Dö seiten si der vrouwen wes er beete muot. 104
do begunde söre trüren diu herzoginne guot.
‘Alphart, lieber öheim, wem wiltü mich lan?
wer sol mich des ergetzen deich dich s6 lange erzogen h&n ?*
48 Dö sprach Yerme;;;entliche Alphart der junge degen 106
‘der riche Krist von himele der sol iuwer pflegen!*
dö wolte niht beliben Alphart der junge man:
in harnesch und in ringe wapent in diu vrouwe wolgetön.
44 Si gap im einen w&penroc, der was guot genuoc. loe
si hie;; ein ros im ziehen, da;; in wol verwapent truoc.
den schilt gap si im ze arme, den heim si im üf bant.
dö er dan wolte nten, ein sper gap si im in die hant.
45 Mit umbegurtem swerte er zuo dem rosse gie. 116
dar üf sa;; er balde, urloup er enpfie.
‘wmre e:; nü mit willen des lieben herren min,
die warte wolte ich suochen n&ch den grölen eren sin.’
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106
Alpbarts Tod.
46 Do was Alphart der junge uf sin ros bekomen. 117
do bete er umbe und umbe sch6n urloup genomen.
er reit mit guotem willen verre vür die stat.
n4ch im manic schoene vrouwe segente, diu im heiles bat.
47 Do wolt da :5 ros verauochen Alphart der junge degen, 119
ob er drüf torste wagen einen lip unt leben.
aht klaftern witen e:^ under im spranc:
^diu dich mir ie gegap, diu habe des immer danci’
48 Da :5 sach an der zinne von Bern der wigant: 120
‘gehabt iuch wol d4 inne: wir haben gesant
den allerküensten ritter, der den namen ie gewan.
vor keinem einegen recken ich sin keine sorge hän.*
49 D6 stapfte über^ gevilde Alphart zehant. 121
do sprach von Berne sin oheim Hildebrant
‘nü langt mir ein gesmide, ein vrömde:; sturmgewant.
ja wil ich in twingen mit miner eil enthaften hant.
50 Ich wil im n4ch riten durch triuwe üf den plan. 123
er müest mich immer riuwen, sold wir in vloren hän.
ist e; da:; ich in vinde, ich mache in strites sat:
von der beide grüene muo:; er her wider in die stat.*
51 Do stapfte überg gevilde meister Hildebrant^ 124
d6 er Alpharten alterseine vant.
als in der degen here von verren ane sach,
‘dort komt des keisers diener, ween mir lieber nie ge-
schach.
52 Mit dem so wil ich striten^ sprach der junge man. 125
da; ros warf er umbe gein im hf den plan.
also da; der aide von dem jungen sach,
gerne muget ir hoeren, wie meister Hildebrant sprach.
53 ‘Da; ich gein einem kinde ze velde körnen bin, 126
ist da; ich sin niht schone, wer gap mir; in den sin?
und ist da; ich sin schone* sprach der küene man,
‘son wirt mir niht ze lone, danne da; ichs laster hän.
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Alpbarts Tod.
107
54 Ich muo; im niht entwichen, ich muo;^ in bestän.’ U7
si riten sicherliche beide einander an,
Hildebrant der aide zebrach sin sper zehant.
si erheizten von den rossen her nider M da^ lant.
65 Die erwelten beide sich ander Schilde bugen i28
der grüenen beide, zwei scharphu swert si zagen,
si sluogen uf einander, die wolgemaoten man,
da^ des viares vlamme über ir beider helmen bran.
56 Alphart der jange gap Hilbrant einen slac, 131
da^ er af der beide grüene vor im gestrecket lac,
do rief vil geswinde der aide d4 zebant
*dü solt mich lag;en leben: ich bin; din oheim Hilde¬
brant.*
67 ‘Dem tsete icb doch nngeme*, sprach der jange man, i32
‘ich lie; in hiate ze Berne vor minem herren stan.
da solt dich dran niht la;en, da bist dar an betrogen,
solte ich den hie vinden? da;; ist niht wär and ist
gelogen.
58 Dü wilt dich dü mit vristen, trütgeselle min. 133
dich hilft niht diner liste, e^ mao; din ende sin^
der gr6;en angenaden’ sprach der ritter gaot,
^die ir anverschalter dinge dem edelen vogt von Berne
taot.’
59 ‘Nein ich, üf min trinwe’ sprach meister Hildebrant. 134
e;; müest dich immer rinwen, slüege mich din hant.
bint mir von dem hoabte den heim sa zehant
and sich mich ander d*oagen, s6 wirde ich dirbekant.*
60 Alphart der jange im den heim abe bant 135
er sach im ander d’oagen, er wart im schiere bekant.
‘nü dankt ir mich niht wise’, sprach der jange man;
‘nü sint ir wol sö grise; ir solt der reise ans han
erlan*.
61 Sprach Hildebrant gerne, ich hün;; getün dorch iss
gaot.
DÜ var mit mir gein Berne, ritter hüchgemaot,
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108
Alpharts Tod.
ab der warte grüene, dd erwelter degen’.
sprach Alphart der junge 4ch wil noch hiute der warte
pflegen*.
62 ‘Sd gn4d dir Krist der riche!’ sprach meister Hilde- 137
hrant.
*wan mir ist sicherliche din manheit wol erkant.
da^ sage ich d& ze Berne dem vürsten lohesam:
er hoert e^ niht ungerne, da:; dü mir hdst gesiget an\
63 Hildehrant der aide d6 gein Berne reit. 138
do erbei^te er ritterliche, der degen unverzeit.
als in der vürste riche von verren ane sach,
er gruoj^ in tugentliche. nu hoerent wie er sprach.
64 Hr sint gewesen lange, meister Hildehrant. 139
wa ist iwer gevangen, den ir bringet an der hant?*
der spot tete dem alden zuo dem schaden wd,
er sprach gendte ^hdrre, ich wil iu sagen me.
65 Wir haben gesendet den aller küensten man, iio
der bi unsem ziten ritters namen ie gewan,
mich bestuont der vürste junge • üf dem witen plan:
ich sage iu, lieber herre, ich enmohte im niht vor-
gestan.’
66 Dd sprach der vogt von Berne, ein vürste lobesam ui
^da; beere ich niht ungeme, hdt er iu gesiget an.
da:; iuch der degen junge zuo der erden sluoc,
üf alle mine triuwe, eg was von einem kinde genuoc*.
67 Die üg erwelten beide retten dd niht me. 142
Alphart stuont üf der beide, sin ros in dem kld.
er strict dag vürgebüege und gpirt sim rosse bag.
eg dühte in harte gevüege: wie ritterHch er dar üf sagt
68 Dd sach er vor im vüeren ein harte riehen van in
den herzogen Wülflnc und ahzic einer man.
gegen in stapfte er schdne. si vrägte Alphart,
wer des heres meister wR*re oder houptman üf der wai*t.
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109
Alpharts Tod.
69 D6 sprach der herzoge alsö ▼erme^^entltcb 145
^da h4t uns ü:; gesendet der keiser Ermenrich,
da^ wir ze schaden bringen den edelen vogt von Bern.’
diu maere horte Alphart von sinem harren ungern.
70 D6 sprach gezogenliche Alphart der junge man 1^6
*nune wei^ ich niht der leide diu min hSrre iu habe
ja ist er iurs geslehtes; 4; erwelter degen, [getan,
ir soltet in sim dienste wagen lip unde leben.’
71 D6 sprach der herzoge ‘sagt, herre, wer ir sit, ui
da^ ir alterseine ritent 4f der beide wit
und ouch so sSre vraget nach des keisers man:
da^ weste ich harte gem^ wurd es^ mir kunt von iu
getan.’
72 Des antwurte Alphart — er hete eins mannes sin — 148
‘ir sult wi^j^en, herre, deich iuwer vient bin,
und dar nach al der recken die dem harren nun
ze schaden weiten riten, der vient wil ich immer sin.’
73 Des antwurt im geswinde der herzoge zehant 149
‘ja han ich von dem keiser guot unde lant,
ich han den solt enpfangen, da^ liebte golt s6 rot:
swanne er mir gebiutet, so muo^ ich riten in die not.’
74 *S6 haltent 4:; den vanden durch iuwer degenheit, 160
4^ dem gesinde 4f die beide breit!’
zwei sper ze banden n^men die degen unverzeit.
do wart von in beiden ein swinder tjost bereit.
75 Durch ir beider zürnen w4rn sie ze velde körnen. i6i
ein schedeliche:; riten wart schiere do genomen.
Alphart der junge stach dem herzogen hSr
vorn zwischen sinen brüsten durch sinen lip ein schar-
pfe^ sper,
76 Im entweich kraft und mäht, sinslebens was er ein gast. 162
er stach in vom4n inne d&^’g rückeshalp 4g brast.
den satel muoste er r4men her nider 4f dag gras.
in einer kurzen wile von im diu sele gescheiden was.
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110
Alpbarts Tod.
77 Einer sprano von dem rosse, der bie^ Sigewin, 154
<nü müe^et ir mir gelden den liebsten Herren min,
der von iuwern schulden ist gelegen t6t.
nü wert iuch vrümeclichen: da^ tuot iu endelicHen not.*
78 Alphart spranc von dem rosse und lie^ e^ von im gan. 157
er dahte in einem muote^ er müeste ouch den bestan.
Sigewin der starke huop an im den strit:
Alphart der junge sluoc im die tiefen wunden wit
79 mit einem guoten ewerte, er mohte niht genesen. 153
‘da^ habe dir durch din Herren, ob er dir si liep ge¬
wesen.
dü hast den solt enpfangen den er geleisten mac:
e^ ist umb dich ergangen, dir nahet schier din jüng¬
ster tac.*
80 GÄrbart spranc von dem rosse, gar ein starker man: 1.9
^und wserestü der tiuvel, ich wolt dich ouch best&n.*
si liefen an einander üf der Heide wit, [strit.
zwischen den zwein wiganden huop sich ein ungeviieger
81 Si wären ze strite beide gewahsen gnuoc« 160
Alphart der junge im tiefe wunden sluoc,
da;; er muoste vallen und da geligen t6t.
Alphart der junge was ein heit ze rehter n6t»
82 Also Alphart ersach da;; die dri warn gelegen, I 6 I
‘alrerste sul wir striten* sprach der küene degen.
%ol abe von den rossen zuo mir üf da; lant!
8wem got des heiles gunne, der viiere den sic an der
hant !*
83 D6 sprangen von den rossen siben und sibenzic man. ics
si bestuonden Alpbarten üf dem witen plan.
si weiten alle ze male ti in geslagen hän: [hän.
do sprach ein alder ritter *des müest wir immer laster
84 In beste der man besunder, als reht si gewesen, les
e; wsere ein michel wunder, solte er hie genesen.'
e; was ein der Wülfinge, der hete den rät getän.
alsd Alphart einen ersluoc, er lief ein andern an.
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Alpbarts Tod. 111
85 Si nmbztigen in tLf der beide da^ in nibt entwiche 164
der man.
d6 muoste er alterseine mit den vinden umbegan
mit sinem gnoten swerte da^ im in der bende erklano,
da:; durch die liebten belme da:; rote bluot bertL; dranc.
86 Dö sprach einer under in *wir sin nibt wol gevarn. les
wser ich d4 beime ze bbwe, ich wolte e^ ba:; bewarn,
da; ich nimmer kaeme gein Berne in da; lant:
e; ist nibt ein ritter, e; ist ein tiuvel her gesant.*
87 Er yalte ir als6 manegen, der junge Alphart^ 167
der mit sinem swerte von dem leben gescbeiden wart,
er biu durch die ringe da; vlie;ende bluot
und yabt mit solbem grimme^ kein junge e; nimmer-
mdr getuot.
83 Der abzeo nibt mere genas dan abt man. 170
die buoben sich zen rossen^ Alpbart tete alsam.
man sacb si über; gevilde ylieben zegelicb.
n&cb in jagte Alphart under einem banier, da; was rieb.
89 Er jagtes nibt ze yerre, als ein notic ritter tuet, m
er hielt üf einer ecken, der ritter bochgemuot.
er bete gestriten sIre, dem beide dem was bei;,
da; im üf der beide grüene durch die ringe dranc
der swei;.
90 . 177
eine linden grüene sacb der unverzeit.
Alphart der junge gein dem sebaten d6 reit.
91 Als Alpbart der junge under die linden kam, 178
den rouch sacb er vliegen über den witen plan.
er sprach ‘wolt got von himele, bsete ich tüsent man,
86 wurde der riebe keiser von mir strites nibt erlan.’
92 Er entw4pent sieb des belmes, als ein n6tic ritter tuot. iso
er kert sich gein dem lüfte der degen b6cbgemuot.
bi den selben ziten körnen die abte gerant,
si erbei;ten mit den wunden yür den keiser üf da; lant.
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112
Alpharts Tod.
93 Als ed der riche keiser verre ane sach, 182
trAreclichem muote nü hceret wie er sprach
‘sint willekomen, ir recken, wa sint der beide mÄ
die Af der warte wären ? mir tuont iuwer wunden wä.
94 WA ist der Herzoge und ahzic siner man?’ 183
‘Herr, er ist t6t und d*andem sint bi im gestän.
si ligent Af der beide alle ze tode erslagen,’ 184
do begunden die recken den Herzogen Wülfinc klagen.®*^
95 DA sprach der keiser riebe ‘nA sage mir, biderberi85
man,
wie vil was der recken die in hänt gesiget an?*
4cb bans iu schiere gesellet: e^ was ein einic degen.’
. {Z. 4 fehlt in der Hs.) .
96 DA sprach der keiser riebe ‘nA sage mir mAr d4yan,i86
wer was der selbe recke der in bat gesiget an?
wa^ Yüert er an dem scbilde? kanstA mir:; gesagen,
deich in da bi erkenne swä man in sibt da; wäpen
tragen?
97 Od hästA iht gemerket’ sprach der keiser rieh, 187
‘ob e; si gewesen min veter Dietrich
od deheiner siner diener? da; soltA mich wi;;en län.’
dA sprach der selbe recke ^e; wirt in schiere kunt getan.
98 Von dem iuwer recken sint erslagen tAt, 198
er vüeret einen wi;en schilt, ein lewen von golde rAt,
dar obe ein guldin krAne: alsA sach ich in varn.
ja vüert er ninder wäpen härn Dietriches, den am.
99 Er ist dirre lande ein gast, des muo; ich jehen. 195
den selben heit den hän ich selten mer gesehen,
von dem wir*Af der beide hän gr6;en schaden genomen.
er ist dem vogt von Berne verren her ze helfe körnen.
100 Im mac der vogt von Berne gern sinen solt geben.i98
er kan helme houwen den Helden durch ir leben.’
A; den verwunten der ahte einer sprach
^bi allen minen jären ich sterkem man nie gesach.
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Alpharts Tod.
11 .^
101 Ich setz© in mine triuwe dk wider guot und laut, w
da:; ist alle; veige. er vüert in siner hant
ein swert da; snidet sere, er ist selbe ein starker man.
mit sin eines hende gesigt er al der werlde an.’
102 Die rede erhörte der keiser^ si was im harte leit. 198
‘owö miner Ören! min lasier wirt breit.
kumt er ander mine recken, er verderbet mir di© schar,
die wile der selbe lebet, gein Berne gerücke ich nim¬
mer dar.’
103 D4 sa; unter den gezelden manic küener man, 199
da man diu starken msere von den holden dö vernam.
d4 sa; mit gr6;en Ören der Herzoge Bienolt
und ELandolt sin bruoder, den gap der keiser beiden solt.
104 Sewart der aide gar ein starker man, 200
unde von Tuscan der Herzoge Berhtram,
Witege unde Heime die zwene starken degen.
man sach den riehen keiser harte tröriclichen leben.
105 Hervür hie; tragen der keiser silber unde golt 20 i
^swer suochen wil die warte, der neme riehen solt,
golt und edel gesteine, swa; hf Schilde mao geligen.^
die küenen wigande alle gar stille swigen.
106 swigent si alle stille, die mir gaben rat. 206
si weint wönic mich ergetzen des min herze kumher höi
ich mane dich diner triuwe, Witege, ein wigant:
sö wil ich mit dir teilen bürge guot unde laut’.
107 Dö sprach der heit Witege, der was ein küener degen; 207
^ir hönt mir iuwer gäbe dicke volleclicb gegeben.
der müe;ent ir genie;en, edeler keiser hör.*
er hie; im balde bringen ros schilt hamasch unde sper.
108 Darin wöpent er sich unde gie ze sinem rosse dan. 208
dar üf sa; er schiere, den schilt er ze arme nam,
da; sper ze siner hende, der degen unverzeit.
seht hin, wie ritterlichen Witege ze Alpharten reit!
Kndniii and DletrtohepsiL t
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114
Alpharts Tod.
109 Als er kam üf da^ gevilde von dem here hin dan, 209
do begunde sere grdsen den ü; erwelten man.
dd dmcten in die ringe, dem beide wart b 6 bei^,
daj^ im iif der beide grüene durcb die ringe drane
der swei:;.
110 Er sprach ^got von bimele^ wie ist dem berzen min, 210
od wa^ mao üf die warte hiute körnen sin?
icb solt die reise ld:;en’ d4bt der werde man.
da^ ros warf er umbe and saob da^ ber wider an.
111 Er d&bte in sinem muote ber wider als ein heit 211
<dü muost nu liden smerzen, sit dich b&t üi; erwelt
abzic tiisent mannen der keiser lobesam.
da wirt dre begangen od eg muog mir an min leben
112 Über dag gevilde wart Witegen als6 gäcb. 212
üf s6 macht sieb Heime und reit sieb Witegen n&ch,
der wolt sich b4n gerochen an dem kindeseben man.
Heime hielt undr eim sebaten big Witege von dem
sige kam.
113 Dd kam der beit Witege geriten üf dag wal. ais
d4 vant er vil der tdten ligen über al.
als in Alpbart der junge von verren ane sacb,
'dort komt des keisers diener, wsen mir lieber nie
geschach.’
114 Den beim bant er zem boupte zuo der selben stunt, 214
er stapfte gein im schone in einen tiefen grünt.
Witege vragte in meere, ob er im künde gesagen,
ob er der ritter wsere, der die beide baete erslagen.
115 'Ja ich’ sprach Alpbart, 'saget mir, degen bdr, 215
wie getürret ir gein recken iuwer sper geleiten mdr?
eg ist iu ze verwigen, ir sit ein triwelds man.
jane weig icb nibt der leide diu iu min bdrre habe
getan.
116 Ir swuoret im ze stunden^ heit, den iuwem eit. 21 «
den bdnt ir gebrochen, deist allen recken leit.
iu bdt der von Berne und alle sine man
da ber bi allen ziten ie des besten vil getän.
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Alpharts Tod. 115
117 Hftstd niht geme'rket, wie gezimet recken da;^, 219
da; man in hei;t meineideo? er gewinnt der werlde ha;,
da; man in sdre schildet der d4 blichet einen eit.
ich gibe dir des min triuwe, e; wirt der sSle dort vil leit.
118 Dd bist an ganzen dren vor allen recken tdt 220
und muost ouch vor den yrouwen stSn dicke schamerot.’
alsd sprach yermej;;entliche Alphart der junge man
^keinem wol gerten recken mahtü niht geliehen an.’
119 Sö sprach der heit Witege, der was ein küener man 221
^wie lange df dirre beide sol ich ze bihte stan?
des muo; engelden einer yon des andern strit.
nd saget, küener recke, werder ritter, wer ir sit.’
120 ^Hmtestd rehte sinne, dd liest din yragen sin* 223
sprach Alphart der junge ^nach dem namen min.
jä ziuhe ich; an dich selben, wurdestd eryalt,
sd müest man mich erkennen* sprach Alphart der heit
halt.
121 D6 sprach der heit Witege *da; wser mir harte leit 224
und müest mich immer riuwen swa man e; yon mir
ich hdn noch ie yon minen kintlichen tagen [seit,
in stürmen unde in striten den pris ritterlich betragen.
122 Ir sint dort al eine, ich bin al eine hie. 226
mit alsd scharpfen Worten wart ich gestrafet nie
bi allen minen ziten sit ich min leben gewan.
ob ich in da; yertrüege, wei; got, ich hie;e niht ein
man.
123 Der wider da; reht nd sprseche, der haste unrehten sin. 227
man sprach mir ie da; beste swar ich körnen bin.
da; wil ich noch behalten,* sprach Witege der heit,
*sit mich der riche keiser d; ahzic tdsent hdt erwelt.
124 Der küeneste und der beste sol ich undr in sin. 228
deste gerner wil ich wdgen noch hiut da; leben min
al durch des keisers dre, wan er mir; selbe gebdt:
sd setze ich df die wdge minen lip yür in in den tot.*
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116
Alpbarts Tod.
125 Diu vr&ge nam ein ende, der vride wart gegeben. 229
dd justierten zesamne die zwene küene degen.
eg was diu groeste ere diu Witegen d6 geschach,
dag er sin sper ze stüoken üf Alpharts biüsten dd
zebrach.
126 Dd wart von in beiden gar krefticlicb gestriten. sso
zesamne si stachen mit ritterlichen siten.
Alphart der junge mit ellenthafter hant
stach den ritter küene von dem rosse nider üf dag lant.
127 Dd der heit Witege hinder dem rosse lac, 281
^owd dirre schände^ deich ie gelebt den tac!
dag müege got erbarmen, dag ich ie wart geborn,
sol ich also schiere min leben hdn yerlom.*
128 Üf sd riht sich Witege, wan er übel gevallen was. 284
hin sd lief Schemminc und ag dag grüene gras.
er aht den val gar kleine, den sin hdrre hete getan,
dd erbeigte anderthalben Alphart nider df den plan.
129 Dd zuctens von den siten zwei scharpfiu wdfen bldg. 236
si sluogen üf einander, dag eg yil lüte erddg.
si g&hten zesamne üf der beide wit. [strit.
zwischen den zwein Helden huop sich ein ungevüeger
130 Alphart was ein junger ritter küene unt milt. 287
er konde wol geleiten sin swert und sinen schilt
nach ritterlichem prise, des muoste im Witege jehen.
er wmre im gerne entwichen, moht eg mit eren sin
geschehen.
131 Er sprach *got von himele, wag han ich getan! 238
od weihen übelen tiuvel han ich hie bestdni
swie dag mir gelinget, siges han ich mich verzigen.
wolte got von himele, w®r ich bi minem hdrrn beliben.*
132 Alphart der junge gap Witegen einen slac, 243
dag er df der beide grüene vor im gestrecket lac
. in allen den gebserden als ob er waere tdt.
von nasen und von dren sach man im vliegen dag
bluot rdt
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Alpbarts Tod.
117
188 Also reit d6 Alpbart stuend mir übel an, 246
slüege ich nü zegelichen ein werldsen man.
des wurd mir übel gesprochen.* des nam Heime war,
er hnop sich von dem schaten Witegen ze helfe dar.
134 <Kn enbloBi^et iuch des helmes* sprach Heime der 248
heit guot.
'nein’ b6 sprach Alphart, 'ich hkn sin keinen muot.’
er d4hte in einem muote 'werdent si dich sihtec an,
86 YÜehent si mich beide, s6 muo^ ich einic hie bestan.*
185 JSf sprach 'nü sage mir, Heime, wie scheidestü den 242
*d4 ritent ir gein Berne von dirre beide wit: [strit?’
sd rite wir zem keiser und wellen alsd jehen,
ir wseret uns entwichen, wir haben iuch niht hie ge¬
sehen.'
136 'Da:; enwelle got von himele!’ als6 sprach Alphart. 250
'so rümte ich lesterliche mines h6rren wart.
dü muost mir Witegen z’einem pfände lün,
oder ich wil den keiser hiute noch mit strite bestün.’
137 '^Hoerstü dag;, geselle Heime ?' sprach Witege der degen 261
'uns kan nieman gescheiden danne min leben.
ich mane dich diner triuwe* sprach der hdchgeborn
'und diner stseten eide, die dü mir hüst gesworn.*
138 'Da:; ist war,' sprach Heime, 'da:; stüende uns übel 254
slüege wir nü beide den kindeschen man. [an,
wser e:; da:; wir'n betwungen und wurde er danne er-
slagen,
von unsem 'iintriuwen müest man immer singen unde
sagen.
139 Aller untriuwe ursprunc müest wir immer wesen. 265
vor keinem biderben manne kund wir nimer genesen,
durch reht solte uns schelten man und darzuo wip:
ach, wie hete wir danne geswachet zweier degen lip!’
140 'Dü sagest mir von untriuwe: 6 ich verlür den lip, 256
mir wssre lieber, schulden mich alliu werdiu wip.’
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118
Alpbarts Tod.
als6 rett d6 Witege ^Heime, wird ich erslagen,
du stest vor im in kranker wer, er siebet dich äne
schaden.*
141 Heime erbei^^te nidere von dem rosse üf da^^ lant. 25 r
Vorder ritter edele, ergip dich in min bant.
ich sage dir, degen mmre, wie min site ist getan:
swann ich min swert erbloe^e, sd ich genesen keinen
man.’
142 Als6 sprach de Heime ‘nü saget mir inwem namen,9C3
Werder ritter edele: desn dürft ir inch niht schämen,
sit ich iuch an dem Schilde niht erkennen kan,
sint ir^ von Berne des herren Dietriches man?'
143 D6 sprach Alphart der junge ‘e^ wssr niht guot get&n, 2G4
da^ mich des betwunge ein einiger man,
da^ ich im iemer seite ze rehte minen namen,
wer min gesiebte wsere: des müeste ich mich immer
schämen.'
144 wmre e;; in kein schände,’ sprach Heime der 203
küene man.
‘bestüende wir iuch beide, wir sin niht s6 vingerzam,
mac iuch wol geriuwen. der vride si üf gegeben,
und wert iuch vrümeclichen, ob ir wellet lenger leben!’
145 Dd sprach ü;; vriem muote Alphart der junge degen 2 S 6
‘swem got des heiles gunne, der mac wol gdebenl'
Heime daj^ swert erbloj^te, an lief er den degen; 268
dü ist Alphart der junge bestanden umb sin werdeij^-*
leben.
146 Alphart der junge dö rüefen began 269
^Witege unde Heime, ir zwdne küene man,
begdnt an mir. iur dre,’ sprach der junge degen,
*und geruochet mir zem rücke einen stseten vride geben.'
147 ‘Da^ tuon ich an den stunden' sprach Heime der 270
küene man.
*zem rücke und zen siten soltü vride h&n.
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Alpharts Tod. 119
ow^ der grd^en schände, die ich dannoch hie began,
deich den kindischen recken selbe ander hie bestdn.’
148 Als Alphart der junge den vride d6 vernam, 271
dajj swert warf er umbe, er lief Witegen wider an.
er gap im über da^^ houbet ein slac als6 grog,
dai^ er viel zuo der erden: da^ bluot im vür die vüe;;e
schdij.
149 Über in stuont Alpbart und wolt in geschedeget h&n. 272
daj^ begunde der heit Heime balde understdn:
mit Nagelringes ecke, dag er an der bende truoc,
vil rische er Alpharten dd von Witegen gesluoo,
150 Alphart der junge aber rüefen dd began 274
‘Witege unde Heime, ir zwdne küene man,
in maneger herverte hdnt ir dag beste getan:
üf dirre beide grüene weit ir michs niht geniegen lan.
161 Bestet ir mich besunder, min tot si iu vergeben. 276
eg ist niht ein wunder, benemet ir mir min leben,
gedenkt an ritters dre, ir stolzen beide guot.
ich wil iu niht entwichen: habt doch beide biderbes
mannes muot.
152 Welt ir mich ermorden als einen armen kneht, 279
Witege unde Heime, ir brechet gotes reht.
eg geschach nie mdr dag zwdne einen sint an gegan:
weit ir eg an mir heben, des müegt ir immer laster hän.’
153 Dd sprach der heit Heime der degen unverzeit 280
^hoerstü dag, geselle Witege? er hdt uns w&r geseit.
dü solt von mir entwichen, ich wil in eine bestdn.’
‘owd nein,* sprach Witege, ‘dü kennest rehte niht
den man.’
154 Also sprach Witege Wielandes bam 283
«Heime, trütgeselle, swag wir in mugen gesparn,
dag kumet uns zc schaden an unser beider leben,
dü wilt alleg mir entwichen: eg ist ein üg erwelter
degen.’
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120
Alpharts Tod.
155 An liefen si in beide, den kindischen man, 2M
üf der grüenen beide. AJphart riefs aber an
‘noch bestet mich besunder, ir ritter h6chgemuotl*
da^ gelobte im d6 Witege, er was zornic gemuot.
156 ‘Da;; wir dich besunder best&n, des si gewert. 285
e;; entuo got ein wunder, dü wirst strites hie gewert.
Heime, läj^ mich ruowen und louf dü in an.’
Alphart der junge daj^ swert ze beiden henden nam,
157 Da mit er dem beide Heime ein tiefe wunden sluoc, ^6
daij da^ bluot einer eilen lanc durch die ringe wuot
und da^ er muoste strüchen nider üf da;; lant.
‘owe’ sprach sich Heime, ‘ich han den t6t an miner
hant.*
158 OOa^ woldestü* sprach Witege ‘mir niht geloubet hün. 237
Heime, trütgeselle, sol ich dir bi gestün?
s6 widersage ich schiere, der vride si üfgegeben.*
‘nein’ sprach Heime, Ha^ mich erliche vliesen min leben.*
159 Des erschrac dd Witege, er trat im üf sin spor. 283
Witege sluoc in hinden, Heime bestuont in vor.
Alphart der junge nam Heimen guote war:
dd sluoc im Witege ein wunden yserlingen dar.
160 Alphart der junge gap Witegen einen slac, 80i
da^ er üf der beide grüene vor im gestrecket lac.
Heime daz swert enbld^te mit ellenthafter hant:
er sluoc in durchs gebende daj; e^ üf der liste erwant.
161 Durch heim und durch hüben hiu er den ritter gUot 302
und durch des helmes spangen, da^ da^ rdte bluot
her nider begunde vliegen üf den jungen man.
e; beguuJe in sere verdrie:;en, wand e^ im vür diu
ougen ran.
162 Wei;; got wie jsBmerlichen er durch da^ bluot sach! 303
dem edelen recken n&hte dd sin ungemach.
au liefen si in beide mit ellenthafter hant,
si valten in nidere mit den wunden üf da:; laut.
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Alpharts Tod.
J21
163 So Termuoten si in bede da; er werelos lac sod
und üf der beide grüene niht mSre strites pflac.
nu’n wei; ich doch niht rehte, wa; Witege an im rach,
da; er im zuo dem slitze eia swert durch sfnen lip stach.
164 Er reip e; in im umbe und sneit im abe sin leben.805
do begunde lute rtiefen der kindische degen
^pfuch ir zagen bosse, ir ^reldse man
. [Lücke der HdsJ .
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Rabensehla^hi
L Der Tod der jungen Könige«
1 Bi banden sieb d6 yiengen 8i0
der reinen Helcben kint.
mit Dietber si giengen,
(alsd sagte man mir sint)
d4 ai ir meister vunden.
si b4ten Elsanen bi den stunde:):
2 ‘Elsän, meister berre* 842
sprach Orte der degen,
‘wir manen diob vil verre,
wir sin bie in dinen pflegen:
nfl gunne uns ze riten
Yür die stat, wir kamen in kurzen ziten.
3 Wir wolden sebouwen gerne 343
ditze bou sd bdrlicb^
die stat bie ze Berne,
und Isege diu in Hiuniseb rieb,
wes bedörft wir danne mdre?
sin bete min yater Etzel immer ere.*
4 Mit triuwen sprach d6 Elsan 8!4
‘vil liebe berren min,
die bete sult ir siebtes lan,
wände des mac nibt gesin.
min dre stdt ze pfände
dem unverzagten künec von Roemisch lande.
5 Ir sult bie inne biten. S 4 ö
ich getar iueb ninder Idn,
ich ik^e iueb ninder riten«
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I. Der Tod der jangen Könige. 123
dsL^ sult ir äne zorn lan.
wser iht in leide geschsehe,
den tdt ich gerner an mir selben sehe.*
6 well wir ninder verre 840
riten’ sprächen diu kint.
^Isän, lieber herre,
wir sfn niht sö gar bliut.
wir behüeten uns in der m4;;e)
da^ uns nibt gewirret üf der strä^e.*
7 überhebt mich maneger swaere* 817
sprach her Elsän.
*jä vürhte ich den Bemsere,
gegen dem ich mich yertriuwet hän.
möht mich lihte geriuwen,
und wmr doch immer kraue an minen iriuwen.’
8 *Swa^ dü unbilliche 846
nü begäst dar an,
gegen hern Dietriche
ich da^ wol versüenen k<nn.
e^ kumet dir niht ze swaere.
wer waenstü, der eg sage dem Bemaere?’
0 ^Läg uns al balde riten* 840
sprach her Diether
‘wir wein mit niemen striten,
wir vüern deheiner slahte wer.
wir kumen her wider schiere,
dag geloube mir* sprach der degen ziere.
13 Dd sprach der starke Elsän 8t<'
‘nü sit der bete gewert.
hinder iu wil ich niht bestän:
sit ir ze liten gerne gert^
80 mac ich dag niht lägen,
ich wil mit iu riten üf die strägen*.
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Rabenschlacht.
Vr6 wurden sicherlicii6>
diu kint wol getan,
die jungen künege riche
die g4hten vrcelichen dan,
da si diu marc vunden.
si 8a;;en üf diu ors bi den stunden.
Die hohen künege wandeis vri
die g&hten der stat.
gi k6men leider alle dri
üf ein unrehte:; pfat.
dem begundens nüch riten.
si truoc diu selbe strafe bi den ziten
In selben ze leide
ze Rabene üf den sant
über die breiten beide,
als mir da^ msere ist bekant,
— vervluochet si diu reise!
an in geschaoh yil jsemerlichiu vreise —
daj; sich her Elsan
berihte der stat.
nü wil ioh iuch wij^j^en lan,
wie man mir gesaget hat.
d6 gahte er nach den kinden.
er künde si umb die stat ninder yiuden.
D6 sluoo er sich ze herzen,
gr6; was sin ungemach.
d6 tobte er von dem smerzen,
d6 er der kinde niene sach.
d6 merte sich sin swsere,
vor leide weinte dö der degen msere.
‘War sol ich nü küren^
ich armer Elsan?
der mich da^ künde lerenT
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T. Der Tod dar jungen Könige.
125
Til löte ruofen er began.
im was leit äne möge,
im aütwurt leider niemen üf der strage.
17 In herzen und in gebele 850
lac sin Ungemach.
vor dem starken nebele
er der kinde niene sach.
si riten im ög den ougen.
do begunde er suochen diu kint als6 tougen.
18 Er trabte in sinem muote 8G1
4ch weig wol dag diu kint
in selben niht ze guote
nach dem her gestrichen sint.
nö werden! si vei*8eret.
si sint wan zuo dem here hin gehöret.'
19 Do gurte er sinem Blanken 362
baldecHchen bag.
mit manigem gedanken
öf dag kastelan er sag.
im was von herzen leide:
dö reit er nach den kinden öf die beide.
20 Die edelen küuege here
muosten ir riten lau;
si beten gestrichen söre.
do begunde ouch vaste sigen an
diu naht in ze leide,
si beliben alle dri üf der beide
21 ünz an den andern morgen 868
dag eg begunde tagen.
mit vil grögen sorgen
sprach Diether, als ich iu wil sagen,
*nü rötet, liebe herren’
sprach Diether, ^ich vürhte grögen werren,
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126
Rabenschlacht.
22 Da; unser meister Elsän sg3
uns yil gesuocliet hat.
wir haben sere missetan,
wir sin ze verre von der stat.*
^da; ist niht ein michel wunder’
also sprach her Orte besonder.
23 Diether der künic höre 370
hete sorgen vil.
er sprach ^mich wundert sere,
da; der nebel sich niht üf la;en wil.
da; beswaeret mich entriuwen.
j4 vürhte ich, uns muo; diu vart geriuwen.’
21 Si gurten d6 ir marken 371
mit williger hant.
die jungen künege starke
die körten d4 mit über laut
gegen dem mere nidere^
da vant man si erslagen leider sidere,
25 Wol ze vruoimbi;zit 872
do körnen si geriten
üf eine schoene beide wit.
nü vernemt mit guoten siten,
da erbei;t6ns üf der beide,
her Diether und vroun Kelchen süne beide.
2 G Si trabten vil besonder 373
ja herre, wa möge wir sin?’
‘des hat mich michel wunder’
sprach Diether ‘üf die triuwe min.
wir sin misseköret,
uns höt diu wisheit unrehte gelöret.’
27 Hie mit disen Sachen 874
begunde e; werden lieht,
sich begunde der nebel üf machen.
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127
I. Der Tod der jungen Könige.
des h&n ich missaget nieht,
vil heiter schein &a sonne.
‘nh yren ich mich' sprach Soharpfe *dirre wanne.’
28 Waffen, heiliger Klrist* a76
sprach Orte zehant^
^wie rehte schoene hie ist
ditze hörliche lantl
owö, Yogt von Berne,
ir muget wol hie wonen immer gerne/
29 In den selben ziten, 876
als man mir sagte sint,
d6 s4hen dort her rtten
den starken Wiiegen diu kint.
owö, er was in körnen ze nahen 1
si spr&chen wider einander dos in s&hen:
30 herre got der gnote, 877
wer mac jener recke sin,
der mit sd Yrevelem muote
dort haldet? trütgeselle min,
da^ soltü uns bescheiden,
weder ist er ein Kristen oder ein beiden?
81 Er haldet nnder Schilde 879
mit manlicher wer.’
do erblihte oooh in der milde,
owö, der junge Diether.
do begunde er sioften tougen,
im wurden söre trüebe siniu ougen.
82 Ein leit im in da;^ herze 8^o
rehte Yon gründe sohog.
do gedahte er an den smerzen
und an die untriuwe gr6g,
die er an im bete begangen,
sin lip wart mit leide beYangen.
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126
Rahenschlacht.
33 Yroun Reichen süne beide 381
sahen an Diethern wol^
da;; im was yil leide,
ir ougen wurden weinens vol,
81 yragten in der maere,
wa;; im 86 snelle da geschehen wsere«
84 ^ir mac wol wesen leide’ 382
sprach der lobesam,
‘der dort haldet üf der heide^
der h&t mir leide get4n.
8old ich mich an im rechen,
dajj taete ich gerne; wa^ mao ich m6r sprechen?’
35 ‘Nü yr6ge ich dich yil yerre* 383
sprach Orte der degen,
*T)iether, lieber herre,
wer ist der recke yil bewegen?
^^l dd uns in nennen,
er komt s6 hin niht, wir suln in an rennen.’
86 Mit roanegen herzenleiden ^
sprach Diether zehant
ze einen herren beiden
^er ist Witege genant.
hei6, seid er yon miner hende
iezuo hie kiesen den endel’
37 st wir junge recken’ 385
sprach Scharpfe zehant.
^wir sulen an den kecken
und houwen eines schiltes rant.
wir müei^en mit im striten,
und getar er unser üf der beide erbiten.
88 Her Witege der rief sere, 3 ac
d6 er diu kint ersach.
der edele recke h6re
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129
T. Der Tod der jungen Könige.
vi] unvorhtlichen sprach
‘nü sagt mir, recken msBre,
sit ir gesinde von dem Bemflsre?*
88
89
40
41
‘Des werdet ir wol inne*
sprach Diether zehant.
‘war t4t ir iuwer sinne^
dö ir verkouitet unser lant?
dajj amet ir vil söre,
ir müe^ noch drumbe geben lip und ere.
Weiggot, her Witege,
ir kumet so hin niht.
ir müeget hiute gelten
^e ungetriuwen gesohiht
ja btiegeb ir die schände,
ir l&t uns iuwer houbet seinem pfände.*
‘Ir redet kintliche’
sprach Witege al zehant.
‘wag bestet iuch HoBmisch riche?
varet wider in Hiunisoh lanti
und^ strafet mich niht söre,
od ir schouwet Hiunisch lant nimmermöre.*
‘Owö, zage ungetriuwer,
wie tarstü sö offenb4r
gestr4fen künege tiuwer!
dag muostü amen vür war.*
mit kintheit si dö s4gen
Äf diu ors, der zageheit si verg4gen.
Bine^ str^ges nider ruhten
Über ein tiefeg tal,
diu scharpfen swert si zuhten.
owö, dö n&hent in ir vall
gegen Witegen si dd randen,
si vuorten bariu swert an ir banden.
Kudron and Dletrlohepen. I
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130
Rabenschlttehi«
43 Als Witege der starke 898
diu kint her riten sacb^
d6 gurte er stnem marke:
vil baldeclichen da^ geschach.
der recke vil vermejjijen
der kom mit zome üf ein ors gese^i^en«
44 Er dahte in sinem sinne 884
‘da ist et niht anders an.
^ da:; ich iu entrinne,
eg muog mir an dag leben g4n.’
d6 nam er Schemmingen
ze beiden sporn, dd Ueg er dar klingen.
45 Gelich einem degene 886
bungieren d6 began
Scharpfe der bewegene
reit den starken Witegen an.
mit grimmigem muote
zuhte dag 8wert der junge degen guote.
46 Nü seit uns .dag msere, 40i
wie wol her Scharpfe streit.
Bwie starc her Witege wäre
und swag man Wunders von im seit,
doch sluoc im zw6 wunden
vroun Kelchen sun, her Scharpfe bi den stunden.
47 Dirre grdge smerze 402
der tet Witegen wd
und las im in dem herzen«
nd sult ir vememen md.
mit grimme er Mimmingen zuhte,
an den jungen Scharpien er dd ruhte.
48 Mit einem slage sd herte
traf er dd dag kint.
manlich er sich werte^
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I. Der Tod der jungen Könige.
131
aldo sagte man mir sint.
durch hime und durch zende
sluoc er da; kint mit manlicher hende.
4 .j
6 6
49
£j da; der künic Hohe
40ö
kom t6t ftf da; la&t^
da; wi;;et sicherliohe^
da; 8wert mit ellenthafter kaut
het er geriden Taste:
er aluoe ia llf den heim da; viuwer dar 6; glaste,
50 Da; die hertea spangen 407
brasten sunder waae«
er moht sin aiht erlangen,
sinia mäht diu was ze krano.
iedoch 8ch6; Witege der starke
mit dem slage nider yen dem marke.
51 Ahi, au solt k me;;en 408
und rehte da; verstaa
und oueh des niht yerge;;en,
wser Scharpie gewahsen zeinem man,
e; müesten ellin Hohe
im gedient hin yil gewalticliche.
52 D4 starp yon Witegen hande 499
der junge künic rieh:
tot zuo dem lande
Bchd; Scharpfe nider sicherlich.
d6 s&hen in yil leide,
ich meine dise edele künege beide.
53 Mit grimmigem muote 4!<
rante her Orte dar.
da; kom hn niht ze guote
leider stt, da; ist war.
d6 SM üf Sohemmingen
her witege mit manHohen sinnen.
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132
Rfthenschlacht.
54 Do hete er bar in der hant 4li
Mimmingen dai; edel sweri.
her Orte üf Witegen kom gerant.
da wart strites gegert.
ahi^ wie sich beide werten!
mit grimme si üf die helme berten,
55 Da:; da;; wilde yiuwer 4ia
ü; den swerten sprauo.
Orten vil tiuwer
sines bruoder ende twano.
er hiete in gerne gerochen^
dar an h4n ich niht unrehte gesprochen«
56 Der künec ü;; Hiunisch riebe 413
üf Witegen vaste wac
harte manliche
manegen bitterlichen slac.
ja riuwent si mich leider,
ir harnasch was niwau sumerkleider.
57 Orte der msere 414
habte Witegen vaste an,
er sluoo im siege swmre,
der sweL; Witegen durch die brünne ran.
vil dicke weint der guote
einen bruoder Scharpfen mit irürigem muote.
58 Als der heit Witege sach, 4i5
da;; er niht moht körnen dan,
mit giimmegem muote er d6 sprach
als ein unverzagter man
*owd, künec von Hiunisch riche,
ir habt getün hiute vil kintliche.
59 Nu gedenkt in iuwerm muote’ 416
sprach der küene man,
<^el künic guote,
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133
1. Der Tod der jungen Könige
ich h&n iu leides vil getan,
noch volget miner lere:
vart iuwer str&^e, dran geschiht iu i re.
CO Ich slahe iuch vil ungerne, 417
daj 5 sult ir vür w&r h4n.
ich vürhte den vogt von Bemoi
dem ir ze helfe sit verlan.
und h«t ir guote sinne,
so entwichet ir mir kürzlich von • lune.*
CI ^Boeswiht aller tugende^ ‘ 420
zwiu waenstü, dag ich si?
der mir in miner jagende
immer solde wonen bi,
da hastü mich von gescheiden.
mir muog min leben immer möre leiden.’
62 Dag swert ze beiden handen i^\
nemen er began.
zesamne si geranden.
zwei ügerweltiu kastel&n
mit nide cd d6 twungen.
si sluogen üf die helme dags erklungen,
G3 Er kom in michel sorge 425
von dem jungen degen.
er hete sin all eg borge
und schönte sin mit den siegen:
des het er vil nach sere
engolten von dem jungen künege here,
C4 ‘Noch moht irg alleg l&gen* 126
sprach Witege zehant.
‘eg kumet iu niht ze mögen,
wirt iu min gröger zom bekant,
so slahe ich iuch entriuwen.
so eg danne geschiht, wag hilfet mich min riuwen
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131
Rabenscblacht.
ü5 ^ch sol dich bringen in ne, 427
wes ich willen g^n dir hau.
dii kumest s6 niht hinne,
dd vil ungetriuwer man.
du giltest mir üf der beide
minen bruoder, an dem ich mir sihe vil leide.*
66 ünderdiu was df da^ maro 423
körnen Diether.
dar treip der edele viirste staro
mit vil manlicher wer.
do bestuonden si in beide
die jungen kiinege, Witegen df der beide,
(37 Vor unde hindeu 432
liefen si in an.
im wart von siegen swinden
zewdre nie sd wd getan
sam von den jungen herren.
daj kom in leider slt ze großem werren,
63 Mit dem guoten swerte, 436
da^ Witege dd truoc,
Orten er dd gerte,
kreftioliche er dar sluoo,
mit manlicher hende
sluoc er den künic nider unz df die zende.
69
Von Hiunisoh lant der herre
von dem orse sohd;
4*^3
1-4
df da;5 lant vil verre.
da; was ein unbilde grd;:
440
1 2.
do gelegen si üf der beide,
nd sint si tdt, vroun Kelchen süne beide.
70
Diethern harte sdre
ßlner herren tdt betwanc.
444
1- 4
dem. jungen recken here
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I. Der Tod der jtingen Könige.
da; bluot ü; den ougen spranc.
er sluoc üf Witegen sere:
d6 wold er rechn die jungen küuege here.
Mit grimmigem muote
liefen si an einander an.
die edelen beide guote
warn von den orsen gestän.
ir siege bullen vaste, \
da; viuwer rebte von ir ougen glaste.
Swie kint her Diether wsere,
er tete doch Witegen wd.
mir seit vür w&r da; meere,
(nd mocbet ir verneinen m^)
starker wunden viere
sluoc Witegen Diether der ziere.
Da; muote Witegen s^re,
er warf den schilt 4f da; laut
Witege der degen here
nam da; swert in beide bant.
ze einander si d6 ruhten,
diu scharpfen swert si d6 mit zorne zubten«
Witege mit grimme
lief Diethern an.
owd, d6 wac in ringe
Diether der vürste wolgetan.
verteilet st dem swertel
er traf in an der stat, da er stn gerte.
Da; swert durch da; ahselbein
und den lip nider wuot.
zwivel ist des dehein,
e; was unm4;en guot.
da; was ein gr6;er smerze:
9 r sluoc enzw^ei leber i^nd ber;^,
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136
Babenscblacht.
76 OwÄ der großen sohandei 4“.c
diu Witegen wart bekanti
der küneo yon BoBmisoh lande
sprach dem tode 84 zehaat
^ow4, bruoder Dietriche,
ich gesihe dich nimmermere sicherlicher
77 Disen gr6i;en smerzen 460
weinen d6 began
mit allem sinem herzen
Witege der ungetriuwe man*
dd kuste er an den stunden
Diethern in alle sine wunden*
78 ^Und Solde ich dich noch heilen 401
von aller diner not,
got müe;;e mir verteilen,
dar umbe wolde ich ligen tdt.
owe, nü muoj; ich sicherliche
alliu lant rümen vor Diekriche*'
79 Er gie ze Schemmingen 463
und wolde riten dan.
an allen sinen dingen
geswichen im diu kraft began.
do wart im drste leide,
er muost sich nider legen df die beide*
IL Dietrich and Witege.
Vr6 wart der Bernsere, 669
ein ende nam der strit.
d6 kürzte sich sin swaere.
dö geb6t er bi der zit
den jungen und den alden,
dar zuo den bilden und den balden;
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IX. Dietricli und Witege.
137
2 ‘Nü gSt ir recken über ai
balde an dirre stunt
und suocht die toten üf dem wal.
und yindet ir iemen undr in wunt,
sö hebt in üg dem bluote.*
da^ täten alzehant die beide guote,
3 Nü hoBret vürba^ m6re 8C9
▼on weinen und von klagen.
grdg was diu herzenaäre,
d6 man die toten sach tragen
an die truoken üi; dem bluote.
in der zit kom Els&n der guote.
4 Als in der vogt yon Berne 870
erbebten nider saoh,
nü sult ir hoeron gerne,
wie güetliche er zuo im sprach.
wol enpfie er in von yerren
inn drstiu vräge da;; was umb die herren.
5 ‘Sage an, herre Els&n, 871
M die triuwe din,
der yräge mac ich niht r&t hän^
wie stät e; umb die herren min?
wie gehabent si sich beide?
troBste mich näch minem herzenleide.’
Elsän der guote 872
sinen herren ane sach.
mit trürigem muote
er zuo dem Bernsere sprach
‘nd vraget mich niht mdre;
ich hän verlorn die jungen künege häre.’
7 ‘Herre, ist ab hie ieman, 875
der iht wi;;;e umb diu kint?
mich mnog des michel wunder hän,
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138
Rabenschlacht.
da; si b! dem yanen niht sint.
stüead e; et umb si rehte!’
do hie; er g4hen ritter und knehte.
8 ‘Niemen sol erwinden, 870
mäge unde man.
e; muo; mir näch den kinden
an alle mine dre gan.
owi mir immer merel
nu verliuse ich alrest guot und al min Sre.’
9 D6 der Bernsere 877
als6 klagen began,
d6 kom mit herzenswsere
Helpfrich der vil küene man«
do viel der heit starke
vür töt nider von sinem marke.
10 Die sinen hende beide 87S
er zesamne tiure sluoc
mit j4mer und mit leide,
dä in sin herze zuo truoo.
der edele vürste riche 879
der sprach zuo dem küenen HelpfHohe: ^ ^
11 ^Sage an, heit guote, 8S0
wa; ist dir geschehen? ,
* dd klagest mit trhregem muote.
herre, wa; hastü gesehen?
da; weste ich harte gerne.’
dö sprach her Helpfrich wider den vogt von Berne:
12 ‘'W’i;;et ir niht der mserei ssi
vogt von Rosmisch rieh,
and ouch der herzenswmre ?
die jungen künege lobelich
die sint erslagen beide
und in wer bruoder Diether td der beide/
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n. Dietrich und Witege.
139
13 Zuo dem guoten marke bSj
g4hen er began.
do volgten im vil starke
beidiu m4ge unde man.
owe, gaben er begunde,
d& er die herren yant vil tdtwunde.
14 D6 viel der Bernsere 886
üf die Herren sin
mit klegelicHer swsere.
im wart dö jamers not schin.
er kuste si in die wunden:
bau ich alrest minen jamer yunden.’
15 Er nam die hende beide, 887
in diu ougen er sieb sluoo.
*ow4 der großen leide:
da^ mich min muoter ie getruoo,
da; mäe;e got erbarmen!
nu beschuof er nie deheinen man s6 armen.
16 Nü si verfluochet der tao* 889
sprach her Dietrich,
*d& min gebürt ane lac!
da; riuwet harte sdre mich.
wer sol mir nü getrouweni
8 Ö man; nü seit vroun Kelchen miner vrouwen,
17 Diu spricht mir üf min triuwe 890
hinnevür immer m4.
owÄ der herzen riuwe!
mir ist wirs danne we.*
er kust die herren beide.
^nu geschach bi minen tagen mir nie sü leide.*
18 D6 sprach der maregrüf Büedeger 89i
wider den künec von Roemischlant
*ir muget wol klagen immermür:
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140
Rabenschlacht.
iuch h4t got höhe gepfaut.
nü riuwet ir mich sere:
Hiunisch lant gesehet ir nimmermSre/
19 Ein gelit ü; siuer heude 806
bi^en er began.
‘got schiere mich geschendci
unsselde si mir üfgetän!
nimmermer werd ich geheilet,
elliu yreude si mir widerteilet 1
20 Min wirt nü nimmermere 808
in dirre werlde rat.
swelhej^ ende ich k4re,
man sprichet an islicher stat
nähen unde verren
‘seht^ da;; ist der yeri^teii hät sin herren !*
21 Da; sprechents al gelicho; 809
Bwie nnschuldic ich bin.
owä, armer Dietriche,
wä wil dü nü kären hin?
wie sol ich nü gebären?
da; wold got, wssre ich tüt yor manegen jären!’
22 Die jungen künege tombe ooo
die nam her Dietrich,
er kärt si bäde umbe,
er sach ir wunden yreislich.
d6 wart im ärste leide.
nü merket rehte wa; ich iu bescheide.
23 Er schonte die tiefen wunden, 9oi
die wären harte wit.
er sprach an den stunden
‘ich sihe wol an dirre zit,
mit einem kurzen werte:
die wunden sint mit Mimmunges orte
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TT. TTietricli nnd WHej^e.
141
24 Geslagen und gehoawen,
da;; ist mir wol bekaot.
ich wil des got getrouwen,
er werd dar ombe noch geschant!
yerworhter übeltsete^
da; wolde got, da; ich dich bl mir hsete!’
25 Hin gie der Bernsere, soü
da er slnen bruoder yant«
sich huop ein ungebrnre
von dem recken al zehant.
wer mohte da; yerl&;en?
d& was michel weinen 4ne m4;en«
26 breitet sich min werre 907
und mdret sich min klagen.
ow4, bmoder, herre,
da; ich niht lige bi dir erslagen!
da; klage ich gote yil tiuwer.'
im w4ren d’ougen r6t alsam ein yiuwer.
27 *Miner yrenden 68tertao 2)09
h4n ich nü yerlom.
owS^ wa; tngent an dir lao^
junger recke ü; erkom!
wie h&t mich got yon dir gescheiden!
mir muo; min leben immerm^re leiden.
28 Min yreude und min wünne 9io
ist mit dir gelegen«
dü wmr min nsshste; künne«
ow4, welch ein yolcdegen
ü; dir gewahsen were,
mir ze tröste’ sprach der Bernmre.
29 ‘Diner liute und diner mige 9ii
w«r d4 ein meien tae,
der milt ein gliohiu wftge«
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142
Rabenschlacbt.
ahi, waj^ din herze tugende pflao!
da;; ist nü gar zergangen.
nü bin ouch ich mit jamer gar bevangen«
30 Herre got, bedenke 903
die minen grd^en ndt.
den lip mir nüit bekrenke
und 14 mich d niht sterben tdt
unz da; ich mich gereohel
ine wei; wa; ich mdr dar umbe spreche.*
31 Sich selben er bi dem h4re 9i3
mit bdden handen vie,
er roofte sich ze w4re.
so get4ne klage gehdrte ich nie
in aUen minen ziten.
in der vrist d6 sach man Witegen riten.
32 Vaste über beide
gaben er began.
in disem herzenleide
sprach Rüedegdr der marcman
‘wes bit ir, vogt von Berne:
weit ir sehen iuwem vint vil gerne?
83 Sd g4het zuo dem marke 9 X 5
ü;erwelter degenl’
üf spranc der vil starke,
im was bereit zuo den wegen
Valke da; ros guote. .
dar üf sa; er mit trürigem muote.
34 Sin leit begonde in grifen,
grimmic was sin zorn.
dd lie; er nider slifen
dem orse in die siten die sporn
hei4, der edel vogt von Berne
der bete et Witegen erriten vil gerne.
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IT. Dietrlcli und Witege.
143
D6 sftmten sioh niht mÄro
die Etzelen man;
mit samt Rüedegöre
vaste g&hen man began.
im was von herzen leide,
si mohten im niht gevolgen ti der beide.
Da^ edel ors lief vaste,
vil willio was sin muot.
dag wilde viuwer glaste
von den Isen, als eg dicke tuot.
d6 kla^e der Bernsere,
alsd mir ist kunt ditze mmra.
Buofen er begunde •
"Witegen vaste an,
als er almeiste künde
‘nd bite, ellens richer man!
durch willen aller vroüwen,
la mich durch ir willen dine manheit schon wen I
Bist dO ein welrecke, *
b6 ‘ lasst du dich erbiten,
in scharpfen striten kecke,
nu erbeige mit manlichen siten,
ntig dag ich dich errite«*
‘ich behüeteg wol’ dAht Witege ^dag ich bite.*
le lenger, sd ie mdre
her Witege von im reit
er vorhte in harte sdre,
alsd h&t man mir geseit.
er getorste niht gebiten.
dd rief aber her Dietrich b! den zitens
•Owd, Witege herre,
nd tuo alsam ein man,
und gedenke dar an verrO,
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144
Habensehlaeht^
waa dii manbeit hast get&n
und erbit min üf der beide
und scheide miob von minem berzen leide,
41 Daj; iob von dineu sobulden 923
hie enpfangen bän.
ich muo;; jamer dulden.
da^ bastd mir alle:; getan*
nu erhelle, heit guote,
und erloBse mich von trürigem rnuote«
42 Nü sage an, berre Witege, 931
wie werten sich diu kint,
die von dinen sobulden
üf der beide erslagen sint?
da:; b6rte iob harte gerne,
woldestd mir; sagen’ sprach der vogt von Berne.
43 ‘"Wa; beten dir ze leide 935
die herren getan,
den da üf der beide
ir leben hüst gewunnen an ?
wa; rseob dü an den kinden?
nü mac et ich dich leider nibt vinden!’
44 Mit disem starken ms^re 930
wolt er in üf ban,
der edele Bern»re:
d6 mobte e; leider nibt erg4n.
her Witege was im ze wise.
Witege sprach ze Bienolden lise:
45 ^Lieber öheim mine, 931
nü gäbe vür dich hin«
ja vürbte iob säre dine:
gar än angest iob selbe bin.
möbtestü nü körnen binne!
ich genssse wol, als ich mich versinne.*
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2. Dietrich und Witege.
145
46 Der edele Bemsere 932
aber ruofen began
'küener degen mserC;
wurd dü ie ein biderbe man,
so erbeige zuo mir nidere,
ich weig wol, ich kom nimmerm6re widere.'
47 Witege wolt niht biten, 933
dag was dem Bernaer leit.
an den selben ziten
sprach von Berne der unverzeit
‘ow6 und owe immerm6re!'
alsd sprach von Berne der here.
48 *8ant Gangolf und Sant Zene 937
die müegen dir bi gestanl
nü sint doch iuwer zw6ne'
sprach der ellenthafte man.
‘nü k6r4, helt^ nü kere!
slehestü mich, des hasttl immer 6re.
49 Berne and Meil4n 938
dag wirt dir gegeben,
dar zuo alleg, £tg ich han:
und benimestft mir dag leben,
s6 wirt dir Boemisch riche
ledecliche’ sprach her Dietriche.
r;0 ‘Nü köre, heit msere, 939
durch elliu werdiu wipl*
sprach der BemsBre
‘ich weig wol, dag dö mir den lip
benimest üf dirre beide.
*nü scheide mich von grögem herzenleide«’
51 Dd sprach der heit Bienolt 940
ze Witegen al zehant
^nü diene wir der vrouwen solt,
Kudmn and Dietrlehepea. 10
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Kabensehlacht.
ü ;5 erwelter wigant.
wa^ wirret uns biten?
er kan uns beiden nimmermSr gestiiten.
Witege der starke
ze Rienolten sprach
*nü gürte dinem marke
und 14 dir hinnen wesen gach!
und sümen uns niht m4re,
od wir Vliesen beide leben und ere/
TJ nervorh ticli che
sprach her Bienolt
4ch nsem niht Bosmisch riche
und dar zue aller Kriechen golt,
da:; man mich an vlühte vunde.
ich wil benamen biten hie ze stunde.*
^eini, lieber 6heim min,
des entuo dü niht
und 14 dir dag geraten sin:
wigge dag dir liep da von geschiht.
nü volge mir, re(^e h4re,
od wir gesehen an einander nimmenn4re.*
D6 sprach aber Bienolt,
Witegen swestersun
<6heim, dü gedenken solt,
vliehen dag ist niemen vrum,
nü bite, recke mssrel
ja slahe wir benamen den Bemmre.’
Witege sprach mit zome
^dü redest alsam ein kint.
recke üg erkome,
du enweist wie des Bemssres ttlcke sint.
nü sihestü wie er limmeii
rehte alsam ein hüs, dag di brhinet.*
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9. Dietrich und Witege.
147
57 03a; ist niht ein wunder’
sprach Rienolt der degen.
^wir slahen in besonder
&ne schaden &f den wegen,
getarst et dü gebiten.
nu sich; an, ich wil eine mit im striten.
58 Och sihe wol, trüt nere min, 94 ^
dü wilt et hie besten.
nü muo; ich mich bewegen din,
da enist nh niht anders an.
erkandesth, recke maere,
Dietrichen als ich, dü vluhest den Bernsera.
59 Kienolt, heit guoter, 919
nd müe; got pflegen ^n!
wserstü min vater od muoter,
s6 müest ich doch din 4ne sin.
ungeme ich von dir scheide.’ '
hin reit er und bleip Bienolt üf der beide.
GO Do erbei;te zuo der erde 950
Bienolt der wigant
der edele recke werde
gart sinem orse al zehant.
dar flf sa; er manliche,
d6 was ouoh körnen von Berne her Dietriche.
61 Sper, heim unde schilt, 95i
als mir ist kunt getan,
da; bete der recke milt
üf dem wale dort verlan.
dar treip Bienolt der msere,
mit dem sper traf er den Bemsere«
GJ Durch da; starke härsnier 959
er da; sper stach,
nü sult ir geloaben mir,
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148
Rabenschlacht
zuo den swerten wart in gach.
diu ors si zesamne truogen,
mit den swerten si M einander sluogen,
63 Da^ da^ wilde viuwer 953
den swerten spranc.
von Berne der tiuwer
da^ w4pen grimmeclichen twano
mit manlicher hende.
er slnoc Rienolt durch heim unz üf die zende.
64 In begunde grifen 966
ein unrnsBi^licher zom.
dd lie;; er nider slifen
dem orse in die siten die sporn.
hf die beide er k6rte
n4ch Witegen^ als in sin herze lerte.
65 Lhte ruofen begunde 966
der künec von Boemisch lant,
als er almeiste künde
*nü bite, Witege, wigant^
und hoere miniu mmre.
j& h&n ich gerochen ein w6nio miner sweere.
66 Heit, wsere dir nii leid^ 967
s6 rsBchestii die n6t
Bienolt hf der beide
lit von minen banden tdt.
bisth ein recke mmre,
sd richestü in’ sprach der Bemsere.
67 Je lenger sd ie mdre 968
Witege gdhen began.
Schemmingen mante er sdre,
als ich vür w&r vemomen h&n«
da;; saoh vil ungeme
der unverzagte vogt von Berne«
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2. Dietrloli and Witege.
149
C8 ‘Linse und linde;; heu 95»
da; wil ioh dir geben,
d& mit ich dich wol gevreu’
sprach Witege ‘und nerstü mir da; leben/
sine Sprünge wären wite.
e; truoc in von einem horten strite.
G9 Dd kla^e der Bemsere cco
yil sdre disiu dinc
‘owe der leiden msere!
dü tuost mir leit, Schemmino.
des trüre ich in dem sinne,
dü treist mir minen yiant von hinne.
70 Da; klage ich immer mdre’ 96i
sprach der heit guot.
Valken habt er an so süre
da; er drseste da; bluot.
heiä, er begunde vaste gäben.
er was dem starken Witegen körnen s6 nähen,
71 Da; zwischen in beiden 0C2
küm was rosseloufes wit.
nü wil ich in bescheiden,
weit ir; hoem an dirre zit.
si begunden beide gäben.
Witege was dem mere körnen b6 nähen«
72 Er dähte bi den ziten 9G3
‘da enist niht anders an.
ich mac dir niht gestriten:
jä herre, wie sol mir; ergän?
sd mac ich ouch niht entrinnen,
herre got, nü ruoche mir helfen hinnen/
73 Ich sage iu unverborgen OOt
hie an dirre zit,
dd Witege begunde sorgen
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150
Rabensoblaoht
nmb sin leben üf der beide wlt,
dd kom ein merminne.
diu want Witegen an, als ich mich rersinne.
74 Si nam den heit starke 96d
und Yuorte in mit ir dan
mit samt einem marke,
si nerte den yil küenen man.
si yuorte in d& ze stunde
mit ir nider zuo des meres gründe.
75 Do sin der Bernsere 9cb
nimmer yor im sach,
yil michel wart sin swsere,
wand im leider nie geschach
bi allen sinon ziten.
er begunde n4ch im in da^; mer riten.
76 Waij touc der rede mÄre? 937
unz an den satelbogeu
Bwamt der degen hSre,
da:^ ich niht h&n gelogen.
dö muoste er widerkeren:
da:; begunde im sin herze yaste sdren.
77 Nider üf dem sande 933
erbei^t der heit starc.
der künec yon Boemisch lande
der lie ruowen da; marc
und wolde euch langer biten,
ob er Witegen inder sehe riten.
78 D6 Witege der mere
kom an des meres grünt,
yrou Wüchilt yr>e in sunderbere
‘nü sage mir^ heit, an dirre stuut,
da; h6rte ich harte gerne:
war umbe ylühe dü den yogt yon Berne?’
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2. Dietrich und Witege.
151
79
80
81
82
83
*Dag hlln ich &ne schulde^ i
vrouwe, niht get&n,
des Bemseres hulde
ich leider niht enh4n.
ich h4n im get&n yil leide:
ich h&n erslagen einen hruoder Diether Af der
beide.'
QDÜ h4st yil zageliche ^
gevaren und get&n.
dem herren Dietriche
dem hietstü wol gesiget an.
zwiu bistü, degen höre!
nü muostü dich hüeten immerm^re.*
<86 wil ich wider riten
und wil in besten:
ich muog mit im striten’
sprach der unverzagte man. —
^dag ist i^ü ze sp&te.
die reise ich dir gar wider r&te.’
‘NA von weihen dingen
hiete ich hiute in lihte erslagen?
des müeg mir misselingenf
si sprach ‘daz wil ich dir sagen.
d4 was dag edel gesmide
all eg rehte ergluot au sinem libe.
Dag ist nü worden herte. 074
des lA dich, heit, an mich,
verlorn wser din geverte:
ja slüege er endelichen dich,
er ist ergremet an disen ziten.
din drigic möhten im nieuiAr gestriten.’
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W Örterverzeichnis.
Nur die vom Nhd in Form oder Bedeutung stärker abweichenden Wörter
sind aufgenommen; etwa vermisste elementarere Wörter sind im W.-
Verz. zu Samml. Göschen,Bd." l,zu finden; die Bedeutung von solchen
Zusammensetzungen mit be- ge- tm- u. ähnl., welche nicht aufgenommen
sind, ergiebt sich aus dem Stammwort, woselbst nachzuscnlagen.
ä interj, verstärkend an Impe^
rative und Partikeln ange¬
hängt: doch, neinä, körä,
wacbä etc,
aber, abe, ab adv, wiederum^
abermals; dagegen, aber
adamant stm, Edelstein^ Dia¬
mant; hildl, das Höchste in
seiner Art
abten swv, erwägen, anstreben;
beachten
alder, aide, ald conj, oder, sonst
alleg adv, immer; schon
alrßrstjalrestodi?, nun erst recht
alsam adv u. conj, ebenso (wie);
wie wenn, als ob
alsö, alse, als adv, so, ebenso,
e, wie; als ob; als
aHers-eine adj, ganz allein
an adv, da ist et niht anders
an, da ist eben nichts anderes
zu thun, da bleibt nichts an¬
deres übrig
ande swm, Kummer, Leid, Un¬
wille
ande adj u, ade, weh, bange,
schmerzlich zu Mule
ander(t)balben, -balp adv, auf
der anderen Seite
äne prp, ohne, ausser, ausge¬
nommen; &ne (adv) sin, sich
entschlagen, auf geben, ent¬
behren
anelicb adj, ähnlich, gleiih
angestlicb adj, -e(n) adv, ge¬
fährlich, schrechlich
ar(e)beit stf, Anstrengung, Not,
Mühsal
arm adj, arm, ärmlieh, niedrig;
gotes arm, sehr arm
amen swv, entgelten, büssen
äventiure stf, umnderbare Be¬
gebenheit; Bericht, Gedieht
baldeclichen adv, mutig, eifrig,
rasch [adv
halt adj, kühn, schnell; balde
baneken swv, umhertummelH,
-reiten
banier stn, Fahne; Speerwimpel
bar adj, nackt, bloss
bserde stf, Benehmen, Wesen
barn stn, Kind
bag adv, besser, mehr, %ceiter
bßde, beide; beidiu (beide) —
unde sowohl — als auch
bedenken swv, bedenken; ver¬
sorgen
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Wörterverzeichnis. 153
beg&n,begöns<t?,<tttswÄen,tÄwn, betragen atv, den pris Siegj
erwerben Ruhm erwerben
behüeten stcv, behiitenf vet'hin- betwingen stVf bedrängen, be-
dern, sich in acht nehmen, zwingen, zwingen
sich heh. bevestenen swv, verloben
beidenthalben (-halp) adv, hei- beviln swv, mich bevilt {gen)
derseiis, auf beiden Seiten mir wird zu viel, mich ver
beiten swv, zögern, warten driesst
beii^en swv, Vögel mit Falken bevinden stv, finden; ausfindig
jagen manchen, kennen leimen
bejagen swv, erwerben be^ollen adv, vollständig, ganz
bekennen swv, kennen, erken- bewarn sxov, behüten, verhüten
nen, zuerkennen, bekannt wer- bewegen aft), sich, sich abwen¬
den; mir wirt bekant, ich den, aufgeben (m gen)
erfahre, empfinde; mir wird bewegen part adj, entschlossen,
zu teil kühn
bekrenken swv, schwächen bewenden su>v, zuwenden. Über-
belangen swv, verlangen geben (z\xo einem)
he\\hen8tv,hleiben,unterbleiben; bewisen swv, belehren {mit gen.
äne b., mit etwas (gen) ver- der Sache)
schont sein, einer Sache Über- bilde stn, Bild, Wappenbild
hoben sein billich(e, -en) adv, von rechts
benamen fürwahr wegen
ber&ten stv, überlegen, anord- birgo stn, Gebirge
nen; bescheiden; sich b. sich bis imperat. sei
bedenken, zu etw. entschliessen bit(t)en stv, {mit gen worum,
berc stm, ze berge hinauf mit dat für wen)
berihten swv, einrichten, aus- biten stv, warten; m. gen auf
rüsten, bringen, befördern, biijen stv, heissen, schneiden
sich b. sich fertig machen bilde adj, froh
bern swv, schlagen [genau bloij adj, nackt, entblösst
bescheidenliche adv, deutlich; borge stf, Aufschub, Fristung,
beschouwen swv, betrachten, Schonung
wahrnehmen bouc stm, Ring, Spange
besenden, sich swv, dieMannen, bouwen, büwen swv, bewohnen,
das Reer auf bieten, sich rüsten inneihahen; bestellen, bebauen
bestän, besten stv, bleiben; brehen stv, funkeln
standhalten, bekämpfen, an- breit adj, breit, gross ^
wa? bestätiuch R. r. breiten swv, sich, sich aus-
wasgeht euch das R. R. an dehnen, grösser werden
besonder adv, abgesondert, ein- bresten stv, brechen, ahgehen
zeln; besonders, soi'gsam, vor- bringen stw, e? br. melden
ZÜglich bruofen swv, anstiften
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154
Wörtenreroeiclmi«.
brüt stf, Beisehläferin
bü, bou 8tm und n., Gebäude^
Bau^ Wohnung
buckelsBre stm^ gi'osser Schild
mit Buchei
bunütieren stov^ auf den Gegner*
anrennen
dfi. adv flocaV): da, dort, wo;
dö (temporal) da, damals,
darauf; als
danne, denne, dan, den adv,
dann, damals; als; wenn;\
deshalb, denn, weil
danne(n), dan adv, von da weg;
woher
dar adv, dahin, wohin
dast, deist = da:; ist
degen stm, Held; d.-heit stf,
Tapferkeit; -liehe adv, hel¬
denhaft
d ehein pronadj, irgend ein, kein
denken swv, denken, gedenken
der pron; auch: wenn einer;
dör = da? er; des adv {gen
n), deshalb, darüber, dazu,
darauf
dicke c^v, oft
diende = dienende prtc
dienen swv, (auch: verdienen)
d\e^n^%istm,{Lehens)dienst; F«r-
ehrung, Diensttoilligkeit
diet stf n m, Volk, Leute
diesen stv, schaUen
dille stswf, Planke; dillen swv,
mit d. belegen
dinc stn, Sache, oft allgemein
zu umschreiben: Bezeichnung,
Weise, Art, Thun und 2 reihen
diuten swv, zeigen, kundthun,
erzählen
dön stm, Ton; Melodie, Lied
drssjen swv, (^ dräte^ wirbeln
drflssen stov, tmsschnaüben
drftte adv, schnell, alsbald
dühen sxov, sich bewegen, laufen
durch prp, räuml u, zeiil durch;
causal : um — wülen, wegen,
au^; durch — willen, d. —
liebe, um — willen, zu lid>e
dürkel adj, durcMbchert, durch¬
bohrt
ebene adv, genau
ecke sw stf, Schneide, Schärfe
eine adj adv, allein
einec(-ie) cidj, einzig, allein
eist = e? ist
eisehen stv, (iesch) verlangen,
fordern
eiten stov, heizen
eilen stn, Kraft, Mut; ellent-
haft stark, kühn
eilende stn, Verbannung, Frem¬
de; adj fremd, in d. Fr, lebend;
unglücklich
en- aZ» Präfix oft = ent-
en negat s. ne
en allenthalben adv, auf allen
Seiten, allenthalben
ende stn m, Ende, Richtung;
an ein ende, vollständig; ma-
negen enden, in manegem
ende, nach, auf vielen Seüen,
Richtungen
endecken (pari endahte^ swv
aufdecken, entblossen
endeliche adv eifrig, schnHl:
durchaus, vollständig, sicher¬
lich
engelten stv, Strafe leiden,
büssen müssen für etw. (gen) ;
durch jmd, (gerC) zu Schaden
kommen
enhant adv, in der Hand, auch:
in die Hand
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Wörterreneiehnlf. 155
•ntriawen <wf», traunj für toahr
entwer adv, in die Quere, hin
und her
erarnen tnov, entgelten
erbarn swv, entblössm
erbeiten suw, erwarten
erbei^en siov, abeitzen
erbiten stv, erwarten, erharren
erdie^en etv, erschallen, wider-
haUen
ergäben swv, ereüen
ergetzen swv, entschädigen (gen
wofür), schadlos halten
erglesten suw, erglänzen
ergli?en stv, erglänzen
ergremen suw, zornig machen
crgrinen stv, aufwiehem
erkant adj partc, bekannt, he-
rühmt
erkomen stv, erschrecken {wo¬
rüber gen)
erlä?en, erlftn stv, erlassen,
überheben, mit acc, d, Ps, u.
gen d, S.
ern = er ne, er in
erscbellen swv, zum Schallen
bringen
erschrecken swv, aufscheuehen
ersinielen swv, lächeln
erstricben stv, durchwandern
ervellen swv, (ervalte) fällen,
zu Fall ht'ingen
erwägen Sfw, erbeben
orwegen stv, sich, s, entschlies-
sen (wozu gen)/ auf etwas
verzichten, sich einer Sache
begeben
orwenden s%w, abwenden, hin¬
dern, abbringen von (gen)
crwinden stv, ablassen, abstehen,
aufhären/ von einem SchwerU
hieb: gehen — bis
erzeigen suw, sich, sich offen-
baren (in seinen Wirkungen,
Folgen)
es gen von er u. angelehnt s
et, ebt adv, doch, eben, nun
etelich pron adj, irgend einer;
mancher
f siehe V
gabi16t stn, Jagd-, Wurf-Spiess
gäch <idj, eilig; mir ist, wirt
g&cb, ich habe Eile, ich eüe;
gähes adv, eilig, schnell, sofort
gäben swv, eilm\ m, gen sich
mit etwas bedien^ eiligst her¬
beischaffen, her stellen
gadem stn, Gemach
gän, g^u,prt gie, gehen; jmden
an gän angreifen
gan, ganst, gunde, zu gunnen
(gbnnen)
ganz adj, vollständig, heil, ganz
gar adv, ganz, völlig, vollständig
garte prt zu gerwen, gar wen
suw, rüsten
gast stm, bildl, der säle, des
lebens gast werden = sterben
gebären swv, sich benehmen,
verfahren
geb8er(d)e stf, Benehmen, Wesen
gebe! stm, Kopf
gebende stn, (Helm)band
gobraht stm, lauter Schall
gebresten stv, abgehen, aus¬
gehen, mangeln; des tages
I im gebrast, (hm wurde
schwarz vor d. Äugen
gedenken suw, gedenken; mit
gen der Sache zudenken, be¬
stimmen
gedinge swm, Absicht, Erwar¬
tung, Hoffnung; stn Vertrag,
Uebereinkunp
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156
Wörterverzeichnis.
gehügen suwy gedenken; der
zübte geh. eeines eigenen An¬
stands (^Bildung) gedt,nken,
ihn walten lassen
gein, gön, gegen prp, hin, zu,
nach; niht gen einem pfen-
ninge nicht so viel cds einen
Pfennig
gelegenheit stf^ Lage, Stand
der Dinge
geleiten swv, geleiten, führen
gelich(e) adj, adv, gleich, zu¬
gleich, übei^einstimmend; dem
gelich, von, in der Art, so
geliehen swv, gleichmachen;
gleichen, sich gleichstellen (mit
u. ohne refl)
geliehen swv, angenehm machen
gelinge stf n. Glück, B/rfolg
gelpf adj, fröhlich, übermütig
gemach stm n, Ruhe, Bequem¬
lichkeit; Gemach, Wohnung
gern ah eien swv, verloben
gemeit adj, fröhlich, stattlich
gemelich adj, fröhlich, scherz¬
haft
gemuote prt, s. müejen
genäde stf, g. sagen, danken
genden = geenden swv, be¬
enden
genenden swv, sich erkühnen;
(sich) wagen
genesen stv, am Leben, ohne
Schaden bleiben, fr ei von Übel
sein, bestehen [^gn)
genießen stv, Nutzen haben (von,
genoete adj, eifrig bedacht (auf,
gen); genöte ^v, eifrig
gen6; stm, von gleicher Würde,
ebenbürtig; sin geno^ seines¬
gleichen
genö^en swv, mit dat; gleich¬
kommen, gleich sein
ger st swm, Wurfspiess
gere swm. Schoss am Kleide
geriehen swv, reich machen
gonxkiestn, Rodung, Watdb.ö se
gern swv, begehren; losgehen
auf jmd,; zielen
gört = ge ört
gerouwen s, riuwen
geruochen swv, belieben, sich
um etw, kümmern (m. gen)
gesmide stn, Metallarbeit,
-schmuck, Rüstung
gespenge stn, Spangenwerk,
Schild
geswichen stv, entschwinden
getän prtc adj, beschaffen, wol
getän schön
getar, getorste s. turren
getriben prtc adj, vom Wege:
viel betreten, eben, gut
getwerc stn, Zwerg
geverren swv, entfernen, ab¬
halten
geverte stn, Fahrt
gevreischen stv, erfahren, ge¬
wahren (bi im, bei sich, in
seiner Nähe)
gevttege adj, artig, geschickt,
passend
gevöegen swv, bewerkstelUgen,
machen
gewffifen stn, Cotteefiv: Waffen
gewaete stn, Kleidung, Rüstung
gewerren stv, mit dat, hindern,
schaden
gewinnen stv, erwerben, errei¬
chen , heibeischaffen, hoLn,
bringen, bezwingen; e? guot
g. den Vorteil, die Oberhand
erlangen
gewuoc st,prt, zu gewehenen
sw präs, bei'ichten, ertvähnen,
gedenken
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Wörtcrveraelchnls.
157
gewflegen swv^ erinnern (träne)
gezem enetv, angeme8een,pa8send
sein, geziemen
gezogenliche adv^ anständig^
artig
gibt 8, jeben
gimme hff Edelstein; hüdl, dae
höchste^ beete
glanz adjf heU^ glänzend
glesten ewv^ glänzen
glÜDsen etov, glimmen
golt etn, Goldy gold, Ring
grie^ etm, Sand, Ufer
gria adj, grau, greis
gi'isgramen ewe, knirschen
grüene etf, giUfver Boden, Oe-
filde. Au
gnn^ret(prtciHmu.n^Ten)entehrt
gurten, gürten ewv, gürten; m,
dat (d^ Roes) dm Ourt rich¬
ten, anlegm
habe etf. Habe, Besitz; Hafm
haben, bän (pid auch — aber
nicht als Hilfsztw, — babte^
habm; haltm (behandeln, an-
sehm, glaubm; fest h,; stille
h.; die Richtung haltm, h, zu
Pferde); an h. angreifm;
antreibm; üf b. aufhaÜm
hac stm, Hag, Gebüsch, um¬
friedeter Wald
h&ben stv,prt hie, aufhängm;
hangm; vor banden bähen
(von Schildm) am Arme be¬
festigt sein
hftrneachvar adj, vom Harnisch
schwarz gefärbt
häranier stn, Kopfbedeckung
unter dem Heime
harte ad», sehr, stark
hellen stv, ertönm, haUm
her adv, her, bisher, bis jetzt
berte stf, Kampfgetümmel
herzenaäre stf, Herzleid
binnen (-än), hinne, hin, adv
von hier, hinnm, von jetzt
biu prt V, houwen
hof, -vea stm, Hof; ze bove
vom Verweilm oder sich be-
gebm zu, bei einer fürstl.
Persönlichkeit, oft persönl,
(zum Fürstm, zur Fürstin
etc.) zu übersetzm
höhe adv, hoch, sehr, um hohm
Preis; höher comp weiter auf¬
wärts, weiter zurück (h. atän
zurücktreten)
hübe Stof, Haube, Sturmhaube;
auch H. unter dem Helme
bulde stf, Gmeigtheit; Huid;
Gnade; Treue; Erlaubnis;
ze hulden komen (£ 65):
um Gnade bittm
huot stm, Helm
bÜB stn, Haus; mit hüae ge-
ae^^en wohnhaft
ie adv, je, immer
ietweder(t)ba]p adv, auf beiden
Seitm
iezuo adv, jetzt, gleich
iht irgend etwas (m. gm), adv
etwa, irgmd; nicht
ine, in* = ich ne
inder(t), iender(t) adv, irgend¬
wo, irgend
inner, innen prp, innerhalb,
hinnm
irren swv, verwirrm, stören,
hindern
ialich adj, jeder
ist ^e?) da? im FaRe, wmn
iteniuwe adj, ganz neu
itewi?e stf, Vorwurf, Tadel
= ich ef
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158
Wörterreraelchnis.
ja interjy ja^ fürwdkr
jehen sU y sagen, zusprechen,
gestehen, anerkennen; des
besten j. den Preis zuer¬
kennen
jenhalp adv, drüben, Jenseits
jö, jo, joch und, auch; interj
fürwcäir, ja doch; jon* =
joch ne
junger stm, Schüler, Lehrling
justieren stov, mit Speeren im
Zweikampf kämpfen, an ein¬
ander gäfwn
kapfen swv, schauen
kastei än stn, (castilisches) Pferd
kein irgend ein, kein
kein s, queln
kiesen stv, erblicken, merken,
spähen, prüfen, auswählen;
den ende k. den lod finden
kindisch adj, jugendlich
kint adj, jung, kindisch
kiule stf, Keule
klär adj, hell, schön
kleinät stn, Kleinod, zierl, Sache
kleine adv, wenig, nichts, gar
nicht; sorgfältig
k lieben stv, spalten
klingen stv, dar kl. län, die
Schellen am Reitzeug erklingen
lassen = vorwärts reiten
körnen stv, auch: eintreff en,
fallen auf; hin(nen) körnen
davonkommen
kocke sum, breites Schiff
kost stf, Wert, Preis
kouf stm, Handel
konfen swv, kaufen, erk., er¬
werben, verdienen
kradem stm, Lärm
kranc adj, schwach, kraftlos,
geschwächt, geschädigt
kreftic adj, stark, gewaltig;
gross; zahlreich
krenken swv, schwächen
kroenen swv, krönen, auszeUhr
nen, herrlich machen
kündic, kunt, künde adj, be¬
kannt, kund
künne stn,Geschlecht, V erwctndt-
schaft; auch pers: Nachkom¬
me; oft nur umschreibend
kunnen; dä kan ich zuo, das
verstehe ich, kann ich Ihun
küsse stn, Kissen
län s, lä^en
lasstein stm, schwerer Stein
laster stn, Schmach
lä:(en, län (prt. lie?, He^/ lassen,
verlassen, sich verl., auf geben,
abl,, unterl., züL
läbart stm, Leopard
ledecliche adv, frei, unbehindert
legen suw, prt auch leite; dar
legen von sich geben, aus¬
geben
\o\d%nswv,vet'leiden,leidmc»chen;
mir leidet mir wird lästig,
unbehaglich [bringen
leisten swv, befolgen, Ihun, voU-
leite = leg(e)te
letzen siw, verhindern, hemmen
le^^gist adj sup letzt diu 1. zit
der Tod
lihte adj, gering, niedrig; adv
leicht, viäleicht,u>ahrscheinlich
limmen stv, knurren, knirschen
linse stf, Linse
Ilse adv, heimlich
liste swf. Leiste
lit stn, Glied
lite swf, Bergabhang, Halde
loter stm, Taugeniäds, Land¬
streicher
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WörterrenelchnJs.
159
lonc stnij Flamme
luft 8tm, Lufty Luftzug, Wind
lüter adjy heUy rein
lützel adj, wenigy gering, {iro¬
nisch) kein
mäc stm, Bluisvenoandter
magedin stn, Mädchen, Jung¬
frau
mäl stn, ze mäle auf einmal,
zugleich
mäne sw stm, Mond
manen swv, mahnen, erinnern,
aufforderm
menic = manici -ec mancher,
viü
marc sin. Streitross
marcman stm Chrenzhüler
mark, marke stf, Grenze, Grenz-
land, Gau; ein halbes Pfund
Gold od, Silber
msere adj, berühmt, herrlich,
gewaltig
maere stn, Kunde, Bericht, Nach¬
richt, Erzählung; Sache, Ding;
mit ganzen masren mü voU-
ständ, Bericht; starke mssre
(pl), grosse, g^ährliche Sache;
sehlimms Nachricht; der
maere (pl) vrägen um Aus¬
kunft fragen
roarnasre stm, Matrose, Schiffer
mä;e stf, Mass, Angemessenheit,
Weise; ze mä^en körnen an¬
gemessen sein; auch: zu statten
kommen; ze mft^en ziemlich;
mässig, wenig, gar nicht
mft^en swv, mässigen; sich m.
sich enthalten
me^en stv, messen, ermessen
melden swv, verraten; verkünden
merminne st swf, Meerweib
morzisch März¬
michel adj, gross
miete stf, Lohn
mieten swv, belohnen; erkaufen,
durch Lohn gewinnen
milte, milde adj, freigebig,
freundlich; {stf: -keit)
missekeren swv, eine falsche
Richtung einschlagen
mi8(8e)8agen swv, etw, unwahres
sagen
molte stf. Staub, Erde
möre stm, pl moere Pferd
müejen^rt müete, muote, stw
schmerzen, ärgern,bekümmern
müelichen adv, mit Mühe, kaum,
ungern
müe^ic adj, in Ruhe, ohne Ar¬
beit, unnütz
muoder stn, Oberfläche, Decke
muot stm, Sinn, Gesinnung,
Stimmung, Neigung, Lust,
Wille, Agehren
muoten swv, begehren, verlangen
(m. gen)
machen swv, ahlassen (m. gen)
müre stf, Mauer
näch adv, nahe\ beinahe
nähtint adv, gestern Abends
name swm, Name, Stand, Würde,
oft nur umschreibend
nan = nam
ne, en inclinierte negation; mit
conj in Nebensätzen: es sei
denn dass, ausser, wenn nicht
neigen swv, erniedrigen
nemen stv, war n. beachten, be¬
sorgen, Sorge tragen
neye swm, Neffe, Verwandter
Überhäuf
niene adv, nicht, nichts, durch¬
aus nicht
Bieten swv, sich, beflissen, he^
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160
Wörterverzelcbn?9.
dacht sein, streben; einer
Sache sich erfreuen oder sie
leiden
nigen siVj sich (dankend) ver¬
neigen, danken
ni(e)nder(t) adv,nirgend,keines-
toegs, durchaus nicht
nit stm, Hass, Kampfgrimm,
Feind^haft
niuwan, niwan: cor\; u, adv,
wenn nicht, ausser, nur
nöt stf, Bedrängnis, Not, Kampf;
Bedürfnis, Verlangen, Not¬
wendigkeit
noBten swv, zwingen (gen wozu)
nötic adj, bedrängt; von n6t
(Kampfarbett) ermüdet
od = oder
ors stn. Ross
ort stn m, Spitze
ouge sum, ander d’oogen ins
Besicht \Anblick
oogenweide stf, Augenweide,
ouw6, owö Ausruf der Klage,
des Wunsches, des Staunens
palas stn m, Gehäude mit Saal
pfelle stm, feines Seidenzeug
pfenden swv, einem ein Pfand
ahnehmen, berauben
pfiesel stm n, Frauengemach;
-gadem stn, dasselbe
pflege stf, Aufsicht, Fürsorge,
Hut
pflegen stv, behüten, in Obhut
haben; ausüben, thun, auf sich
nehmen; minne (S!^)
raten. Oft nur umschreibend
(strites ph=8triten
pflüm stm, Strom
pfuch interj, pfui |
pilgerin stm, Pilgrim, WaU-\
fahrer \
pin stm f, Pein, Qual, eifrige
Anstrengung [Ecke 35,9 der
Schmied soll gesegnet sein)
queln stw, ztoängen, drücken;
maidern
rära en swv, zielen, trachten,nach-
stellen (m gen)
rant stm, Rand, Schild
rät stm, Rat, Beschluss (ze räte
werden zu e,BescJU, kommen);
Anschlag; Abhilfe, Erlösung
(m gen); Unterlassung, Ver-
zichtung, Entbehrung
räten stv, raten, ber,, berat¬
schlagen ; ze väre (stf) r. auf
Schaden, Nachstellung sinnen
redebsere adj, tauglich, gewandt
reht stn. Recht, Gebühr; ze
reh te mit Recht, richtig, genau
reht(e) adv, gerade, genau so;
reht als genau so, als oh
reise stf. Fahrt, Kriegszug
reifen swv, reizen, antreiben
rären swv, fällen [{m gen)
räroop stm, Raub an einem Er¬
mordeten, Leichenraub
riben stv, (prt reip)/ umbe r,
umdrdien
riche adj, vornehm, mächtig,
reich, herrlich
riden stv, drehen,wenden,bewegen
rilichen adv, reichlich
rinc stm, Ring, Panzerring;
Kampfplatz; pl Ringpanzer
ringe adv, wenig,gering; wohlfeil
rische adv, sdinell
risen stv, fallen
riuwen stv, leid sein, verdriessen,
schmerzen; swv, beklagen,
reuen
ri^en stv, sich heftig, lärmend
bewegen
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W örterverzeichnis.
IGl
rone sumty (umgefallener) Baum¬
stamm
rücken prt, ruhte, ewVy rücken,
drängen, eich bewegen
rümen swv, verlassen; r. den
Platz verl.
rüncn swv, heimlich zuflüetem,
melden
ruochen stov, sich kümmern,
begehren, geruhen
ruof slm, Ruf; d& was vil
kleiner ruof da gab es wenig
Rufen nach Bedienung, d. h,
die B, war aufmei'ksam
ruon = ruoin sim, Ruhm (wie
übh. im Dialect des Ecken¬
lieds öfter Schluss-m durch -n
vertreten)
ruowen swv, ruhen
sä adv, alsbald, gleich
sahen stm, feine Leinwand
Sache stf, Sache, Ding; mit
disen suchen indessen, in¬
zwischen
sahs stn, (Kurz-)Schwert
sal, -wes adj, schmutzig
saelde stf, Heil, Glück
sam adv, so, ebenso, gleichwie,
wie; conj als ob
säme stom, Feld, Boden, Kampf¬
platz
sanfte adv, leicht, langsam, be¬
quem, wohl
sarfelwät stf, Kriegsgewand,
Rüstung
schaffen stv, bereiten, herbei¬
schaffen, besorgen
schallen swv, rufen, schreien,
lärmen
sohef = schif sin, Schiff
scheiden stv,trennen,absondem,
Eadnm und Dietriohepea.
beenden; Weggehen; enden;
sch. den Kampf beilegen,
schlickten
schellen stv, laut werden, schal¬
len; swv, ertönen machen,
lassen
schiech, schiebe adj, ab
schreäcend, hässlich
schieben swv, scheuen
schiere adv, bald, gleich, schnell
schienen stv, schiessen; sich
schnell bewegen, fallen
schiitgesell eswm,Kampfgenösse
schimpf stm, Scherz
schin adj, offenbar, sichtbar, be¬
kannt
schinen stv, glänzen, erschei¬
nen; sch. lä:;en zeigen
schirmen swv, parieren, fechten
schöne adv, bedächtig, aHig,
freundlich; sorgfältig
schroten stv, pi*t schriet, {zef*y
hauen, {zer)8chneiden
schult, schulde stf, Schuld,
Ursache, Grund; von —
schulden mit Recht, mit vol¬
lem Grunde
schnoben swv, anziehen
8chüt(t)en swv, prt schütte,
schütteln, schwingen; Rüstung
oblegen
söblat stn, Blatt einer Seepflanze
sedel stm, Sitz [(Seerose)
sehen stv; leide sehen mit
refiex, Dativ, einen betrüben¬
den Anblick haben
seine adv, langsam, lässig
seit, Seite, goseit = saget,
sagete, gesaget
selde stf, Herberge, Wohnung
sör stmn, söre stf, Schmerz; adv.
schmerzlich heftig, sehr
11
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16^
Wörterverzeichnis.
8ider(e) aä/o, hemaGh, später
sigen stv, sinkenj sieh senken;
von oben herabkommen
sin slm^ oft im ply Gedanke,
Verstand, Einsicht; Absicht;
Bewusstsein, Besinnung
sine = si ne; sin = si in
sinewel adj, rund
sint, sit adv präp conj, seitdem,
darnach, später, seit, nachr
dem, da, weil
site st swm, Art und Weise, Be¬
nehmen, Anstand, Gewohnheit
siuften siov, seufzen, beklagen
slahen stv, schlagen, erschlagen
slahte, slaht stf, Art, Weise
(maneger)8labte (mancÄ^)fe/-
slehtes adv, schlechterdings,
durchaus
slifen stv, gleiten
sliz stm, Schlitz, Spalte; Schlitz
im Schoosse eines Panzer¬
hemdes
smaBhe adj, verächtlich, gering-
8chätzig{sm, haben^ qeringsch
behandeln, verachten)
snö, -wes stm, Schnee
snel ad;, ras(h, kühn
sont ihr sollt
sorge stf, Besorgnis (m. gen um,
für wen); Not, Gefahr
sparn swv, schonen, retten
sperwehsel stm n, Speerkampf
spiln stpv, spielen; leide sp. e.
böses Spiel spielen, aufführen;
sich lebhaft bewegen', blinken
spor stn m, Pusstapfen, Fährte,
Spur
sprechen stv, mit dat von einem;
üf die triuwe sprechen ver¬
dächtigen
sprunc Sprung; Ursprung,
Quell; von sprunge(n) varn,
einherspringen, auch anhd>en,
beginnen, zur höhnenden Be¬
zeichnung für die Jugend
stän, sten stehen, sich stellen
stapfen swv, im Schritt reiten
stat stmn, Gestade, Ufer
stat stf. Ort, SteUe
staete adj, beständig, fest
stierruoder stn, Steuerruder
Stic stm, Steig, Pfad
Stößen stv, stossen; vol st. füllen
sträfe stf, strafen stw, tadeln,
schelten; strafen, züchtigen
8traht = 8trahtet, stractet, von
strecken , austrecken, dar¬
strecken (die hende, Treue
schwören)
stricken swv, festbinden
strichen stv, streichen, einher¬
ziehen, eilen
strit stm, wider str. im Wett¬
eifer
strüben swv, rauh sein, empor¬
stehen, sich sträuben
str neben stw, straucheln,stürzen
Stunt) stunde stf, Zeitpunkt,
Zeit; Augenblick; (dri)8tunt;
{drei) Mal; an der (den)
stunt (stunden) sofort, so¬
gleich: ze stunt {auchplur)
alsbald, sogleich; auch: ein¬
mal, vor Zeiten; bi d. st.
in, zu der Zeit, dämals; gleich
sturm stm, Kampf
süberlich adj, rein, schmuck,
schön
sumelich pron adj, irgendeinet',
mancher
sümen swv, auf halten, hindern;
säumen, sich verspäten
sunder ptp, ausser, ohne; adv,
abgesondert, besonders, sehr
sanderbsere ad/o, unverzüglich
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W örterverzeicbnis. 163
BUS adjy so; sonst, so aber tougen adj, adv, stn, heimlich;
swach adj, swache adv, gering, H-keit; äne t. offen
niedrig; %oenig tönnde p^dc von töu(we)n swv,
swachen swv, erniedrigen, ver- sterben
ächüich machen; versehren tragen stv (treit = tra-
swar adv, wohin auch, w, immer gen, bringen; sich betragen,
swaere stf, Kummer, Leid, leben; haben, besitzen
Schmerz trabten siev, denken, überlegen,
Bwehen8wv,fliessen,8chwimmen, trachten, streben
sich hin u. her bewegen trämen swv, mit Balken belegen,
Bwemmen swv, prt swamte versehen
schwimmenmad%en,las8en{sc, triben stv, treiben; sprengen;
das Pferd) etwas fortgesetzt ihun; umbe
Bwen(ne), swan(ne) conj, wann tr. herum tr,, verfolgen
auch, sobald als, wenn triutinne stf, Geliebte, Gattin
Bwer, swa:; wer immer, jedes triuwe stf, Treue, Zuverlässig-
wer, wenn irgend wer; Bwa^ keit, Versprechen; trinwen,
adverbial, wie sehr {oft) auch, eiatvi\xvfS)ri traun, wahrhaftig,
alles was, was immer fürwahr
ßwie adv, wie auch, wenn auch trucken stf, trockene Stelle
ewiger s^, Schwiegei'muttei* trüt stm n, Geliebter, Geliebte,
Bwinde adj u, adv, rasch, heftig, Liebling
ungestüm, schnell tücke pl von tue stmBenehmen;
Gewohnheit, Art u. Weise
tac stm. Tag; letzter, Todestag; tump adj, unerfahren, unbe-
TagesUcht sonnen, jung
tal stn, Thal; ze tal hinab, nieder tfiren stov,ausdauem, ausharren
tälanc adv, den Tag zu Ende, turn stm, Turm
tan stm, {Taimen)wald [heute turren {ich tar, torste), wcLgen,
teil stn, ein teil {acc) ein wenig, dürfen
etwas; {iron = sehr) twingen stv, pressen, zwingen^
tiure tiuwer adj, adv, teuer, dr^kenjbezwingen; antreiben,
wertvoll, ausgezeichnet; selten, nötigen, Not anthun
nicht vorhanden, wenig; sehr,
heftig übele stf, Bosheit \mütig
tiuren stw, ehren, verherrlichen übermüetic adj, stolz, über-
stmf.,ritterh Zwei- überwinden stv, überwinden,
kampf mit Speeren überreden (wozu, gen)
tobeheit stf, Raserei, Wut üebse stef, Achselhöhle
tone, zu tugen, tügen, kraft- üf, ^ienpräp, bis auf; in der
haben,nützen,erforderlkhsein; Erwartung, Absicht von, auf
w&z tone der rede m^re onbescheidentK^‘,ma«aZoa,r^Ä;-
wozu noch viel Wo^'U sichtslos
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164
Wörterverzeichnis.
u nbilde stn^ Unrecht, Verbrechen
ünde 8tf, Welle
iinder-diu adv, indessen, unter¬
dessen
understän stv, verhindern, ab-
wehren
unersuoeht prtc adj, unerprobt
ungebaere stf, freudloses Be¬
nehmen, Jammer
ungebiure aÖQ, unlieblich,
schrecklich \geschtck
ungelinge stfn, Unheil, Miss-
ungemach stn, Leid, Unheil
uDgemüete stn, Missmut, Zorn
ungen&de stf, meist pl^ Be-
sfbwe^'ds, Mühsal, Unheil;
Unglück; Ungnade
ungeruowet prtc, ohne Ruhe
ungesellicliche adv, in un¬
freundlicher Weise, nicht
freundschaftlich
ungesunt adj, wund, verwundet
ungevüege adj, stark, heftig;
unhöflich
uDgewin stm, Schade
unmaere adj adv, gleichgültig,
unlieb
unminne stf. Streit, Feindschaft
unsite stm, unfeines Benehmen,
Zorn
unt, nnde; auch zur Einleitung
von Bedingungssätzen
unversunnen partc adj, bewusst¬
los, besinnungslos
unverzeit = unverzagt
unz, iinze bis
tippeclichen adv, auf herab¬
setzende Weise
urborn srev, sicb^aicA anstrengen
urliiige stn, Krieg
ursprunc stm, Quelle, Ursprung,
Ausgangspunkt
ü?er präp, aus
väben, vän, prt vie stv, fassen;
ein-, umfassen
vabs stn, Haupthaar
valscb stm. Trug; valsches äne
fehlerfrei, makellos
vande, vende swm, Krieger
var adj, färbig
vären swv, nachstellen (m gen)
vaerlingen adv, hinterlistig, von
hinten, aus dem HinterhdUe
vaste swf, Fastenzeit
veige adj, zum Tode, Untergang
bestimmt; totbi'ingend; tot
veil(e) adj adv, feü, käuflich
vende, s vande
venre, vener stm, Fdhnenführer
venstersteine pl, steinerner
Fensterrahmen [von
verbern stv, auf geben, ablassen
vercb stn, I^ben; verchslac $tm,
(tötlicher) gefährlicher Schlag
verdagen swv, vet'schweigen
verderben stv, zu schaden kom¬
men, sterben; swv schädigeiip
töten
verdrieijen stv, lästig dünken^
langweilen, belästigen
vereinen swv, sieb: Überein¬
kommen, sich einigen, sich
entschliessen [eilen
vergäben suw, sieb, sich über-
verbagen swv, mit einer Hecke
einzäunen
voT}e\ionstv,{aus)sagen,bekennen
verkiesen stv, verzichten, auf,
g^en, verschmerzen
verkosten swv, mit Zehrung
versehen
verkoufen suw, verkaufen, hin-,
preisgeben
verläsen (-län) auf geben, unter¬
lassen; anvertrauen (ze helfe
in, zum Schutze)
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W or terverzeichnis«
166
Verliesen stv, verlieren; ver~
gebensj ohne Nutzen, Erfolg
thun [verrcUen
vermelden ewv, merken lassen,
vermeij^jen adj prtc, kühn, ver¬
wegen [entkräften
vermüejen (prt -muote) stov,
verre adj adv, fern; sehr
verroeten su>v,rot,blutig machen
verschalten stv,wegst 08 een,weg-
nehmen {woher, dat)
verscholn etov, verwirken, ver¬
schulden
verschröten stv, zerhauen, zer-
schneiden
versehen stv, nachsehen, ver¬
zeihen; sich V. sich gefasst
machen, auf etwas rechnen
verseit = versaget
Versionen stv, bemerken; sich,
zur Besinnung kommen; be¬
greifen, einsehen; prtc ver¬
sonnen dis adj, besonnen, ver¬
ständig
versmähen swv, gering, verächt¬
lich erscheinen, missfallen
versmächliehe adv, spöttisch,
verächtlich
versprechen ^v, verreden, aus-
schlagen [gleichen
versüenen swv, gutmachen, aus-
versuochen swv, versuchen, ei'-
pröben; zu erlangen suchen,
sich bemühen um; versuocht
adj prtc, erprobt, erfahren
verswenden stov, aufbrauchen,
htnbringen [{m dai)
vcrteilen.stet7, fluchen, verfluchen
vertragen stv,. hingehen lassen,
sich gefallen lasssen
vervähen (-vän) stv, frommen,
auslegen, anrechnen; vür zorn
vervän sich beleidigen, zürnen
verw&^en stv, verfluchen
verwegen stv, sich, sich ent-
schliessen
verwi?en stv, vorwerfen
verworht adj prtc, verworfen,
verflucht
verzihen stv, sich, m gen, ver¬
zichten, auf geben (prtc, ver-
zigen)
vestenen swv, verleben
vie prt von vähen
vinden stv, auch: wahrnehmen,
kennen lernen
viur, vi(u)wer stn, Feuer
Vliesen, vlös, vloren = ver
liesen etc,
Vliesen stv, schwimmen, fliessen
vli? stm, Beflissenheit, Eifer;
ze vli?e sorgfältig
vog(e)t stm, Herr, Fürst
volcdegen stm, im Heere (Volke)
ausgezeichneter Held
voUangen swv, vollständig, bis
zum Ende reichen, erreichen
vor adv, vom, vorher, früher
einmal
vornän adv, von vom
vreide stf, Gefährdung, Gefahr;
an der v. stän m Gefahr
kommen, sein
vreise stf, Gefahr, Schrecken,
Verderben \bar
vreislich adj, schrecklich,furcht-
vremeden swv, meiden
vreude stf, Freude, Unterhal¬
tung, i^iel [mütig
vrevelte) adj, kühn, frech, über-
vriden s%ov, in Brieden bringen;
0 % vr. den Kampf beilegen,
WaflenstiUstand oder Frieden
vriedel stm, GeUebter [machen
vriliche adv, frei, unbekümmert,
frisch weg
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W drtenrerzeichnfs.
166
vristen aehützen, retten
vrö, vrou, vrou we aw atf, Herrin^
Dame, Frau oder Jungfrau
von Stande
vrömde, vremede adj, fremd,
einem andern gehd^'ig, unbe¬
kannt
vrum adj, tüchtig, tapfer; dir-
bar,nützlich;^riXmec\\(i\ienadv
vrumen, vrümen swv, machen,
vollbringen; helfen, nützen
vüegen swv, beivet'ketelligen, zu
Stande bringen; bereiten, be¬
scheren; sich V. eich ereignen,
eich paaalich gestalten
vuoge stf, Kunstfertigkeit
vür auch: ganz wie; vür töt
wie tot, halbtot.
vürba^ adv, weiter, fürder
vürgebäege stn, Brustriemen
{bei Pferden)
wäc stn, Flut, Wasser, Meer
wäge stf. Wage; der milte ein
glichin Wäge bildlich: gleich,
gerecht zuteilende Wage der
Freigdfigkeit; uf die w. setzen
aufs Spiel setzen, einsetzen
wagen swv, sich schwankend
bewegen
wal stn, Schlachtfeld, Gesamt¬
heit der dem Tode verfallenen
Schlachtreihe; walgenö; stm,
Kampfgenosse
wan = man
wan adv u. conj, ausgenommen,
ausser, nur; wenn nicht, nur
dass
wän stm, Meinung, Hoffnung,
Erwartung, Absicht; sunder
wän gewisslich; nlht näch
wäne nicht aufs ungewisse,
nicht wenig
wsBn (= ich waene), oft ein¬
geschoben gebraucht: ich ve^'*
mute, ich glaube, ich meine
wanc stm, Wanken; sunder w.
unzweifdhaft, durchaus
wände, want, wan conj, weil,
denn
Wandel stn m, Wanddbarkeit,
Gebrechen, Fehler
war adv, wohin
war nemen m gen, auf etwas
acht haben, es thun, voUfUhren
warte, wart stf, Wacht, Vor-
posten{dienst)
wät stf, Kleidung
waten, prt wuot stv, waten,
schreiten, dringen
weder — oder, in disjunktiven
Fragen; eigentlich: was von
beiden
wegen swv, schütteln, bewegen
wegen, prt wac stv, in Bewegung
setzen, richten, lenken, {einen
Schlag) geben; mich wigt ich
kümmere mich um etwas,
nehme Rücksicht darauf {die
Sache od, Pers. im nom)
weiben swv, wehen, flottem
wellen woUen; mit inf auch um¬
schreibend: natürlich, wahr¬
scheinlich; (ihr etc.) dürftet
welrecke swm, ausgezeichneter
Held
wenden swv, umwenden, ab¬
wenden, abwehren, rückgängig
machen; da? leben w. töten
went = 2 prspl ind, vcm wellen
wer, wa?; wes adverbial, wa¬
rum, weshalb; wa? mit gen,
wie viel
werben stv, verfahren, sich be¬
nehmen, betreiben, ausriehten,
streben, zu gewinnen suchen
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W Örterverzeichnis.
167
werfen stv, üf w. schwingen^
emporheben; umbe umwenden
wo(r)lt stff Menschheit, Welt,
L^en
werre swm, Not, Schaden
werren stv, stören, hindern,
schaden, verdriessen
wert stm, Werder, Insel
wesche swf, Wäscherin
wicgeserwe stn, Kampfrüstung
wide stf, Strang {aus Baum¬
ruten)
wider-komen stv, sich erholen
widerriten stv, im Ritt {Kampf)
begegnen
widersagen siov, auf sagen, ver¬
sagen, absclüagen; Friede und
Freundschaft auf sagen, Krieg
ansagen
widerschin stm, Widerschein
widerteilen suw, ahsprechen.
verlustig erklären
widerwarte swm, Feind
wie adv, wie, warum
wiel prt V. wallen
wigant stm, Krieger, Held
wile stf, "Weile, Zeit; die wile
unde so lange als; underwilen
bisweilen, manchmal
wilde stf, Wildheit, tounderbare
Art {Grösse) \
wilde cdj, auch:fremd, abhanden
Wille sum, Wille, Gesinnung
winden stv, wickeln, ringen; an
w. mit acc: zugehören, ver¬
wandt sein mit
wine stm, Breund, Geliebter
wint stm, auch bildl. ein Nichts
wirs adv comp , schlechter,
schlimmer
wis = bis 2 sg imp, sei
wise adj, erfahren, weise, klug;
aU
wisen swv, weisen, zeigen,
führen, leiten.
wite stf, Lichtung
witze, witz stf, Verstand, Ein
sicht, Besinnung
wi?e stf, weisse Farbe
I wi^en stv, Vorwürfe machen,
vorwerfen
wo\kenh\Si,{-weB)adj,himmelblau
wölpinne stf, Wölfin
wunder stn, Verwunderung;
(mich h&t w. ich wundere
mich, ich möchte erfehren);
wunderbare Sache, Thal, Er¬
zählung, Menge; Wunder
wünsch stm, das höchste, voll¬
kommenste; ze wünsche voll-
wuof stm, Klageruf {kommen
wuot prt von waten
würken, worhte, geworht suw,
schaffen, arbeiten, verfertigen,
vollbringen
zage swm, Feigling, Schuft
zäher, zeher stm, Thräne,
Tropfen
zart adj, zärtlich, lieb
ze- als präfix = zer-
zegelichen adv, feige
zehant adv, sogleich
zem, zen = ze dem, ze den
zemen stv, ziemen, anstehen,
gehören, gefallen
zergän stv, vergehen, ein Ende
nehmen
zerinnen stv, zu Ende gehen,
ausgehen, mangeln
zervüeren swv, verwirren
zende pl v zant stm, Zahn
ziehen stv, ziehen, führen, er¬
ziehen; ein Ross vorfUhren;
an einen, sich auf ihn be¬
rufen, an ihn appellieren
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168
W örtei'verzeichnis.
ziere adj, prächtig, schön,
herrlich.
zihen stv, beschuldigen.
ziln swv, zielen, richten, zur
messen, zerhauen. ,
zit stf, Zeit, Zeitpunkt, Lehen;
an die zite duhin, dazu.
zouwen, zo wen stov, von statten
gehen. [leidigung.
Zorn stm, Zorn, üntuiUe, Be-
zücken, zucken zu;v, prt zuhte
schnil ziehen.
zuht stf, das Zieheni Behand¬
lung, Züchtigung, Bildung,
feine Sitte, Anstand (gern
plur.).
zw&re adv, wahrlich, fürwahr.
zweien swv, spalten gezweiet
in ir muote mit zwiespältigen
Gefühlen [NB. Seite 23. Str.
13 ist Küdrün zugleich Objekt
u. Subjekt; vgl. 1.30, 45].
zwiu wozu, warum; zwiu bist
dü wozu bist du da, taugst du.
Nachträge.
bekan = bekam (kam, gelangte), j» 7^
beträgeri swv, impersönlich, verdrießen (mit Genitiv der
Sache).
deich = da :5 ich,
genftde (auch:) Buhe (K. 957 Wortspiel).
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OSeraeic^nis der bis je$f erf^iettenen Sdtide*
gibnofbcfebCT^bitofopbic-1
Aait]rt]>roMe«c der milofop^fe o.
Dr. ®eorg 6immel» jmfenor an ber
Unioerflt&t Q3er(in. m. 500.
in die milefeii^ie oon
Dr. 3no| ®enlfd)cr, $rof^or an ber
UnioerflWt Äöntgsberg. m. 281.
OefAic^fe btt OTttefepiie IV:
lenere 9^iIofe|i^ie bis ^anf
oon Dr. 03runo Saucb. ^rofeffor a. b.
Unioerflfät ßalle a. S. 5lr. 394.
— V: Ommannel^anl oon Dr. Q3runo
^u(b. ^rof. a. b. Unio. ikUe. <nr. 526.
^fncbblbbie nnb Geaifi ’anr Q^in«
fil^mtig in die 9fiIoff9|i^ie oon
<Profe|for Dr. Ctlfenbans. 91111
13 ^guren. 91r. 14.
Cdrnndrm der ^9(b9|il^9fifi oon
^rofcffor Dr, ®. g. ßipps ln Ceipalg.
3 glguren. !Rr. 98.
tffbifi oon ^rofefjor Dr.l£^onias9I(beH9
m Sremen. 9lr. 90.
tflloenteine ttffl^etifi oon ^rofeffor
Dr. 9nas 9)ie3, Cebrer on ber iigl.
91habemie ber bilbenben AOnfte in
6fullgarf. 9lr. 300.
gibliofbcb ber
Gprccbwtffcttftbgfi«
Ondogeminn* 0|irac^i|fenf(^aff o.
Dr. 91. 9Reiinger, ^ro^ffor an ber
QtomanHf^ 0|iraf^ini|fenf(^aff oon
Dr. 91dolf 3<iuner, ^^rioatbojent a. b.
Unioerf. Wien. 2»be. 9lr.l28. 250.
eewififAe Gpraf^miffenfe^aff oon
Dr. a. 93ro(belmann, "Profeflor an ber
Unioerfitfit Königsberg. 91r. 291.
Ofinnifcb«ngrifc^e ^raf^miffen*
fc^afl oon Dr. Sofef ejinnpei, $rof.
an ber Unioerfitöt Subapefl. 9lr. 463.
Genffc^e Orammafib unb burje ®e«
|(bi(ble ber beutfeben 6 pra(be o. 6 (bulr.
^rof. Dr. O. Spon i. Bresben. 9lr. 20.
Gei^me ^eefib oon Dr. K. 93orins6i.
^rof. a. b. Unioerf. 9nfin(ben. 9lr. 40.
Geinfcbe Qledele|re oon Kans jßrobfl.
Gpntnafialprof. in Samberg. Sr. 61.
tfnffnjtonfwtlrfe oon Oberfhibienrat Dr.
C. W. 6 traub, Sebior bes Ciberbarb«
Subn>igs-® 9 mnof. i. 6 tuffgarf. Sr. 17.
SOirferdneb nadb ber neuen beutfeb. Secbl-
jebreib. 0 . Dr.ßeinricbKlenj. Sr. 200.
Genffebes 9Birferdn^ o. Dr. Si<barb
Coeme in Serlin. Sr. 64.
Gns Qfrenidinorf im Genffcben oon
Dr. Subolf Kleinpoul, Ceip 3 iQ. Sr. 55.
Gentffbes Sremdmirferdndb oon Dr.
Subolf Kldnpoul in Ceip^ig. Sr. 273.
^dlnfidenffcbc SSnndorfen oon Sro-
feffor Dr. ßub. ®rimme in greiburg
(Äbioeix). Sr. 461.
S)ie denffiden ^derfonennnmen oon
Dr.SuboIfKleii^ul, Ceipjig. Sr. 422.
Cdnder* nnd 99dlfiemamen oon Dr.
Subolf Kleinpoul in Ceipjig. Sr. 478.
9ii<L>deiifffb*09fpr8cftsdtif^ o.<prof.
Dr.C^.Kousbnecbi. Caufanne. 9]r.424.
Oeffbidbie der grief^ifd^en 0prac%e
1: 95{s jnmSItisgaiige derfUof*
fifcbcii 3eif oon Dr. Otto ß^mann.
Srof. an ber Unio. 9Rfinffer. Sr. 111.
— der lefeinifc^en Gprac^e oon Dr.
griebricb 6 tol 3 , Srofefjor an ber Uni-
oerfitat Snnsbru«. Sr. 492.
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Omiidrib der lefeitiifAcn 0|iriu^
ledre Don ^rof^or Dr. QSoffd^
in SRagbcburg. ^r. 82.
SUiffifc^e Cdrawinafifi oon Dr. (Sric^
Scmefier, ^rofeffor an 5er Unioer*
fitäf QSresIau. är. 66.
kleines ntfVIMei ^ofiadelbnc^ oon
Dr. Crid^ Soedme, Cefüor an 5er
ßan5e(s5o<f)f(^uIe Serlin. 9lr. 475.
9tt^ifcft«deiiff^es <S^torScftsbtic^ o.
Dr. ari(^ ^meber, ^rofeffor an 5er
Unioerfifäf Sreslau. mr. 68.
9ttifVif(|es Cefebtif^ mit Oloffar oon
Dr. ®ri(^ ÖSemeher, ‘Profeffor an 5er
Unioerfitat QSresIau. Str. 67.
Gefc^ic^fe der hlaffifc^ett q[ldiIo-
rwle oon Dr. ^ilL üroll, or5. $rof. |
an 5cr UnioerfitAf Wnfter. 5lr. 367.
fitterafursefcbtcbatcbe
JDeuffc^e Ciferotaraefc^ic^le oon Dr.
Ono; ^od). ^rdeflor an 5er Unioer-
ntöt Breslau, m. 31.
iDeuffcde Ciferatart^We der
^lianiderseif oon ^rofcifor (larl
QBeitbrec^t. unb ergän^
oon ^rof. Dr. fiarl Seraer. Ifir. 161.
iDeuffcM Ciferafmrgel^iAfe de«
19. Oadr^miderf« oon ^f. C^orl
^eitbredbt. ^urdMefeden un5 ergAnsf
0. Dr. 7lld)ar5 ^eftbr^t ln Pimpfen.
2 lelle. tnr. 134 unb 135.
Cdefc^icble des deuffAen 9loiiiaiis
oon Dr. jSeUmuf^ Smeltie. ^r. 229.
Oofifcbe €^ra(^deiifMiSIer m. ®roin«
matin, Qoerfe^ung unb QlrlAuterungen
oon Dr. jSerm. Sanken. SHrektor 5er
Königin thiKe-6(buIe in liAnigs-
berg i. qjr. Sir. 79.
?)eoIgpninoftum in Ulm. ^r. 28.
Obdalieder mit Grommofik, Uberfekung
unb (SrIAnferungen oon Dr. ^ilp.
?ianifd), ^mnafialoberlebrer in Os«
nobrflik. m. 171.
IDa« 9Balidari«Cied* (Sin ßelbcnfang
aus bem 10. Sakrpunberf im Q3ersmake
5er Urfdirift fiberfe^f unb erlAuteri
oon profraor Dr. 5. 91U^ in
Weimar. 9tr. 46.
IDiAfttngen ans mUleldoc^devIff^er
QfrftdAeif. Sn ^usmapl mit Einlei¬
tungen unb W5rierbu<d (erau^egeben
oon Dr. Hermann San^, Direktor
5er Abnigin Cuife*6(dule in Königs-
berg i. ^r. 5lr. 137.
!^r meliiiiae 9ldf in tUusmakl unb
miiieaof^bCKfff^e Orawntofili m.
kur). WArferbu<d o. Dr. W. Eottk^r,
^rof. a. 5. Unio. ?iofto(k. IRr. 1.
#iiidrtiii «nd (Diefrtf^epen. Wif Ein¬
leitung unb Wörferbu(k oon Dr. O.
C. Siri^, *PTofe|for an ber Uni-
oerfitAt Wfir)bi^. IHr. 10.
AoriManii oon Suie, 3DeIfrani oon
ttfc^endaf^ nnd CdofffHed oon
0fraBdnrg* ^usmabl aus bem pöfi-
{Aen (Spos mit Anmerkungen unb
Wbrterbu(b oon Dr. A. SRoroib, ^Uro-
feffor am Agl. griebricbskoUegium 3U
Königsberg i. pr. Ar. 22.
EOoIfder oon der 99ogelioeide mit
Ausnm^l a. SSinnefong n« 0pmf^«
dic^fnnn. Wit Anmerkungen unb
einem Wörterbuch oon O. Eflntter,
Prof. a. b. Oberrealfchule u. a. b. Sed)n.
ß^fchule in 6tutfgart. Ar. 23.
IDie Cfpiaonen des diWcben dpos.
Ausnmhl aus beutfd)en Pimtungen bes
13. Sahrhunberts oon Dr. AikforSunh,
Aktuarius ber Kaifedichen Akabemie
ber Wiffenfchoften in Wien. Ar. 289.
Senffd^e Ctfemfnrdendntdier des
14« nnd 15. Qadrdnnderfs. ousge-
mAhlt unb erlAutert oon Dr. ^Wrmann
Sonden, ^Direktor ber Königin Suife-
6(hule in Königsbein i. pr. Ar. 181.
E)enfifde ßiferafnrdendmSIer des
19« Ool^r^derts« I: SRarfin
SSnfder« ^omas Sllnmer nnd
das Ktindenlied des 16« Godr-
dnnderfs« Ausgen)Ablt unb mit Ein«
leitutmen unb Anmernungen oerfehen
oon Prof. E. ^erlit, Oberlehrer am
Aikolaigpmnqjium )u Ceipsig. Ar. 7.
— 11: Aans 0adb«- AusgeioAhlt unb
erlAutert oon profeffor Dr. Sulius
6ohr. Ar. 24.
— Ult iDonSronf d.EUaendagen:
Sronf> finffen« flfifcdart, fomie
Sierenos nnd mM« AusgeioAhlt
unb erlAutert oonKhrofeffor Dr. Sulius
6ahr. Ar. 36.
— des 17« nnd 16« Gad^onderfs
oon Dr. Paul Cegbanb in 93erlin.
1. «teil. Ar. 364.
y Google
2
0 fiii|^lici«s 0 ii« 9 lici|fiiKtis oon &aii»
5 alu>b C^^riftoffel oon ®rimmel3()aufm.
Sn ^sioobl ^eniusgegeben oon Dr.
R. Soberfog, (DoAcnt an ber Untoer«
fftät «reslau. 9lr. 138.
2)as bcnffc^e ^ollislieb* Slusgetoä^U
unb erlöutert oon ^rofefjor Dr. SuUus
6 abr. 2 Q3änbd)en. ^r. 25 unb 132.
ttnalifcfte Ciferotaroefd^ic^le oon
Dr. oarl ®clfcr ln OTicn. 3lr. 69.
Ornndsiiae ntib Sianptttmtn der
engmnen Ciferoteraefd^icble oon
Dr. ämolb 9R. 911. 6d)röer, ^rof.
an ber i)anbelsbod)f(bule tn Aöln.
2 Seile. 9lr. 286 unb 287.
Gfalienifc^e Ciferotargefdjiic^le oon
Dr. ^arl 9)ob(er, ^^^or an ber
Unioerfifäl ßeibelberg. ^r. 125.
0g«iiifdie Cilerahirgefd^ic^fe o. Dr.
^ubolf Sccr, 9Bien. 2SBbc. 9lr. 167,168.
(ffiule SnOncben. 9lr. 213.
Ciferoiuraefc^ic^le o. Dr.
®eorg ^olonshij in uHÜncbcn. 9lr. 166.
^i^fcge ßilerofitr oon Dr. Ctri(b
Soebtne. Cebtor an ber iSanbelsbocb«
hbule QSerlin. 1. Seil: 91usu)abl mo-
bemer ^rofa unb ^oefie mit ausffibrl.
9Inmerb. u. ^Ibjenfbeßeicbnung. 91r. 403.
— II. Seil: BcenojiOÄt* l apuiuHT,,
PaacKaau. IQlit ülnmertuingen unb
Sltuentbe^eicbnung. 91 r. 404.
0UiotfAe CiferafnrgHc^icftle oon
Dr. Sofef ^aräjefi in wien. 1: lOltere
Citeratur b. 5 . 9Biebergeburt. 91r.277.
— 11: 3)05 19. Sabrbunberf. tRr. 278.
9lordif^e CUerafiirgeffibic^le. l:3)ie
isUlnbif(be u. nonoegijcbe Citeratur be 5
Snittelalters 0 . Dr. 3Bolfgong (Boltber,
35rof. on ber Unio. 5loftodi. 9lr. 254.
0ie fiani^Uilerafiireti des Orients
oon Dr. SRid). ßaberlonbt, ^riootboa.
a. b. Unioerf. 9Bien. 1 :3)ie Citeroturen
Oftofiens unb Snbiens. 91r. 162.
— II: 2 )le ßiteraturen ber Werfer, Semi¬
ten unb Sfirben. 91r. 163.
Oie c^rifllif^en Cilernfnren des
Ortenf! i oon Dr 9(nton Saurnftarb.
1X Ginleitung. — 3)as d)rilttid)-oromS-
if(be u. b. boptif(be 6 d)rifftum. 91r. 527.
— 11t 3)05 (briftlicb-arabifcbe unb ba5
Atbiopijcbe S^riftfum. — 3)05 (brift-
liebe Sibrifftum ber 9Irmenier unb
Georgier. 91r. 528.
idried^if^ Gtferai«r|cff^i<dfe mit
33erfiM(btigung ber 3Bi|feij^ften oon
Dr. 911rr^ Genbe, Orofraor an ber
Unioertit&t Greifsmalb. 9(r. 70.
SlintifAe GiferatVMefc^i^fe oon
Dr. ßerm. Soad)im, Hamburg. 91r.52.
OieStefamoqxdofen desip^Onidins
Sofo* Sn momabl mit einer Gin>
leitung unb Slnmeilutngen b^nxuoge-
geben oon Dr. Suliu5 Sieben in
Sranbfurt 0 . 921. 92r. 442.
Slergil» Sleneis. Sn 9Iu5U)abl mit
einer Ginleitung unb 91nmerBungen
berau5gegeben oon Dr. Suliu5 Sieben
m Sranb^rf a. 921. 91r. 497.
®efcl)icl)Hid)c gibBot^cb-
Glnleffnng in die O^ic^fsieilTen«
fc^nff 0 . Dr. Gmft Sempeim, ^rof.
0 . b. Unioerfitfit Greifomalb. 91r. 270.
UrgdehiAfe der 9leitfd>deii oon Dr.
92tori5»oeme5, ^rof. a. 0 . llnioerfifät
®len. Slit 53 91bbilbungen. 9lr. 42.
6deff^iAfe des affen filürgenfandes
oon Dr. gr. ßommel, 0 . ö. ^rof. ber
femitlfcben ^rad)en an ber UnloerfU.
IQlflmben. 921it 9 Q3oU- u. Se|;tbilbern
u. 1 Äorte bes 921orgenlanbe5. 91r. 43.
6def(bid^fe Ofraefs bi5 ouf bie gried).
Seit 0 . ßic. Dr. S. 93en5inger. 91r. 231.
Slenfellantenffifbe O^Ugefd^id^fe 0 .
ßic. Dr. 9B. Stoerb, ‘^rof. au ber Uni-
oerfilöt Sena. 1:3)er biflorijibe unb bul-
S ^(bi(blliebr ßintergrunb be5 Ur-
entumo. 921it 3 fiorten. 91r. 325.
Die 91ei;gion bes Subentums im
Seitalter bes »cll2ni5mu5 u. b. 21ömer-
berrfibaft. 921it 1 ^lonfbiaae. 91r.326.
CdriecbMe CdefcMcbte oon Dr. ßeiii-
ri(b Smobobo, *Brofef|or a. b. 3)eut>
jd)en Unioerfifäl ^rag. 9lr. 49.
Cdriec^iff^e Sffferfnmsftnnde 0 . $rof.
Dr. 91id). 921oif(b, neu bearbeitet oon
21eblor Dr. grauA ‘Poblbommcr. 9riil
9 ^oUbllbem. ^r. 16.
SUfmiff^e Qdefcbifbf< »on 91ealgi)mna-
fiolbirebtor Dr. Sulius tlod) in
Grunetoalb. 91r. 19.
Sldmifcbe Sffferfnmslinnde 0 . Dr. ßeo
93Io(b. 9Bien. 9Ilit 8 QSoObilb. 91r.45.
Qdefcbi^fed. d 93 anfiniffben Oeic^es
0 . Dr. tl. 91otb in Kempten. 91r. 190.
3
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Oefc^idj^lc oon *Prof. Dr.
j^une, Oberlehrer am Slbnigl. Cuifen«
gpmnafhnn tn Berlin. I: aOttto
atter (bis 1519). 9ir. 33.
— 11: deHaßcr ber
tmd der ^teliaionsiuiegc (1500
bis 1648). mr. 34.
— 111: ment SDemSIifc^en SHedcii
bis 3 «r fliifl5fiin0 des allett
IHeU^s (1648-lfe). 9ir. 35.
IDentfc^e ^famitiesfitiitde oon Dr.
^ubolf ^ud), ^rof. a. b. Unio. QBIen.
Snit 2 harten unb 2 lafeln. 5lr. 126.
iDfe de«ff(dett SIHerflinier oon Dr.
granj ^ir. b. 6tAbf. tSlufeums
in Sraun|(^ig. ^if 70 ^bb. 9ir. 124.
Sldri^ der Snrgenfuinde oon iSofraf
Dr. Otto $iper in üüflneben.
30 mbiibungen. ^r. 119.
IDenffc^e SUianrgefcdiAfe oon Dr.
^einb. Öüntber. ^r. 56.
Senffedes Geben im 12. tt«13.3adr«
bnnderf oon <prof. Dr. Sul. Steffen«
oadjer i. ^reiburg i. 03. Ofieoikommen-
tar 3 u ben 03ol^ unb Aunftepen unb
3 um ORinnefang. I: OffeniIi(bes Ceben.
^it 1 Sofel unb OlbbÜbgn. Oir. 93.
— II: ^rioatlcben. OTlt Olbb, 3lr. 328.
Qneaenfuinde der IDenifidcn <SVe»
fcbicble oon Dr. Carl Sacob, ^rof.
a. b. llnio. Tübingen. I.03b. Olr.279.
<>|ferreicdifcde Cd^ediedie oon ^rof.
Dr. grona oon Ärones, neu bearoeitel
oon Dr. Äarl Ublira, ‘Prof, an ber
UnioerfitAt ®ra 3 . 1: 03on ber Uraeit
bis 3 . tobe ^önig Olibrecbts II. (1439).
lORf 11 6fammlofeln. IRr. 104.
-II: 05om lobe Äönia 011bre(bts H.
bis 3 um OMifäliW^n grieben (1440
bislWB). ®it26lammiaf, tRr. 105.
naliffde Cdefchicdlc oon ^rofeffor C.
Gerber in 3)üffeIborf, ^r. 375.
gfran^BRfcde CdefAiidie oon Dr.
6!emfelb, ‘Profeffor an ber Unioer¬
fitAt 03er!in. 9lr. 85.
3lnffifcde O^edi^te oon Dr. OBilbelm
^eeb, Oberlehrer am Oftergpmna-
fium in lOlainA. 3lr. 4.
^InifAe Oefedied^^ oon Dr. Clemens
03ranbenburger in JJofen. IRr. 338.
0naniffde Cdefcdicd» oon Dr. Guft.
anerdö. Olr. 266.
0idmei3eriffde Cdefcbicd^e oon Dr.
n. a>Anbliher, ‘Profeffor on ber Uni-
oerfifAt 3drl<d« 188.
. g. CMcdifd^ cdrifflicden 9nnNin>
[Jen- flanfra (Bulgarien, Serbien, aUtmA«
nien, tDlonfenegro, Grietbenlanb) oon
Dr. ft. aiofb in ftempten. 9lr. 331.
len ISaneriffde 6deffdicd<< oon Dr. ftons
[500 Ddtel in aiugsburg. Ulr. 160.
OMifdie Qfranbeiis o. Dr. Cbrifiian
den SReper, ftgl. preud. Staatsandioar a.a).
11«« in OTüneben. IRr. 434.
^ escdflfcd« Oefcdiidl« oon ^rofeffor
Dr. Otto ftaemmel, Qfiehtor bes IRiholat-
tien. gpmnafiumS 3 U Ceipaig. IRr. 100.
SdirlMdlfd^ Cdefcdiidl« o. Dr. Cmf!
Dr. ©eorient in fieipaig. IRr. 352.
^ Sa»i|i«e ^4i«9te >M Dr. ftorl
Srumter, ‘Profeffor am Gpmnafnim au
Hrni ^forabeim unb ^oatboaent ber Ge-
^1 {%i(bfe an ber Xe(bni](ben ftocbfcbule
in ftorlsntbe. air. 230.
aDftrffemderiiifcde 6Mfdicdl« o. Dr.
ftarl aBeller, ^rofeffor am ftarls-
idr« gpmnafium in Stuttgart. 9lr. 462.
Omifdle GefdeiMgens oon Geheim,
ai^erungsrat Dr. Berm. a)eri(dsiDeiIer
in otrafeburg. 3lr. 6.
Oie ^«Ifttr der Ctenaiffanee- Ge-
Bttung, gorfdmng, a)i(btung oon Dr.
^bert g. ämolb, ‘profefjor an ber
UnioerfitAt ^ien. 9lr. 189.
6d<fAifdle des 19« Oadrdnnderls o.
Oshar 3Ager, o. ftonorarpiofeffor
on ber UnioerfitAt Sonn. 1. SAnb-
cben: 1800-1852. IRr. 216.
-IS. SAnbGen: 1853 bis Cnbe b. Sobr-
bunberts. IRr. 217.
ftislsiiialgeffdifdle oon Dr. a)ietrt(b
SebÄfer, Srofeffor ber Geftbbble on
ber UnioerdfAt Serlin. IRr. 1%.
Oie 0eemafdl in der devffcde« 6de«
Micdfe oon aBiriil. aibmiralilAtsrat
Dr. Cmft oon ftaOe, Srofeffor an
ber UnioerfitAt Serlin. tfir. 370.
gibliofbch.
9d9flf<^< Cdeegropdl« n. Dr. Siegm.
Gflntber, ^rofeffor an ber ftbnigl.
!Xe(bniM)^ fto<bf(buIe in BRAncbm.
9Rit 32 aibbilbungen. air. 26.
VYfronomifede Oeograpdi« non Dr.
Siegm. Günther, Srofefior an ber
ftgl. a:e<bnif(b. ftomule in 9Rfln<ben.
«mit 52 aibbilbungen. Sr. 92.
y Google
Alintakiinde. IttnigemeiiieJlliina»
le^re Don ^rofeffor Dr. ^{>pen,
Sneteorologe ber 6eetDarfe iSamburg.
7 tafeln u. 2 Figuren. IHr. 114.
9a»ofilfiti«f9logfc Don Dr. 91.
(Sdiorbf, 91ffiflenf a. Sneteorologifc^en
Obferoatorium unb ber öffentl. ^Bcffer«
bienftfteSe in 91a^en. 9(r. 462.
IRefeoroIogit oon Dr. 9D. 9:raberl,
9}rof. an b«r Unioerf. in Snnsbrudt.
OTif 49 9U)biIb. u. 7 ifcafeln. 9ir. 54.
*P^ii[ifc^e Slecresfiiiiifte o. 9^rof. Dr.
Oer^arb 6(^otf, ^Ibieilungsoorftel^r a.
ber 9)eutf{^en oeetoarfe in Hamburg.
^itd9mb.ini2;e{fu.85£af. <nr.U 2 .
®eo(ogi|(l(^ ®e<
|^ci)te ber iuleere u. SefllAnber o. Dr.
fioffmaf,9Bien. iSl. 6^rf. 9ir.406.
l&as ttisseUalfer oon Dr. (Smü 9Bert^
in Q3erTin-9Siintersborf. 9IHt 17 ^b-
bilbungen unb 1 jiarfe. 9ir. 431.
IDie flli^eN D. Dr. 9ioberi 6iMer, ^rof.
an ber Untoerfitöt Qraa. 19 9Ib«
bilbungen unb 1 klarte. 9ir. 129.
®Ieff%rfuiiide o. Dr. 9nad)a6eb
in ^ien. ISlif 5 ^Ibbiibungen im
Seji unb 11 2:ofeIn. 9ir. 154.
^(aitactigeogra|>blc oon ^rof. Dr.
Cubmig 9)iel9. ^rioaiboaenl an ber
Unioei^fat Q3erlin. 91r. 369.
GSn^erkimdc Mn Giur^iHi oon Dr.
Smna jSeibericL ^rof. an ber Snort-
Qbabemie in 9Bien. 9Rlt 10 Sei^t-
höiKben unb ^^rofilen unb einer Harte
ber SUpeneiBteihing. 91r. 62.
Canderlmiibe der aiAereKtep« Grd«
feile oon Dr.^ranamberid^, ^^rof.an
ber Cfn>orfaluibemie in 9Bien. IQÜit
11 le^rfdjen unb ^Jrofllen. 9tr. 63.
Gandesiurade und 3Dirffdi<M«geo«
gropbie d.8eniaiides «ttfiralieti
oon Dr. fturt Effert, ^Jrof- nn ber
jknbels^O(^(^ulei.H5In. imit8!Ubb..
6 grap^. IXabell. u. 1 Horte. 9ir. 319.
Condesliiinde 9oti Saden oon ^rof.
Dr. O. Hienib ln Harlsru^. 9Ril
Profilen. Slbbilb. u. 1 Harte. <Rr. 199.
— des Adniareicds Sai^ent oon Dr.
96. $rofefjoran ber Hgl. l£e(dn.
j5c(^f(^ule SZifin^en. 9Rit Profilen,
^bbilbungen unb 1 Harte. (Rr. 176.
Gandesdnnde der Sleptidlffi Srdfi«
lien oon 91obol])^o oon Sbering.
IRtit 12 iUbb. u. einer Harte. 9ir. S73.
— soll 9)rififfd*9lordaitierUi« oon
91n>fe|for Dr. gi. Oppel in Sremcn.
Wit 13 ^bbilb. u. 1 Harte. 9tr. 264.
— 90« Gnab«Gefdrl«ae« oon
Dr. 91. Cangenbeo in otradburg t. 8.
9mt 11 Slbbilb. u. 1 Harte. 9tr.215.
— 90« Qfrottfureicd oon Dr. 9li4Kirb
9ieufe, 9)irefiiDr ber Oberrealfdpile in
6panbau. 1. QSanbdden. !D}it2S9lb-
bilbungen im Iteit unb 16 Conbfdiafts«
bilbem auf 16 Zafeln. 9ir. 466.
-2. Sfinbd)en. 9ßit 15 91bbilbungen
im 2 :e 2 :t, 18 CanbfdKiftsbilbem ouf
16 itafeln u. 1 lUdogr. Harte. 91r. 467.
— des CdrofileMMtams Aeffen»
der ^Prooins Ae1fe««9Uiff«« «nd
des ffirffentams 9llaldecfi oon
91rof. Dr. ®eorg Qreim in 9>armflabt.
$iit 13 ^bbilb. u. 1 Harte. 9tr. 376.
— der Odertfcdt« Aaldinfel oon
Dr. grift 91egel, ^feffor an ber
Unioerfitfit ^firßburg. ^t 8 HArt«
(den unb 8 Slbbilbungen im Sejt unb
1 Harte in garbenbrudu 9ir. 285.
^rebtor ber 91ealf(dule jum 9)om in
Cfibedu 9ZHt 17 ^Ibbilbungen unb
Harten im !Xe{t. 16 tafeln unb einer
Harle in Ci^ogropdie. 91r. 487.
90« ORerreiA«Ungar« oon Dr.
tUIfreb Qrunb, ^rofeffor an ber Uni-
oe^tdt S^lin. ^it 10 SDextillufiTa-
tionen unb 1 Horte. 91r. 244.
der 9^ei««r09ind oon Dr. 91.
6teine(fie. SMrclüor bes 9lealg9nnM-
fiums in 8ffen. 9Rit 9 91bbilbungen,
8 Hfirt(den unb 1 Harte. 9tr. 308.
des G«r0paifid. 9l«f|lands nedfl
Rinnlättds oon Dr. 9rifreb 91dil4>P-
fon, orb. 91rof. ber Qeogropdie an ber
Unio. HaUe a. 6. ORit 9 9Ibb.. 7 S:^-
borten unb 1 lifdogr. Harte. 9tr. 358.
des Hldntgreifds 0acdfen o. Dr.
5. gpmmrldS, Oberledrer am 9leal-
gpmnafium in flauen. SRit 12 Rb-
bilbUMen unb 1 Harte. 9tr. 258.
der 0fdi9ei5 oon ^rofeffor Dr. H.
9BaIfer in Q3em. 9Rit 16 ^bbilbungen
unb einer Harte. 91r. 396.
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Oandcslitiiide 90ti 0fiandfna9iett
(6(^meben, ^oriDegen unb 2)&nemarK)
oon ^retsf(^uIinfpeftfor ßeinri<!() Aerp
in Arcuxburg. SRit 11 ^bbilbungen
unb 1 aarfe. ^r. 202.
— ber ^erefnigfen 0facfeti 90tt
blorbamerifta oon jßrof. iSeinricb
^f(^er, Oberlehrer am UuifenffdbHIcben
^^Igpmnaf. in Berlin. SRif Warfen,
räg.u.lQf. 2Sbe. 9lr.381,382.
dts ^Bnigreicbs QOlirfieinberg
oon Dr. Äurt Äafferf, ^rof. an ber
ßanbel5ho<bf(huIe in ilöin. 16 ^ott-
bilbem unb 1 ftarte. 5lr. 157.
IDiebevtfc^eiiBloIonien ItSogonnb
^atttentn oon ^rof. Dr. ^ar( ^ooe
in Böttingen, 16 llafeln unb
einer Iiihograpbt|d)en ^arfe. IRr. 441.
fSanbes»«. ^ouisbnnbe ^laffinas
0 . *Priootboa.Dr.®.ßbl|d)er, ikliea. 6.
an« 8 «BoUbilbem u. 1 ftarte. 3lr.345.
Mtterlittnde oon Dr. Michael ftaber«
lonbt, ^rioatbOAeni an ber Unioerftiäi
OBien. m 56 lUbbUbung. IRr. 73.
üarlenfinnde» gefcbicbtlicb bargefieUt o.
Q^. ®e(ci(b, Direktor ber ft. k. IRau*
fliehen 6(bule, Cufrtnpiccoio, 6auter,
am ^ealgpmnaflum in Ulm unb
Dr. ^aul ^infe, ^Iflfienf ber iSefeU»
für C^rbkunbe in Berlin, neu be«
arbeitet o. Dr. IRt. QroQ, ftartograph
in Berlin, «mit 71 9lbb«b. 3]r. 30.
9Haf^cmaftytt)c unb
(ttfri)noinif(f>c
ber SRalhemofUi oon Dr.
ll. 6turm, ^rof. am Obergpmnafium
in 6elfenftctten. 5lr. 226.
Vrif^mefili nnb Sflgebra oon Dr.
ßermann 6(bubert, ^rofeffor an ber
Gelehrtenjebule bes tSohanneums in
ftamburg. 91r. 47.
2lcifpfelfamitilnng gar 9(rif%aiefifi
nnb SKgebra oon Dr. ftermonn
6(bubert, ^rof. a. b. ®elehrten|(bule
bes Sohanneums in ftamburg. 9ir. 48.
Sllocbraifche tarnen o. (Sugen Seutel,
Oberreallehrer in Q3aibingen - (Sn^.
I: fturoenblshuffion. 5R11 57
im Ittt. Olr. 435.
— II t ipeorle unb fturoen britter unb
oierter Orbnung. IStit 52 l^guren
hn lejl. 9lr. 436.
Sefermtnanfen oon ^aul 03. $if(ber,
Oberlehrer an ber Oberrealfebule au
® rob-ui(bferfeIbe. Oir. 402.
#i99rbfnafettf pflenic o. ^aul 03. (^(her,
Oberlehrer an ber OberrealfAuIe au
®ro6-ßi(hterfelbe. ORlt 8 J^g. Olr. 507.
ttbene Cbenmefrie mit 110 jtoeifarbig.
Figuren oon ®. ORahler, ^rofeffor
am ®pmnafium in Ulm. Otr. 41.
S>arffenenbe Cbenmetrie oon Dr. O^ob.
ftoufener, ‘^rof. an ber Unioerf. 3ena.
I: ORit 110 Siguren. Olr. 142.
— 11: ORU 40 ^guren. Olr. 143.
^^rfcheinlicbbeifsref^nttna oon Dr.
gronj ßadt, ^rofeffor am ttberharb-
CubtDigs«®pmnaflum i. 6futigart. ORit
15 Siguren im ^|[t. Olr. 508.
ttbene n. fahSHfe^e Sriaenometrie
mit 70 giguren oon Dr. Qerharb
fteffenberg. ‘^rof. a. b. Canbioirflchaftl.
Olkabemie 03onn-^oppelsborf. Olr. 99.
dfereontefrie mit 66 Figuren oon Dr.
01. Qlafer in Stuttgart. Olr. 97.
OIHebere Slnalpfis mit 6 Figuren oon
^rofeffor Dr. 03enebikf Sporer in
» . Olr. 53.
|e Safeitt a. Oegenfofeln
fSr logarif^ifchm nnb friaono»
mefrifebes ^eebnen in ,voei Sorben
^fammengeftellt oon Dr. ftermann
Hubert, 'prof. on b. Qetehrtenjehule
b. Sobonneums in ftomburg. Olr. 81.
QfflnffleUfgc ßpgorilbnten oon O^rof.
Olug. Olbter, 0)irektor ber k. k. Staats«
oberreoflehule in OBien. Olr. 423.
ttnnlpfiffbc Qbeomefrie ber Obene
mit 57 Siguren oon O^rofeffor Dr.
OB. Simon in Strobburg. Olr. 65.
Sbilaabeniamntlnna gnr analplHcb«
Oeontefrie ber Obene mit 32 gig.
oon O. Ih» 23ürklen, ^rof. am Oleal-
gpmnaf. in Sehmäb.-Smflnb. Olr. 256.
finalpfifcbe Cbenntefric bes Olanntes
mit 28 Olbbilbungen oon O^rofefjor Dr.
OR. Simon in Strobburg. Olr. 89.
tinfaabenf antmlnnggor analpftfcben
Oeontefrie bes Ttanmes mit 8 Sig.
oon O. Ih* 53ilrklen, O^rof. om Oleal-
gpmnaf. in Schmfib.-Smflnb. Olr. 309.
Abbere Slnalpfis oon Dr. Sriebrid)
ounker, ^rof. am ftarlsapmnaRum in
Stuttgart. I: IDifferenfialredhnnng
mit 68 Sifiuren. Olr. 87.
— II: Gntegralrechnnng mit 89 Fi¬
guren. Olr. 88.
6
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lUsefitorUnii tmd fitifgabettfaimit«
Tmig Äiir IWfferenflaIrcÄniing
mit 46 Sg. oon Dr. gricfcr. yunfeer,
‘Prof.Q.liarlsgpmn.,6tuttgort. 9lr.l46.
9te|>efiforitim und flufgabenfanitti«
Inng gtir Snfegralrec^nititg mit
52 glg. oon Dr. gricbr. Sunfeer, ^rof.
am Aarlsgpmn. in 6tuttgart. Utr. 147.
^rojeftfioe Oeomefrie in fpnt^etifc^er
23e^anWung mit 91 gig. oon Dr. Ä.
(Doe^Iemann, ^rofcffor an bcr Unl-
oerfität ^nd)en. ^r. 72.
fiUrtl^eiitatifche gformeljainttilting n*
3le|»efiforiiim der SDaf^emaftf^
en^. bie mic^tigften gormeln unb Ce^r-
fSde ber ^Irit^metiit, Sllgebra, alge«
braifiden 91nalpfi5, ebenen Geometrie,
6tereometrle, ebenen unb fp^ärifd^n
^Trigonometrie, mattem. Geographie,
anaipt. Geometrie ber Gbene unb bes
9loumes, bcr Differential- unb Sntc-
S ' hnung oon O. Ih* 53ürhlen,
for a. Abnigl. ?lea(gpmnanum in
b.-Gmflnb. SnuiSgig. Dr. 51.
tfinfühmiia in die geomefrif^e Op:>
fili oon Dr. DJ. ftinricbs in DJilmcrs-
borf-Derlin. Dr.-532.
tDerfi^emngsmafhrmeiih oon Dr.
Dlfreb ßoemp, ^rofeffor an ber Uni-
ocrfltflt grciburg i. Dr. Dr. 180.
Oeomefrifc^es ^eic^nen o. iS. Dedter,
neu bearbeitet o. ^rof. 5. Donberlinn,
Direhtor ber Ägl. Daugemcrhfchulc 3u
Dtfinfter i. DJ. Dtit 290 giguren unb
23 ^Tafeln im Seit. Dr. X,
IDefiforanalgfis oon Dr. 6iegfr. Dalen-
tiner, Drioatbosent ffir DhpfUt on ber
Unioerf. »crlin. Dlitllgig. Dr.354.
Slffronomie* Grbhr> Deioegung unb
Gn^mung ber iSimmelsftbrper oon
D. g. Dlboius, neu bearbeitet oon Dr.
iSerm. Aobolb, Drof. on ber Unioer-
fitflt liieL 1: ^ ^lanefenfpfiem.
Diit 33 Dbbilbungen. Dr. 11.
— 11t fiometen, Dteteore unb bas 6tem-
fpftcm. Dlit 14 giguren unb 2 6fem-
karten. Dr. 529.
flffrophdft^ Def^ffenheif ber
ßimmelsttörper o. Dr. DJalter g. DJis-
licenus, neu bearb. oon Dr. iS. ßuben-
borff, ^otsbam. DHt 15 Dbb. Dr. 91.
ff fironemif cdc Oeogrop^ie mit 52 gig.
oon Dr. 6iegm. Günther, ^rof. a. o.
Se(hn. iSochwule in Dlünthen. Dr. 92.
UlermeAnngsItniidc mm Dipl.-Sngcn.
D. ^erbmeifter, Oberlehrer an ber
^fetl. Sechn. 6d)ule i. Gtrabburg i. G.
1: gelbmcffcn unb DiocUlcren. DtU
146 Dbbilbungen. Dr. 468.
— II: Der Sb^obolit. Srigonometrifdje
u. baromelrifche iSöhenmeffung. SamP'
metrie. Dlit 109 Dbbilb. Dr. 469.
fbisgleif^itngsrecdnitng nni^ der
Sefdode der meinffen Quadrate
mit 15 ^g. unb 2 Safeln oon DJill).
DJeitbre^, Drofeffor ber Geobüfie in
Gtuttgart. Dr. 302.
Stattfifu üuner Dbrih bes tüglidh on
Dorb oon »anbclsfthiffcn angemanbten
Seils ber 6(hiffohrtshunbe mit 56 Db-
bilb. oon Dr. grana 6(hul3e. Dtrebtor
b. Dooigationsfchule 3 U ßflbedk. Dr. 84.
Glei(h 3 eitig macht bie Derlagshanb-
_e ^^«TiTTZüt ^»«1.
lung ouf bie ,6ammlung 6^ubert**, eine
6ommlung mathematifcher BehrMchcr, auf-
merhfom. Gin oollftänbigcs Deryt^is
biefer 6ammlung, foioie dn ausfflifcli
Katalog aller üb ri gen math emotifdben
QBerhe ber G. 3. Göfd)en’|cben Dedago
banblung kann hoftenfrei burch lebe 33u(h-
banblung bc^open merben.
<Rafurn)titcnfc^afllid)c
^alttontotpgie and Slbftammtittgfi«
ledre oon Drofeffor Dr. fiarl Diener
in DJien. DMt 9 Dbbilb. Dr. 460.
«Der menfÄIiehc ^i»er, fein fBan
nnd feine Satigneifen oon G.
Debmann, Oberfthulrat in ^arlsmho.
Dlit Gcfunbheitslchre oon Dr. mtd.
ß.Geiler. Dl.47Dbb.u. ISaf. Dr.l8.
Urgcfcdichte der atenff^h^H oon Dr.
Worts ßoemes, ^rof. an ber Uni-
oerfität DJien. Dlit 53 Dbb. Dr.42.
Silfierfninde oon Dr. Dlichoel ßaber-
lanbt, b. u. b. ßuftos ber etbnoar.Gomm-
lung bes naturhiftor. ßofmujeums unb
Drioatbosent an ber Unioerfitüt DJien.
^t 51 Dbbilbungen. Dr. 73.
Sierdnndc oon Dr. grans o. DJagner.
Drofejfor on bcr UnioerfltÄt Gros.
Wit 78 Dbbilbungen. Dr. 60.
SQriD der Biologie der Siere oon
Dr. ßeinri(h Gimroth, Drofeffor an
ber Ünioerfität ßeipsig. Dr. 131.
7
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2icr0eo|ri4il^ic oon Dr. fUrnoIb 3acobi.
^rofeffiDr ber on 5er Adnigt.
^rftaliabemie ju ll^aranbt. IQlif 2
»arten. 3lr. 218.
5Das Sierreif^. 1: 08it0efiere oon
Oberftubienrot ^[hrofeffor Dr. »urf
Camper!, QSorffe^r bes ^nigU(ben
tnafuralienhabinetls in 6tuffgari. lötit
15 mbilbungen. Olr. 282.
— 111: und 9liii|i0tticii
Don Dr. granj 2Bcmer, ‘Prloatboaen!
an ber ÜniDeilltäf ^ien. 48
Slbbilbungen. 9lr. 383.
— IV : DÖn Dr. SKoj 2iauf^er,
^^feffor ber ßoologie an ber Unio.
Öena. OTlt 37 SIbb. Oir. 356.
— VI: 0ie »irbellofett Siere oon
Dr. Cubmig OSb^mia, ^rofefjor ber
3ooIogie an ber llnioerfitöt <Sra 5 .
1: Urtiere, 6(bn)Smme, iRef|e(iiere,
Rippenquallen unb Rlflrmer. 9Iht 74
giguren. <nr.439.
-II: Ärebfe, 6pinnentiere, ITaujenb-
8 er, Rlei(btiere. Hßoostier^, Rrm«
er, Stadielböuier unb Rlanfeltiere.
t 97 giguren. Rr. 440.
tfitfwicUtttigsgefc^Mfe ber Sicrc
oon Dr. 3o^nnes iSieifenbeimer, ^ro«
^or ber ber Unioerfitat
Rcarburg. 1 : gur(bung. ^rimitio*
aniagen, Caroen, gormbilbuim, Ctm«
brponalbflUen. Ritt 48 gig. tRr. 378.
— 11: Organbllbung. Rllt46gig. Rr. 379.
0fft«arober nno 0(^iiiaroftertatii
In ber Sienoelf. (Srfte C^inffl^rung
in bie tierifcbe 6(bmoro^erbunbe oon
Dr. granj oon RSagner, Rrof. an ber
Unio. ©raj. Rlit67Rbb. Rr, 151.
Oefc^icbfe der oon Dr. Rub.
Rurcb^rbt, meil. Rirehtor ber goolo-
gifto 6tation bes RerUner Rquariums
ln Rooigno (Sftrien). Rr. 357.
0ie 9f][an5e, ibr Rau unb ibr Heben
oon Rrofelfor Dr.S.Rennert in ©obes«
ber^ ^it 96 Rbbilbungen. Rr. 44.
2)as ^flansenreic^« ©tnteihing bes
gefamten ^flan^enreicbs mit ben mi(b*
tigflen unb bebannteften Rrten oon Dr. :
g. Reinedie in Rreslau unb Dr. R3.
tuHgula, ^i^effor an ber gorftabobemie
©ifeiuub. Reif 50 giguren. Rr. 122.
0ie 0ftattte bes 4 Hla> 3 tntefd^
oon ^rioafbosent Dr. Rob. *pitaer,
»uftos am ^nigl. Rofai^en ^r-
fen in Rerlin-Roblem. Rlit 22 Rb-
bilbungen. Rr. 485.
^lon^enbiologie oon Dr. RI. Rligula,
Rrofeffor an ber gorftababemie ©ifc-
na<b. RMf SORbbilbungen. Rr. 127.
^jlflatt^geogrniibjie oon ^rof. Dr.
Cubmig 2)iels, Rrioatboaent an ber
Unioeiftat Rerlin. Rr. 389.
Rlürp0olegie> Ilnnfenife nnb ^bn«
0ie $flatt 3 eninen ber 0ei»8tfer oon
Dr. Rß. Rligula, ^rofe^r an ber
gorfiababemte ©ifenacb. Rlit 50 Rb-
bilbungen. Rr. 158.
ttshnrfiensflora non 0enfffbIaiib
AumRefttmmen b. häufigeren in Reutfeb-
lanb n>iIbioa(bfenben ^pflanaen oon Dr.
Rß. Rligulo, ^rofeffor an ber gorft«
abobemie ©ifenaeb. 2 Sleile. Rlit 100
Rbbilbungen. Rr. 268, 269.
0ie Rnbelbblaer oon ^rof. Dr. g. Rß.
Reger in 2)^ranbt. Rßit 85 Rbbilb.,
5 ZabeUen unb 3 »arten. Rr. 355.
Shibpflansen oon ^feffor Dr. 3. Reb-
rens, Rorft. ber ©roBh> lonbmirtfcbaff«
lieben Rerfuebsanftalt Ruguftenberg.
Rht 53 ^guren. Rr. 123.
0as 0Qffent ber Oßlfifenpflanaen
mit RusfAtuB ber ©qmnofpermen oon
Dr. R. $ilger, Rffiftent om »bnigl.
Rotanifeben ©arten in Rerlin-Rablem.
RMt 31 gifluren. Rr. 393.
Rlineralogie oon Dr. Robert Rrauns,
Rrofefjor on ber Unioerfitat Ronn.
^t 132 Rbbilbungen. Rr. 29.
Qbeologie in bur^em Russug für 6(bulen
unb 3 ur 6elbftbelebrung sufammen-
gefient non Rrof^or Dr. ©berb. graas
in 6tuttgort. Rlit 16 Rbbilbungen u.
4 lafeln mit 51 giguren. Rr. 13.
Paläontologie oon Dr. Rub. ßoer^,
Rrofefjor on ber Unioerfltäl ©raj. RMt
87 Rbbilbungen. Rr. 95.
Pefrograpbl< Dr.Rß.Rrubns,Rro-
f^or an ber Unioerfitat 6frabourg i. ©.
RMt 15 Rbbilbungen. Rr. 173.
Urtnollograiibis oon Rrubns,
Rrof. an ber Unioerfitat 6frabburg i. ©.
m 190 Rbbilbungen. Rr. 210.
OejAiebte ber Pb9iUi oon R. »iftner,
Rrofeffor an ber ©robb* Reatfcfaule 3 u
et^boim 0 .©. 1: ^ie pi^b bis
Remton. RMt 13 giguren. Rr. 293.
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DOM fRoofon ots 3ur (S^entDorf.
9RU 3 (Mauren. Olr, 294.
Q5on Dr.
^ftao 3&ger, $rof. ber on
ber Ze6ftt. Bocbfc^ule in ^ten. 1 . l£ei( :
imei^nib u. muftib. 9n.l99U)b. fRr.76.
— U. äcil: mt unb OBannc. ORlt 47
^bUbungen. ^r. 77.
— 111. Seil: Glebtri^ifat unb ^^netis«
mus. t2RU 33 ^bbilbungen. m. 78.
u. Clehlronib. 9ni?21^. ^r?374.
9adioafili9illif non ^ilp. Srommef.
9Rit 18 giguren. tRr. 317.
SBeffntiasniefl^obeit
oon ^ilpelnt ^aprbl. Oberlebrer an
ber Oberreal|d)u(e in ®rob«Gid)ferfelbe.
m 49 ^gurcn. «Rr. 301.
9^9fikalifoe SfttfgabetifattttttUing
oon iRtapIer, ^rof. am iBpmnofium
in Ulm. iSlif ben SRefuItaten. ^r. 243.
9b9fliMinfc^e SonnelfatttiiiUing oon
O. ^Hobler, ^rofeffor am ®nmnafium
ln Ulm. 3lr. l36.
l|lb9fUulifc9«CU^ifdjie ^ecbenonf«
|MCti oon ^rof. Dr. iUb^g unb
^rhrntbojent Dr. O. 6adiur, birtbe an
ber Unioerfiiat Sreslau. ^r. 445.
UleUoranal^fto oon Dr. 6iegfr. Q3alen-
tinert ^rioatboAent für ^bofib an ber
Unio. Serlin. ORlt 11 gig. 5ir. 354.
OMid^le der Chemie oon Dr. jSugo
^uer, am (bemifeben Cabo¬
ratorium ber Slönigl. Seebnif^en ßoeb-
fcbule 6futfgart. 1: Q3on ben dUeften
ßrifen bis 3ur Q3erbrennungstbeorie
oon Caooifier. ^r. 264.
— 11: ^lonßaooifter b.3.®egenm. 5lr.265.
Ifitorgaiiif^ abemie oon Dr. Sof.
filein in iÖiannbeim. iRr. 37.
filefalfoide (^norganifebe Sbemie 1. Seil)
oon Dr. Osbar 6(bmibt, bip(. Inge¬
nieur, ^{fiftent an ber fibnigl. 93auge-
meibfcbule in Stuttgart, ^r. 211.
fitefadc (^norgani^ Sb«nl« 11- ^elQ
oon Dr. Osbar Sebmibt, bipl. Inge¬
nieur, 91fftftent an ber figl. ^uge-
merbjcbule in Stuttgart. IRr. 212.
Orgontfebe Cb<«ic oon Dr. Sof. filein
in SSannbeim. ütr. 38.
Cb<Mi< ber ^obl^nfioffoerbinban»
ge« oon Dr. fiugo Sauer, Uffiftent am
qem.Caboraiorium ber figl. Seibnifeben
— no^ule Stuttgart. 1.11. ^li^tifc^
SerWbungen. 2 Seile. 5tr. 191,192.
Cbewie ber
gen« 111 : fiarbocpbiif^ Serbin-
oungen. Sr. 193.
— IV: ßeterocpblifcbc Serbinb. Sr. 194.
Knal^fifcbe Cb^<< oon Dr. Sobannes
iSoppe. 1: Sbeorie unb Sang ber
Snalpfe. Sr. 247.
— 11: Seabtion ber Stetalloibe unb Sie-
taüe. Sr. 248.
SScAanalpfe oon Dr. Otto Sbbm in
Stuttgart. Stit 14 Figuren. Sr. 221.
2eAtiifA«Cboniif(b< «nalbfo oon
Dr. ©. Cunge, SroMor an ber (Slb-
gen. Solpt^nifcben Schule in 3flrt(b.
üRtt 16 Sbbilbungen. Sr. 195.
dferenebemie oon Dr. (S. SSebebinb,
Srofeffor an ber Unioerfitüt Sübingen.
^it 34 Sbbilbungen. Sr. 201.
tmgenteine n« pbpfifialiMe Cbemie
oon Dr. Sto; Subolpbi, Sn>fe()pr an
ber Seebnifeben fiocbfdbule in Sarm-
ftabt. Slit 22 Siguren. Sr. 71.
leiUrocbontie oon Dr. fieinricb Sau¬
neei in ©enf. I. Seil: Sbeore-
ttfebe ©lebtnxbemie unb ipre pbpfi-
balif^cbcmifdben ©runblagen. Seit
18 ^guren. Sr. 252.
— ll:©rperimentelIe©lebtro(jbemie, Sleft-
mei^ben, Ceitfübigbeit, Cbfungen. Stit
26 »iguren. Sr. 253.
Seriliologiffbo Qemie oon ^rioat-
DOjent Dr. ©. Slannbeim in Sonn.
Stit 6 Sbbilbungen. Sr. 465.
flgrlliitHiircbetiiie« 1: ^anyiener«
itftbottng 0. Dr.fiarlSrouer. Sr. 329.
2)09 agriiuilfinrcbeiitifcbe ^lonfroll«
mefeti oon Dr. <paul firifebe in ©öt-
tlngen. Sr. 304.
ttgrinullnrc^eiitiff^eUnferfiif^iings«
mefboben oon ^rofeffor Dr. ©mil
fiafelboff, Sorfteber ber lanbmirtfcbaftl.
Serfueboftafion in Starburg. Sr. 470.
^bV^ologifcbe Sbomtc oon Dr. med.
S. Segabn in Serlin. 1: Sffimilatiou.
StU2SafeIn. Sr. 240.
— 11: 3)imntilalion. SlUlSaf. Sr. 241.
9Sefeoroiogie oon Dr. S). Srabert,
M >r an ber Unioerfitüt Gnnsbrueb.
Sbbilb. u. 7Safeln. Sr. 54.
Orbtnagnefismns, Orb^m nnb
^oiarlicbf oon Dr. S. Sippolbt fr.,
^itglieb^ fibnigl. Sreufe. Steter-
roUwifeben Snftiluts au Sotsbam. Stil
14 Sbbilbungen unb 3 Xaf. Sr. 175.
9
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nflroitomle. Qröge, ^cmegung mb
Entfernung ber ßimmelstiörper non 91.
S. 9R5bius, neu bearbeitet non Dr.
ßerm. Äobolb, ‘Profeffor an ber Uni-
nerptät Äiel. I: ©as ‘pianetenfoftem.
9nit 33 Olbbilbungen. Olr. 11.
— II: Äometen, SKeteore unb bas 6tem-
fopent. 9Rtt 14 gifluren unb 2 6tem-
narten. 9lr. 529.
IlYiro|)^9fUu 2)ie 93e|(^ffenbeit ber
ßimmelshörper ooii 51rofe||or Dr. kal¬
ter $. 9Bisticenu5. iHeu bearbeitet non
Dr. ß, ßubenborff, ‘Potsbam. 9Kii
15 Mbbilbungen. 9lr. 91.
flfironontifc^e Oeograp^te non Dr.
6iegmunb ®fintl»r, ^^rofePor an ber
» en ßixqftbule in SZtflneben.
mbitbungen. 9tr. 92.
Oeogropi^ie non Dr. 6ieg-
munb Eflnt^er, ^rofeffor an ber Ägi.
ITetbnifc^n ßtxbfc^uie in QZiflne^en.
iStft 32 SIbbitbungen. 9ir. 26.
l^^offfcbc SDcercshiinde non <prDfeffor
Dr. ©erwarb 6(boff, Stbieilungsoor-
ffe^ an ber (Deuff^en 6een)arte in
ßamburg. 9Rit 39 91bbilbungen im
lejt unb 8 lafeln. 9ir. 112.
Anmalutitde 1 1 9I(toemeine ßtimalebre
non ^rofeffor Dr. 9Ö. fiöppen, SRetco-
rologe ber 6eemarte ßamburg. 9Rit
7 Safeln unb 2 Figuren. 9tr. 114.
llalSofiniitafologie non Dr. 9QiI^. 9t.
Ecfiarbt in 9(a(b<m. ülr. 482.
6le6« unter tRataimtffenf^aften.
bw Chemie.
6iebe unter Statunnipenfebapen unb
^Technologie.
ber Scc^notoflic.
C^emift^e Sec^noCogie.
nngetnciiie ^etnifebe Technologie
oon ©upan Ttauter in ©hörloftenburg.
9lr. 113.
IDie Seife nnb <^Ie fomie bie 0eifen«
nnb Aersenfobrtfialion unb bie
Aorge» Coefce« Simiffo mit ihren
michtigpen ßilfspoffen oon Dr. ßart
Sraun. Is Einführung in bieEh^ie,
93efprc(hung einiger ©alje unb ber
Sette unb Oie. ^r. 335.
ie Seife «nd öle. 11: 9)ie 6eifeii.
fabiitiation, bie 6eifmanalpfe unb bie
fieraenfabrihatton. 9R.259Ibb. ®r.336.
— III: ßarae, Cache, gimiPe. ®r. 337.
ttiherif^e <^Ie unb Sliecbfioffc oon
Dr. g. 9lochuPen in öliltih. 9Rit 9
9Ibbi(bungen. ülr. 446.
E)ie Egplofioffoffe. Einführung in bie
Eh^niie ber efplopoen ilorgänge oon
Dr. ß. Srunsmig in IReubabebberg.
9Rit 16 91bbilbungen. 9lr. 333.
93rattereiiDefen 1: SDaigerei oonDr.
91aul (DreoerhoP, Direktor ber 93rauer-
unb ©älaerfchule in ©rimma. ÜRit
16 Slbbilbungen. ^r. 303.
IDos EDoffer unb feine ^lertoenbung in
Snbuftrie unb ©emerbe oon Slibl.-
Sng. Dr. Emft ßeher. ümt 15 ab-
bilbungen. Olr. 261.
Sßoffer nnh ffhtoaffer. Chre 3u-
fammenfehung, Beurteilung unb Unter-
fuchung oon ^rof. Dr. EmiliSofelhoP,
Borpeher ber lonbroirtfch. Beriuchspa-
tion in Btarburg in ßeffen. Br. 473.
SAnhiooreit oon Birehtor Dr. tUlfons
Buiarb, Borftanb bes 6täbt. Ehern,
ßaboratoriums in ©tuttgart. Br. 109.
flnorgotiifAe chemifche Otidiiffrie
oon Dr. ©upao Bautet in Eharlotten-
burg. I: Bie Ceblancfobainbuftrie unb
ihre Bebenameige. Blit 12 Eaf. Br. 205.
— 11: ©alinenroefen, ßalifalae, Bünger-
inbuftrie unb Benoonbtes. Blit 6
Bafeln. Br. 206.
— 111: Bnorganifche chemiiehe Bröporate.
BHt 6 BaPfln. Br. 207.
9liefo0ttrgie oon Dr. Bug. ©eih in
BiOnchen. 2 Bänbe. Blit 21 Siguren.
Br. 313, 314.
Elehiromefaniirgie oon Begier.-Bat
Dr. gr. Bcgelsberger in 6teglih-Ber-
lin. Btit 16 giguren. Br. 110.
Bie Ondttfirie der BilUtoie, der
fcfittfflicheit Botiffeine nnd des
9D9rfels oon Dr. ©uftoo Bouter.
1: ©las- unb beramijehe Snbuprie.
Blit 12 Bafeln. Br. 233.
— 11: Bie gnbuftrie ber bflnplichen Bou-
peine unb bes Blbrtels. Blit 12 Bo-
fein. Br. 234.
Bie Teerfordffoffe mit befonberer Be-
rfiebpehtigung ber fpnthetifchen Biethoben
oon Dr. ßansBucherer. ‘Prof. an ber
ßgl. Bechn. ßochfchule Bresben. Br. 214.
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Wef^anift^ Set^nologie.
iSofrat ^rofeffor 91. Cfloi(6e in 93raun«
fcbwdg. 2 9Mn5e. 9ir.340, 341.
ScHil-ündMflrte 1: 6pinnerei unb
^trnerei oon ^rof. iSlaf Qfirtler, Gel),
^egieru^srat im ngl. Canbesgemerbc-
amt 3 U 93erlin. iSiit 39 Sig. ^r. 184.
— II: 9Beberei, 9Birbercl, ^ofamcn-
tiererd, 6pihen- unb Gorbinenfabri-
ftafion unb Sil^fabrikaHon non
fcffor TOqj Gürtler, Ge^. ^^cgierungs-
rat im Siönigl. Canbesgemerbeamt 3 U
^rlin. 92}it 29 (^guren. 9lr. 185.
— 111 1 9Bä[d)erd, Sldc^crei,
u. i^re ßllfsftoffc oon Dr.9Bil^. Sloffot,
Ce^rer an oer *preu6. ^O^ren ($a(^«
für lejtil-Snbuftric in firefdb.
9Rif 28 Stauren. 9lr. 186.
3)ic SDofertaneit des SDofe^inett«
d«nes nnd der Glehfrofec^tiifi oon
Sngcnlcur ‘Prof. ßerm. 9Bilba in 95re-
men. TOit 3 ^Ibbilbungen. ülr. 476.
3)05 Aol^ Slufbau, Gigenfdjaffen unb
^fenoenoung oon ‘Prof. ßerm. 9Bilba
in 95remcn. OTlt 33 Oibbilb. 9lr. 459,
3)05 0 ttfogene 0id»eifta u, 0c^neid«
M reit oon Ingenieur ßons ütiefe
9Rit 30 Siguren. ^r. 4^.
bCT
SitflcmcurtDiffcnf^affcn.
3)05 Slec^neit in der Zec^nifi unb
feine ßilfsmiffel (9ied)enfd)ieber,9ie(fKn«
tofeln, 9ie#enmaf(dinen ufto.) oon Sn-
genieur Sob. Gugen iSiaoer in Ratls»
ruf^ei.«, anitSOmbilb. 9ir. 405.
9B0feri0^rlifnng5i0efen. Ginffi^rung
in bie mobeme Itec^ntk ber SRaterial-
prfifung oon Üliemmler, 9)ipiom-
Sngenieur, ftünb. Ültifarbeiter am ^gl.
9RateriaIprüfungsamte 5 U Grog-Ciebter«
Wbe. I: ÜZlateriaieigenfcbaften. —
gefligbri!soerfud)e. — Hilfsmittel für
||etti|keitsoei:tucl)e. SHit 58 Figuren.
II t üPetallprüfung unb ‘Prüfung oon
Hilfsmaterialien bes SRafebinenbaues.
— 93aumaterialprüfung. — Rapier-
Prüfung. — G^iermittelprfifntm. —
Giniges über SRetallograppie. 9nit 31
^iguren. 91r. 312.
aRef0ll5|r0pdie. IUir 5 e, gemdnfabiid)f
Slarfteuung per Cebre oon ben 9Relallen
unb ihren Regierungen, unter befonderer
93erfidif{d)tigung ber ÜRdaHmibroffiopte
oon ^rof. (x. Hepn unb ‘Prof. O. ^uer
am ngl. ÜRalerialprüfungsamt (Grob«
Cicbtenelbe) ber Hgl. ITe^nifcben Hod)«
fd)ule AU Berlin, i: Ülllgemdner 3dl.
ÜRit 45 SIbbilbungen im 3ert und 5
Cidbtbilbem auf 3 3afeln. m. 432.
- 11; 6peAicttcr 3eil. SRit 49 Ülbbtl-
bungen fm 3e{l unb 37 Ci^tbilbem
auf 19 lafeln. 9lr. 433.
0f0fili oon 9B. Hauber, 0ipl.-3ngenicur.
1: 9)ie Gninblebren ber Gtatib ftoner
fiörper. 9Rit 82 giguren. IRr. 178.
I — IIX Ülngetoanbfe 6talib. 9Rit 61 gi-
guren. Ülr. 179.
OfcfHgketfsIel^re oon 9B. Hauber, 3)ipl.-
Ingenieur. 9Rit 56 $iguren. 9tr.S9B8.
ünfgedenfentnilnng gnrQfefttgkeifs«
lehre wif Cdfnngen oon 91. Horen,
9)iplom-3ngenieur tn DRannbdm. 9Rit
42 S^guren. 9]r. 491.
jlgdrenlifi oon 9B. Hauber, ^lom-
i Sngenieur in 6tutigart. 9Rit 44 $i«
guren. 91r. 397.
Gl0ffi3if8f5lehre ffir Ongenienre
1: ®mitdiogen nnd fulgemeines
fider 0 £onnuiuis 3 nTfanoe, di)«
linder, Gdene 91 (rtfen, Soi|wn,
0efurilntntfe SrSger. 93on ^of.
2)r.«Sng. SRa; Gnblin an ber lUmigl.
Saugeioerhfcbule 6tuttgart unb ^oat-
bOAent an ber 3e(fan. Hocbjcbule Gtutt«
gart. 9Rit 60 Ül^ilb. ülr. 519.
0eonteirif ches Zeichnen oon H.93edier,
91rd)itckt unb Ce^rer an ber Sau-
gemerttfcbule in SRagbeburg, neu bear-
odtet oon ^r^effor 3. 93onberlinn
in ÜRünfter. SRit 290 ^guren unb
23 3afeln im 3e£t. 91r.
0d^enfu>nYfmlifionen oon ‘Profeffor
3. QSonberlinn in fRtünfter. ÜRit 114
0guren. 91r. 236.
^NÜralle^erfiieMioe. QledbtiotnUigf
unb fffiiefxoinblige ÜIpnometrie oon
^feffor 3. Q3onberlinn in SSInfier.
m 1^1 giguren. 9tr. 260.
^tnfrnl • llerfpelifine oon tinbitebt
Hons m^deräer, neu bearbeitet oon
^Menor 3. ^onberlinn, 9>irebtor der
Mnigl. 93augeioetbf(buIe, 9Rflnfteri.9B.
9Rit 132 f^guren. 9lr. 57.
Rguren unb
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Sci|nif(^s 3Bihricrtec|> en^ltenb
me oicQtigften SIus5rfi(6e bes ^«(^inen-
baues, ocbiffbaues unb ber (xlektro-
feAnitt Don Gricb Arebs in ^rUn.
I.Zeil: Seutfcb-ilngtif^. tRr. 3d5.
- 11. Zixl: (En9{if(b4)eutf(b. «r. 396.
- lll.Ieil: ©eulf(b.^an3öfi|(b. air.453.
- IV. ^0«: granaöfifcb-Scuttd). ®r.454.
Sleiifrofecftniii. Sin^rang in bie mo«
berne Gleitb- unb ^ecbfeiftromtecbnib
Don S. ßerrmann» ^profeffor an ber
^nial. Secbniftben j5(^f(bule 6httfgarf.
1: pbbfUtaiÜcben (Srunblagen. iZnif
42 5ig. unb 10 iafeln. Jlr. 196.
- II: 9ie ÖieicbftrontMnifi. tSUf 103
jjiguren unb 16 tafeln. ®r. 197.
- III: ^e(bfelf^mted)nifi. ^ZÜ!
l26 Siguren unb 16 Safeln iRr. 198.
2)ie elcIifrifAcit Qleblnffnimettfc.
^a^eO. b. wirbungscDeife b. gebrfiucbl.
IZReBinfhrunt. b. Cüebrotccbnib u. hurae
^ef^reib. ihres Aufbaues o. 3. 5err-
mann, ^rof. a. b. ügl. Zei^n. ßo<bf<b-
6fuftoart. iSlit 195 Figuren, ^r. 477.
^abioaiiltoiflif oon (Sbemiber Wilhelm
grommel. ORlt 18 Olbbilb. <Rr. 317.
Oie IdUichTtrottimafchine oon Z. ^iina-
brunner, 3ng. u. Ooa. f. CElehfroiecbnik
an ber iOhintcipal 64oo( of 2:ed)noIog9
in ^an(befter. iZRit 78 3ig. ^r. 257.
01r9ttte «nd Opoimiiitgett itt Of«rfi*
ffromneften oon Oipiom-Siebtroing.
3ofef ßerapg in S3ubapeft u. ^rm. S^lb«
mann in a)elff. 9Rit 68 5ig. tfir. 456.
Oie elelifrifffte Seiegrotibie oon Dr.
Cubioig Ofleuffab. 9Ril 19 gig. 3lr. 172.
Oas uon Dr. Cub-
roig 2ieU(tab in Serlin. ÜRil 47 Fi¬
guren unb 1 2:afel. DZr. 155.
OemtefTnngsfuinde oon OipI.-3ngen.
Oberlehrer *p. ®erlaneifter. 2 93änb-
(hen. mt 255 iUbb. IRr. 468, 469.
Oie Oattffofniitiibe o. ^rof. 5.5aber-
ftrob, Oberl.a.b. j^eraogl. Oaugeioeriu
f^leßotaminben. 9R. S6!Ubb. ^r.506.
9Raiirer« nitb Ofeinhauerarbeifen
Orof. Dr. phil. unb 2)r.4Jng. (Ebuarb
6<bmiti in OarmftaM. 3 Odnmhen.
iSlit oielen Slbbilb. Olr. 419—421.
Cimmerarbeifen oon (Sari Ooih> Ober«
lehrer an ber Sethnifchen 6(hule
in 6frabburg i. <x. 1: StUgemeines,
Oalbenlagen, ß^ifchenbetben unb
Oecbenbilbungen, hblseme Subböben^
^(htoetbsmänbe, ^nge« unb ^renge»
merbe. 169 ^bbilbung. tRr. 489.
dimiiterarbeiieit. II: Odeher, QPSonb-
bebleibungen, 6inisfd}alungen. Sfaxb«.
Öohlen- unb Oreitenoönbe, 3liune,
Sflren, Sore. Sribflnen u. Oaugerflfte.
9Zm 167 mb. «r. 490.
SifAIer-COchreiner-) ürbeifeti 1:
aftaferialieit, Aanbioerlisseiige»
^bbbbeti» Setriier» Senflerla«
bem Sreppen« «borfe oon '^Irof.
S. Oiehn>eger. ^rchiiebt in ^In. mil
628 gig. auf 75 Safeln. «r. 502.
Oifettliotiffntlifioneii int Aoebbon.
Aur^efobies ßanbbucb mit Oetjpielen
oon 3ngen. ^orl 6(hinbler in SReiben.
3Rit 115 giguren. Olr. 322.
Oer Oifenbefonban oon Q)eg.«Oau«
meifter ßarl dibble in Oerlin-6leg(ib.
9Ril 77 Slbbilbungcn. 5lr. 349.
Aeigung nnb Cfifinng oon 3ngenieur
Johannes ^rting. OireKfor ber mt.-
Oef. Qebrüber ^rfing in Oflffelborf.
I: Oos ^efen unb bie SSercchnung ber
ßeiaungs« unb Cfiftungsanlagen. URif
31 giguren. 3tr. 342.
— II: ©ic 3Iu5führung ber ßeiaungs-
nnb fififtungsanlagen. 9Rif 195 gi¬
guren. 9tr. 343.
<9as« nnb Olafferinflnllofiotten mit
Oinfcblnft ber ttborfonlogen oon
Örofef(or Dr. phil. u. ©r.-Sngenieur
dbuarb 6cbmifl in ©ormftabt. 9Rit
119 mbilbungen. IRr. 412.
Oas Oeranfchlagen int AocMon.
^uragefabies 5anbbu4l Aber bas ©lefen
bes ^ftenan|(hlages oon (Emil
Rnger, 9lrd)iteW S.0.91., Slffiftenl an
ber Se(hnif(hen 5o(h|(hule in ©armftabi.
9Rit oielen giguren. 3lr. 385.
Oonfilhmng. Siuragefabtes ikinbbuch
Aber bos ^efen ber OaufAbrung oon
^nhitebf (Emil Seutinger, ^ffiftent an
ber Sethnifeben ßocbfcbule in ©armfiabt.
3Rlt 25 gig. u. 11 SabeUcn. <Rr.399.
Oie Oonfcnnff bes Oebnnanfes oon
^rofefjor ©r.-3ngenieur (Emft ©etter-
lein in ©armftabt. 1: ©as 6(hulhaus.
ARit S8.mbilbungen. iRr.443.
— 11 : ©ie 6(hulräume. — ©ie ©eben-
anlagen. lZRif313Ibbllbungen. ©r.444.
Offenflicbe Oobe« nnb eebmimnt-
onffalten oon Dr. fiarl ©Jolff, 6tabt-
Oberbaurat in ßannooer. 9RU 50 gi¬
guren. ©r. 380.
12
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. j iut> Aolels oonSln^iicU
Böller in 2>fiffeI5orf. 1:
»teile unb bie Ginridjtung bes
_ . ^ iifes. OßU 70 giauren. ®r.525.
— 11: äHe o^(biebenen ^rten Don Qofl-
Rufern. Slif 82 giguren. ^r. 526.
^Betimerforgaitg der Oi^clefiett
Don S>r.-onsenieur ^bert %e9raud).
« or nn ber ITectoifcben ßo^uie
irf. iOiit 85 giguren. ^r. 5.
Die JlellinUifioit Im 9Dafc|ineiidaii
oon Ingenieur ß. Setbmonn,
otn Secbnibum SlUenburg. 9Bit61»b«
bllbungen. 9ir. 486.
Die fRafc^ineneletnettfe« Hur^gefoB-
fes Crarbucb mit Seifpielen fflr bas
6elbfifnibium unb ben pralitif4)en ®e«
brauQ Don griebrid) Snrtbi Obering,
in Sifirnberg. iOtit 86 giguren. IRr. 3.
BSefoItergie oon Dr. 6eib. bto-
lomierter (Sbemiker in iutflndjen. 1.11.
mt 21 giguren. iRr. 313. 314.
dfettl^etifittiide oon 31. ftroufi. bipl.
jSftttening. 1: 3)as 3iobei[en. 39Ht 17
giguren unb 4 Unfein. 3(r. 152.
— 11: ©ns 6«bmlcbclfen. 3nit 25 gi¬
guren unb 5 Unfein. 3?r. 153.
tSifretarodiertoiide* Oualifaüoe
3Inalm mit ßilfe bes Cötro^rs oon
Dr. Dtartin ßenglein in greiberg.
3mi 10 gieren. 3ir. 483.
tS:ei^«i|^e SBtlrwel^re (Sl^ertiie«
dgMUKili) oon Ä. 3BaUfKr unb 3Zi.
3!totiinger. 2>iplom-Sngenieuren. 3nit
54 giguren. 3lr. 242.
S>ie f^iriiiodgnamifc^eit® mndUigc«
der 9Bdrtnefuraff* und ^tdliema«
M^en oon 3R. Tlöttinger, 2)ipIom-
Si^enieur in SRonndeim. 3Rit 73 gi¬
guren. 3ir. 2.
S>ie S)aw|»fniaTcdine* fturagriobfes
Cebrbucb mit 33eifpie(en fflr bas oelbft-
ftubium unb ben probtii^n (bebmud)
oon griebricb 33or^. Oberingenieur,
fllfimberg. flRU 48 giguren. IRr. 8.
S>ie 3)anipflie|lel- ^ragefnbtes Sehr-
bu(b mit Seifpielen fflr bas 6elbft-
ftubium unb ben prafififdien Oebroudi
Don Oberingenieur griebrid) 33ortd ln
fltfimbera. 3n>^i«> oerbefferte u. oer-
medrte^lage. 1: Aeffelfpfteme unb
geuenmgen. 3ßit 43 giguren. 3lr. 9.
— Ilr 48au unb Sefrieb ber 3)ampf-
heffel. ^t 57 fl^guren. 3)r. 521.
OMferaffMofclinett- liu|Mefabte 2>ar-
ft^ng ber micbtigften O^mofcbinen«
(Bauarten oon Ingenieur 311frebnir{d)tte
in 5aUea.6. 3711155 giguren. 3ir. 316.
iDte SDamuffurdtneU) i^re 3nirfcungs-
meife uno ^nftruhtion oon gng. ßerm.
3Btlba. ^rof. am ftaafl. ITecbnihum in
33remen. ^it 104 3lbbilb. 3ir. 274.
IDie 5ipecfcntfi|[igffe (Befriedsluroft
oon griebrid)^rfd» Oberingenieur in
Siflmberg. 1: (Einleitung. 3)ampihraff-
anlagen. 31erf(biebene Araftmafcbinen.
3Rif 27 31bbilbungen. 3ir. 224.
— 11: (bas-, 3Bafier- unb 3Binbhraffan-
laaen. 31ht 31 31bbilbungen. 3ir. 225.
— Ul: (Elebiromoioren. SBefriebshoflen-
tabeflen. ®rapbif(br 3)a^ellungen.
3BabI ber 33etriebsferaft. ffllit 27 «b-
bilbungen. 3lr. 474.
Aed^duufeu der Sbol^iiddfe oon (Eifen-
badnbauinfpebtor (E. 6(^b. QSorflonb
b. ^1. (E.-ßod)baufebtion 6futtgart 11.
I: (xntpfangsgebflube. 3iebengebaube.
(bfiterid)uppen. Cokomofiofd)uppen.
32iit 91 ^bilbungen. 3lr. 515.
CEifendal^ttful^rseuge oon ß. ßinnen-
^I. ügl. 3)eaierungsbaumeifter unb
Oberingenieur Tn ßannooer. I: (Die
Cobomotioen. (SUt 89 31bbilbungen im
Sejt unb 2 dafeln. 3ir. 107.
— II: (Die (Eifenbobmoagen unb 33rem|en.
SRif 56 31bb. im Zeft u. 3 (tof. 3ir. 108.
€lf|ittOlfpurda^nen (Alein-, 31rbeits-
unb gelbbobnen) o. 3)ipl.-Sng. 31uguft
Sosbart in (Eborlottenburg. 3Rit
99 3lbbilbungen. 3lr. 524.
S)ie Aedeseuge» ihre SlonftrubHon unb
33ered)nung oon Sngenieur ßermonn
SÖflUba, ^rof. om ftoatl. (Eeebnibum in
(Biemen. SRü 399 3lbb. (Rr. 414.
^hmptn* l^draulifd^e und pneu«
Molifcde Itulagem (Ein luirAer Ober-
blidi oon Tlegierungsbaumeifter 3iu>
dolf 33ogbt. Oberlehrer an ber ^nigl.
bfiberen 3Rofd)inenbouf(buIe in ^ofen.
§mt 59 31bbUbungen. 3ir. 290.
Aie luttdiuMcbaffliAett fBafcbiuen
oon ^arl 3]mltber, $ipIom-Sngenieur
in (Effen. 3 ^nbcben. SRit oielen
Slbbilbungen. 3lr. 407—409.
. 3>iplom-
an ber
. . . 0trab-
bürg. 3Rlt 82 giguren. 3lr. 493.
13
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Slanfilu £iuner bes an
Sorb non ßanbelsfc^iffen angemanbien
Seils ber 6(^iffabrtshunbe. 35on Dr.
Srana öc^uUe, ©irehtor ber 3laniga-
fionsfe^., ßübedi. <mit56mb. <nr.84.
ber ^ed)ls» unb
Stoafsipiffcnfc^offMt.
Slllgemeiiie 3lecl)is(e0re non Dr.
6 temberg, ^^rinatbOjL an b. UniDerjifäf
Caufanne. 1: 2)ie isiei^obe. iHr. 169.
— II: ©as 69 ftem. Ulr. 170.
d. ^Bürgerlichen ÜbefegünAes.
Ornes 93uch: iUUgemeiner Seil.
1 : Einleitung — Ce^re non ben $er«
fonen unb non ben 6 a(hen non Dr.
‘Paul Oerfmonn, ’Profeffor on ber
Unioerfitöt Sriangen. iftr. 447.
-II: (Snnerb unb Bcriuff, ©elfenb-
maebung unb 6 (buh ber ^etbfe non
Dr. ^aul Oerfmann, ^rofeffor on
ber llnioertWl ©riangen. 5lr. 448.
— ^meifeff 3nch: 6 (buibred)f. I. Slb-
ieitung: ^Ugemeine ßebren non Dr.
^aul Oertmann, ^rofeffor an ber Uni«
oerptät ©rlangen. 5lr. 323.
-II. 2 IbteiI.: ©ie einzelnen 6 <bulb-
nerbüUniffe non Dr. ^aul Oertmann.
^rof. a. b. Unio. ©riangen. 9lr. 324.
— 3)rifies 9nch: 6 a(benred)t non Dr.
^rebfebntar, Oberianbesgeriebfsrai
in ©resben. I: ^gemeine Sehren.
Q3efib unb Eigentum. 9tr. 480.
-11: Begrenze 9le(bte. 3lr. 481.
— Vierte« Snen: Samilienredbt non
Dr. ßeinrid) Sibe, ^rofeffor an ber
Uninerfitfit ©öttingen. iür. 305.
S)enffchcs Aandelsr^f non ^rofefjor
Dr. Äarl Cebmann in ^toflodu 2 95änb-
d)en. 3lr. 457 unb 458.
!Das denffche 0eerechf non Dr. Dtfo
Sranbis» Oberlanbesgeridjtsrat in
Hamburg. 2 Q3dnbe. 9lr. 386, 387.
^^offrechf non Dr. ^freb Uloldie ^oft«
infpefator in Bonn. 9ir. 425.
ICelegrmheitrechf non ^oftinfpebtorDr.
jur. iulfreb Bloidie in Bonn. 1: ©in«
leitung. ©ef(bicbtli(be ©nftnicblung. ©ie
Stellung bes beuücben Selegropben«
loefens hn öffentlicqen Becbte, äuge«
meiner Seil. Br. 509.
Zelegra|)henrechl« H: Bie SfeOung b*
grapbie jum ^Publibum. Br. 510.
9IIIäemeine 0taofslehre non Dr.
»ermann Be^m, Brof. an b. Unioer«
jitat Strabburg i. ©. Br. 358.
I SUIaemeines 0faalsrechf non Dr.
' Suüus ßatfebeb, ‘P^of. an ber Unioer.
©öttingen. 3 Bänb<b. Br. 415-417.
Ilreitftif^es 0faafsrechf non Dr.
grih Stier-6omIo, Bn)feffor an ber
Unio. Bonn. 2 Seile. Br. 2^, 299.
0e«lfches dinilproselirecht n.
Dr. ^Bilbelm Aifcb in Str^burg i. ©.
3 Bönbe. Br. 428-430.
0ie Bnongsnerfleigening nnb die
dtoangsnenoolfttng non Dr. $•
I nrebfebmar, Oberlanbesgericbtsrai Tn
©resben. Br. 523.
AirchetireAf o. Dr. ©mil Selling, orb.
^rof. b. Becbte in ©rlangen. Br. 377.
0as benfftibe Urhederrechf an litera-
rif^n, Rünplerifcben unb gemerblicben
S(f)bpfungen, mit befonberer Berfi(b-
pd)tigung ber internotionalen Berirage
non Dr. ©uftoo Bauter, Batentanmolt
fchnh 9». Beuberg, ^aiferl. Be-
gierungsraf, Btitglieb bes Aaiferl.
Patentamts ju Berlin. Br. 271.
0as UrheberreAf on ©Serben ber Site«
ratur unb ber Sonbunp, bas Berlogs-
red)t unb bas Urbeberreebt an ©Serben
ber bilbenben fünfte unb ber Pbab>-
grapbie non Slaolsanmali Dr. 3.
gütigen in
0as ©Darenseichenrecht Bath bem
©efeh sum S(buh ber ©Barenbi^eicb-
nungen oom 12. Btai 1894 non 3.
Beuberg, ^aiferl. Begierungsraf, Btit-
glieb bes ^aiferlid). Patentamtes ^u
Berlin. Br. 360.
0er nnlanf ere ©Deffhemerh n. Bethls«
omnalt Dr. Btartin ©SaPermann in
Hamburg. I: ©eneralUaufeUBeblame«
ausmfiihfe, Busoerbaufsmefen, Bnge«
ffelltenbepecbung. Br. 339.
— II: ^rebitf(baoigung, Firmen« unb
Bamenmtbbraud), Berrat non ©eheim«
niffen, BiBianberfd)uh. Br. 535.
0ettf|ches gfolonialrechf non Dr. 5.
©bler 0 . iSoffmann, Pr^effor an ber
^gl. Bbabemie Pofen. Br. 318.
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fSiliUlrfirafred^f oon Dr. SRos Gmft
^aper, ^f. an berUniuerfitAf 6 fra^
bürg i. (S. 2 Sönbc. 5lr.371. 372.
J^sstonnor« und ^efc^toerde«
rec^t fitr Acer und Atarine oon
Dr. tSta; (Smft ^aper, ^roF. an ber
Unloerfliat 6 ti^burg i. (x. iWr. 517.
‘lZ)eitffc^e^e&roerf^nng o. jinegsge«
rtcpfsr.jlQrKxnbres.wärjburg. 91r.40I.
SfgrenfHc^e ^pc^iofrie oon ^rofeffor
Dr. 'IB. ^cpgonbt, ©irebtor ber Srren-
anHalt griebricboberg in iSamburg.
2 S3änb<pcn. 3lr. 410 unb 411.
^olhsniirif^afftic^e
qSibHof^ct».
^oltemirtfcboffste^rc oon Dr. (Sari
Sobs. gucbs, ^rofeffor an b. Unloerf.
iSübtngen. «r. 1^.
^ItetomfcbaHspoIifili oon ^rAfibent
Dr. 0 . b. «orgbt, Serlin. IHr. 177.
<defc^icbfe bet bentfcben Sifeitbabn*
pelttifi 0 . Q3etriebsinfpebtor Dr. (Sb-
n)in fietb in fiatlsrube i. 33. 3lr. 533.
<ftcioerbetDcfen o. Dr. 3Berner 6ombart.
^rofeffor an bet iSanbelsb^fcbule in
Serlin. 2 23Anbe. 91r. 203, 204.
Aandelstoefett oon Dr. ^ii^.
ßejte, ^rofefjor an bet Unioerfitöl
(SAttingen. I: {Das SSanbelsperfonal unb
ber 3Barent^nbel. mt. 296.
— II: {Die (SffehlenbArfe unb bie innere
ßonbelspoliKh. 91t. 297.
Aorfen und Stuft o. Dr. 6. {Ifcbierfdihp
in 2)üf|elbor]. Olr. 522,
SbiiloSrtige AandelspoKfib oon Dr.
ßeinricb 6ieoching. $rofejfot an ber
UnloerfitAI güri^- 245.
{Das {BeniAernngsioefeit oon Dr.ior.
53aul 9ftolbenbauer, ‘Jlrofeffor ber {öer-
ftd)trungsa)inenf(baft an ber ßanbels-
boibf^ule ^öln. 1: 91ttgemeine 93er«
firberungslebre. 93r. 262.
Senic^ernngsttiofl^emalifi oon Dr.
9llfreb ßoerop, ‘Profcffor an ber Uni-
oerjllAl grciburg l. 93. 93r. 180.
{Die getoetbüc^e SIrbeiferftage oon
Dr. 9Bemer 6ombart, ^rof^or an bet
ßanbelsbotbjcbule 93erlin. Uir, 209.
a)ie Slrbeiferoetficb^ng o. *proF. Dr.
91lfreb OTanes in Berlin. 9lr. 267.
Siiiaiia»iffeiifcbaff oon ^rAfibent Dr.
{R. oan ber Sorabt, 93erlin. 1. 9111-
Ä emeiner 3:eil. ^r. 148.
.93efonberer {Ieil(6teuerlebre).93r.391.
{Die 0te«etf^eme bes Mslanbes
oon ®eb. Oberfinanßral O. 6 d)tDar 3
ln 95erlin. 93r. 426.
{Die Anfioiciilniigber Sleic^sfinattaen
oon ‘PrAfibent Dr. 91. oan ber Sorgbt
ln 93erlin. {Rr. 427.
{Die Sinansfnfieine bet OrebMbcbte.
(önlemal. 6 taals- u. ©emeinbe-glnaiiä-
©efen.) 93ob O. 6 (broar 3 , ®eb. Ober-
Pnansraf, 93erlin. 2Sb(b. 93r.460,451.
Aowmttnale ^irtfc^affspflege oon
Dr. Sllfons 91ieb. SRagiftratsaffeffor
ln 93erfin. m. 534.
0o$ialogie oon ^rofeffor Dr. Sbomas
SAelis in 93remen. {Rr. 101.
{Die oitfiDifblttttg bet fobialeu gftage
non ^rofeffor Dr. gero. Sönnies ln
®uHn. {Rr. 353.
Sttmetiioefen nnb Slnneiifirfotge.
Ciinffibrung in bie fojiate Mfsorbeit
oon Dr. 91boI| 9Beber, ‘Profeffor on ber
ßanbelsbo^jcpule in ^Aln. 9llr. 346.
{Die SOobnungsfrage o. Dr. ß. ^obte,
Jrofeffot ber 6 taatsu)iffenl(baften ju
grantifuri a. 9R. 1: Das 9Di^nungs-
n)e|en in ber mobemen 6 tab(. 9!(r. 495.
— II: Die ftAbtycbe QBobnungs- unb
93obenpolifiL 9ir. 496.
{Das (Denoifenfc^offsiiiefett in
{DenffCelano oon Dr. Otto ßinbedte,
6 ebretAr bes jSauotoerbanbes beutfrber
geiDerbli(ber©enof)en|(boften. IRr. 384.
g^coloflif^c unb rcAflions
Die Ctntfteljmng besStltenSeftaments
oon ßic. Dr. 9B. 6taerh, ‘Profeffor an
ber UnioerfitAt in gena. ^r. 277.
fllfteflamenit. Steligionsg^c^icbie
oon D. Dr. 9Ra{ ßöbr, Prof^or an ber
UnioerfitAt 93reslau. 9!(r.
Cbefcbic^fe Ofraels bis auf bie grlecbifcbe
äett oon ßic. Dr. 5.93en3lnger. 9llr. 285.
Sianbes« »• 9olbsbitnbe ^aiaffinas
oon ßic. Dr. ©uftao ßölftber in iSaUe.
9Rlt 8 SoUbtlbem u. 1 Äarte. ^r. 345.
Die Onfflebitttg b« Aenen Seftoments
oon yroMor ßic. Dr. (Sari ©lernen in
93onn. ^r, 285.
15
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Ottinidüiiitg der d^rtfllid|m
^efigion innertolb bes neuen Sma-
inente non ^rofefjor ßic. Dr. carC
dlemen in Sonn. Sir. 388.
Slctiieffamenfnc^c oon
Clc. Dr. S5. 6tocrfe, Srofeffor an ber
Unioerfit&t in Sena. 1: w ^iftorifebe
unb fuilfurgef(bi(i)tli(()ۧinfergrunb oes
llr(briftenfums. Sr. 325.
— II; Sie Seligion bes Subenhims hn
SeitoUer bes ßeHenismus unb ber
Sömerbenfe^. Sr. 326.
Sie Snlflci^nng be% Saltttuds oon
Dr. 6. 5unh in Soshomi^ Sr. 479.
2Ibrt6 oer oeraleic^enben »eligions*
»ifTenfc^qn oon ^profefjor Dr.
Sdjelis in Srenten. Sr. 208.
Sie Sleligionen ber Stafurodllier im
Umrib oon Srofeffor Dr. Sb. S4)elis
in Sremen. Sr. 449.
Gnbifcfte 9le(igionsgefc^ic|fe oon
$rof. Dr. Sbmunb ßarbp. Sr. 83.
Siibbba oon Srofeffor Dr. Gbmunb
ßarbp. Sr. 174.
Oried^ifAe und rdniif c^e SEI^f ^ofogie
oon Dr. iSermann 6teubing, Sehior
bes Qpmnafiums in €d)neeberg. Sr. 27.
OennaitifAe Qlpfi^oloaie oon Dr. (S.
Slogb, )Irof.a.b.lInio. ßeip^ig. Sr.l5.
Sie benffc^e Aelbettfgge oon Dr. Oio
Cuitpoib Siriejeh, an ^
Unioerfitöl SIflrsburg. Sr. 32.
‘päbofloflifc^c gibflof^gh.
^Sbagogili im Qrunbrib oon Srofeffor
Dr. S3. Sein, Sirebtor b. ^äbagimifcben
6eminars a. b. Unioerfliäf Sena. Sr. 12.
OeJAiAfe ber ^dbagogili oon Oberl.
Dr. ß. Sleimer, SJiesbaoen. Sr. 145.
Sc^n^rosis. Sletbobib ber Solbsfcbule
oon Dr. S. 6epfert, 6eminarbireblor
in 3f(bopau. Sr. 50.
GeiAotfei^oon Srof. ß.ßimmid), Ulm.
Slif ISSofeln in Son«, Starben« u.Golb-
bru(b u. 200 Soll-u.Sestbilbem. Sr. 39.
Sewegitiigsfiiiele o. Dr. <£. ßoblrauftb,
Srofeffor am ßgl. ßaifer SSl^Ims-
®pmna|ium ßu J^nnooer. Sfi! 14
Sbbilbungen. Sr. 96.
®c{AiAfe ber Svmfinitff oon Dr.
Suboif Qofd), n. ßönig Qeorg-
Opmnaf.Sresben. Sl. 17Sbb. Sr. 504.
OefdHcltn bes beafl^it I toi er r iAts«
»qens 0 . Sn>f. Dr. ^ebrid) 6ciler,
SirAfor bes ßbnial. Opmnafiunis 311
Cudmu. I: Son Snfang an bis aum
^be bes 18. Sa^rbunberfs. Sr. ^3.
— II: Som S^iim bes 19. Sabrbunberts
bis auf bie Gegeraoart. Sr. 276.
SasbenffcbeGorfbUbnngsfcbnlisefeii
nad) feiner gef(bi<bllid)«n (SnfiDiddung
unb in feiner gegeraodrtigen ®effaU o.
ß. 6ierdts. ^reblor ber fl&bf. $ort-
bilbungsfd)uIenßeibe,ßolftein. Sr.S92.
Sie betiffAe Sc^iile ist flitslanbe
oon ßans Smrbeht, Sireblor b. beutf<ben
6d)ule in Cflttid). Sr. 259.
ber fiunff.
0fUlutnbe oon ^rof. ßarl Otto ßartmann
in 6futfgorf. Stil 7 Sottbilbem unb
195 S^Uuftrafionen. Sr. 80.
95a]tbttttfl bes tlbeiibranbes oon Dr.
ß. 6(bAfer, Sffiftenf am Oemerbemufeum
Sremen. SIit22SbbiIbungen. Sr. 74.
Sie bes Slbenbianbes oon
Dr. ßans 6tegmann, Sirefdor bes
Sapr. Safionalmufeums in SHlnd)en.
Slit 23 Itafeln. Sr. 166.
Sie ^ioflA feit Seginii bes 19,0«^
bfinberis oon S. ßeilmeper, Slflnc^.
Slit 42 SoUbilbem auf ameriltanifipem
ßunftbnubpapier. Sr. 321.
Sie grsi^btf Aon 9liiiiile oon darl ßamp-
mann, b. b. Cebrer an ber b. b. Sro-
pbifcbnt Cebr* unb Serfu(bsanftatt in
SSien. Slit aablreiiben Sbbilbnngen
unb Beilagen. Sr. 75.
Sie ^batesriwbie oon ß. ßebler, ^hof.
on ber b. b. ®i^blf<ben Cebr- unb Ser-
fucbsanftalt in SSien. Slit 4 ISafeln unb
52 Sbbilbungen. Sr. 94.
gibno«)cfe ber SHttpIt.
Hllgeweine StttfiUebre oon Srofeffor
otepban ßrebl in ßeipaig. Sr. 220.
SBsfifialifcbe SAnffifi oon Dr. Hart
C. 6(bäfer, Soaent on ber UnioerfUdt
Serlin. Slit ^ Sbbilbunaen Sr. 21.
jlormonielebre oon S. ^Im. SHt
oielen Sotenbeilagen. Sr. 120.
SRiififianfcbe Gemenlebre (51 sm«
»pfifionsIebre)o.6tepbonßrebI. I-H*
M Dielen Sotenbeifpielen. Sr.149,150.
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Aottfrimnitlif* SMe Ce^re Don ber felbft-
flAnbfgen 6timinffl^ning oon ^rofeffor
6fep|im firebl in Ceipsig. ^r. 390.
iSttnbdsmiffettfc^aftfic^c
Griäufentna unb SInleihing mt
^mpofifion b«rfelben non ^rofeffor
6fep^an in Ceipjig. ^r. 418.
OnffrtiMetifeiilcbre non SZhifibbirehtor
KranA SHacer^off in (Sbemnih. 1: ^Tert.
n: ^ofenbeifpieie. 3(r. 437. 438.
9liifUiifli^efifi oon Dr. Qrunsltp in
ehiötaflrt. 9lr. 344.
®effbif 9 fe ber alten nnb mUfelalfer«
lieben Stnfifi non Dr. 91. tSÜbbier.
9Rit 3 a^Ireid)en 9(bbilbungen u. 9Ihi{!b«
bcilagcn. I. II. 9ir. 121, 347.
Shififigefcbid^e ben 18. n. If. 0obr«
bnnoeTta oon Dr. Qrunsftp in
©tuttgart. Olr. 239.
— feit beginn beg 19.0a|r|nnberfs
oon Dr. fi. ©ninsltp in ©futfgart.
I. II. <nr. 164, 165.
ber ggnb» unft
93obenlinnbe oon Dr. 9)(rae(er in
in Königsberg injpreugen. 9ir.455.
nefcerban« nnb ^lonsenbanlebre
oon Dr. ^oul 9Iippert in 93erlin unb
®mft Congenbedi in 93o<bum. 9lr. 232.
ßonbmirlfdjiofflicle 93efrieb§Iebre o.
(Smft Gongenbedi, Sodptnt. 9ir. 227.
SUIgeni. nnb fncbielle Sierbncbflebre
oon Dr.^aul^tipperf. Serlln. m.2^.
Mgribtt l t n^e nt i e It ^a^enemö^rung
non Dr. Karl ©rauer. 9er. 329.
iDas ogribnlfnrdjfetnifcbe üenfroH«
»efen oon Dr. ^laul Krifcbe in
©öttingen. 9lr. 304.
0ifcberef nnb Qfifcbsncbf oon Dr. Karl
(Saflein, ^rof. an ber $orftaltabetnie
(Sberstoalbe, 9tbteilunosbirigent bei ber
Koupfftafion bes forftlicben 9)erfu(bs«
wefens. 9ir. 159.
0orflniiffenfeftaflD.Dr. 9Ib. ©cbmappad},
prof. a. b. i^rftababemie ©bersmalbe,
^bfeilungsbirigenf bei ber ßauptftafion
b. fprflliien Serfuebsjoefens. 9lr. 106.
mc »abelb^er oon ^rof. Dr. 9B.
9ieger in 9^ronbt. 9nit 85 9jÜ>biI-
bungen, 5 SlaoeOen u. 3 Karten. 9ir. 355.
3ttcbffl|mng in einfachen nnb
hoppelten Soften oon ^rofeffor
9lobert ©tem, Oberlehrer b. öffenfiitben
KanbelslebranftaU unb 9)o3ent ber
Kanbe(sboa)fd)uIe ju Ceipsig. 9Rit
Formularen. 9tr. 115.
iSentfcbe Aonbelsfiorrefponbeng oon
^ro^or Jb‘ b« Seaur, Officier be
rSnfträction Oblique, Oberlehrer o.0.
an ber öffenHlcben ^belslebranftalt
unb Sektor an ber ixinbelsbo(bf(oule
3U Seipsig. 9tr. 182.
Sronabnfcbe Aanbelsborrefponben^
non profeffor Ib; be 93eaur, Officier
bc rynftruction Jublioue, Oberl^rer
0 . 9). an ber uffentlicben Kanbels-
lebranftalt unb Sektor an ber Kanbels-
bod)f(bule 3 U Seipsig. 9tr. 183.
CtngliMe Aonbelsfiorrefponbens o.
(|. ©. 9Bbitfielb, 922.-91., Oberlehrer an
King SbtoarbVlI ©rammar ©cbool in
King’s Spnn. 92r. 237.
0taIienifcbe Aonbelaiwrrefponbens
oon ^^rofeffor 9iIberto be 93eau;, Ober¬
lehrer am Königlichen Snftitut ©©.
9Innun3iata ju Florenß. 92r. 219.
©^panifiKe Aonbelsliorrefponben^
oon Dr. 9llfrebo 92abal be 9narie3-
currena. 92r. 295.
^nffifcle AonbelsliorrefponbenA o.
Dr.^.o.Komrapskp.Seipaig. 9lr.3l5.
8lanfniSnnif(|eg 2lec^nen oon ^rof.
92icharb 5u|t, Oberlehrer a. b. Offent-
lichcti ixmbelslebranftalt ber 9)resbener
Kaufmannf^ft. 3 9be. ^r. 139,140,187.
^arcnlinnbe oon Dr. Karl Kaffak,
^rofeffor an ber 9Biener Kanbels-
akabemie. I: Unorganifche 9Baren.
9I2it 40 9Ibbilbungen. 92r. 222.
— II: Organifche 9Baren. 922it 36 91b-
bilbungen. Sr. 223.
3)rogenlinnbc o. Sich. 9)orften)ih, SeipAig
u.©eorg Ottersbach, ßamburg. 92r.413.
9iHln3« nnb Oemiefttmoefen
oon Dr. 91ug. Slinb, Sn>feffor an ber
Kanbelsfchule in Köln. 92r. 283.
17
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i
ZeAnifi des Ssnlmefeiis Don Dr.
Gatter Conrab in Berlin. 9ir. 484.
5Das iZOec^feliDefcti non Q^etbisanioatt
Dr. ^ubolf iSiofbes, Ceipjig. tRr. 103.
P^6ie!)ggu<b».^oitetPirtftboftit*bg^tbtto*
ibth*» Sin ousfflbritcbcs ^eracicbnis ber
QU&erbemim ^Berlage ber C.3.©bjeben*
f(bcn gerlogsbonbiung erfcbicncncn bonbels«
ipiffenfcbQf iH(bcn2Bcrftc bann bunb |gbcSu(b«
banblung hoffenfrei bezogen inerben.
^BtlHgr» unb marin»'
loiffcnfc^affficbc^ibRof^cIt.
2>as moderne SeIdgefc6fit|Don Obgrfi«
(eutnanf ßepbenreicb, ^ilitArlebrgr
0 . b. iSiiliförteqn. ^abemie, QSerlin.
It 2)ic C^ntoicblung bgs Selbgef(bfli|es
feif C^infäbrung bes gezogenen
ranferiegetoebrs bis etnicbiigblicb ber
Qrfinbung bes rauebiojen ^uloers,
etoa 18^1890. SKUiaibb. flr.306,
— II: 2)le (Snhoidiiung bes bgufigen {^Ib-
gef(bflbgb ouf Qrunb ber (xrfinbung
bes raucblbfen ^uloers. etXDa 1890 bis
}ur Qegenuxiri. ^it 11 iKbb. iRr. 307.
2>ie modernen Cdefcbfi^e der Sn6«
orfillerie oon SRummenboff, URajor
beim 6fabe bes werte-Qfiegi-
menis ©enerolfelbseugmeiffer (23ran-
benburg. 9lr. 3). I; Q3om ?luffreten ber
gesogenen ©efmfibe bis sur QSenoenbung
bes rautbfcbiDacben ^uloers 1850-1890.
amt 50 iejibilbem. 3lr. 334.
— II; 2)ie ©ntolcblung ber benüflgn ®g-
febfl^g ber ^bnrtiUerie feif ©inffibntng
besroucbfcbcoacbgn^ulDgTS 1890 bis au:
©Memoarf. iaiit33ie^bilb. iRr. 3&.
2>le enfmidiinng der Aondfeuer«
«offen feif ber itfilffe bes 19.3abr-
bunberts unb ibt bgufiger 6fanb oon
©. knobelt, Oberleufnanf im Snf.-
^egf. greiberr ßlUer oon ©ärfringen
(4.^oß Ofr. 59 u. Olffiff. ber%l. ©e-
m^rprfifun^bom. im.21 ^bb. iRr.366.
9ie onfmldilnno der Oedirgsor«
finerie oon nlubmann, Oberft unb
fiommanbeur ber 1. geIbartiUerie-S5ri»
gäbe in ^nit^berg i. ^r. fORt 78 Sil¬
bern unb 5 uberficbfsfafeln. iRr. 531.
®dc|idMe d. oefomlen ffenermoffen
oisloSd. ®ie©nfioi(fiIung berget* I
moffen oon ibrem erften mffrefen bis
^r ©infübrung ber g^ogenen iSinter-
laber, unter befonbererSerfidtfitbtigung ]
ber ßeeresbemaffnung o. ixiuj^ann
Q. 3). 3B. ©oblbe, 6tegIih-sBerlin.
9Rif 105 31bbilbungen. Sr. 530.
0fralegie oon Cbffler, SRafor im Agl.
©äebf. Äriegsmin. in ©resben. Sr. 505.
IDos Ilrmeq>ferd unb big Serforgung
bgr mobernen ßeerc mit ’Pferben oon
gelijr oon ©amnib, ©gnerat ber ßa-
oallerie 3 . 3). unb ebemat. ^reub.
Semonleinfpebfeur. Sr. 514.
9Unfarffrq{recdf oon Dr. Slo; ©rnfl
Slaper, Srof. a. b. Unioerfitaf 6 trab-
buro i. 2 Sänbe. Sr. 371, 372.
©)as !Dis 3 i|)Iinor« nnd 33efcd«erde*
reidt für Aeer nnd Sßorine oon
Dr. Stuf ©mft Slaper, Srof. an ber
Unioerfttat ©trobburg i. C. Sr. 517.
^enffede SSebroerfoffung oon liarl
©nbres, Äricgsgeridjtsrat b. b. ©enerol-
bommanbo bes ^gl. bapr. II. Srmee-
borps in Slflrsburg. Sr. 401.
Cdefcbicdfe des Ariegsmefens oon
Dr. ©mil 3)aniels in 31erlin. 1: 3)as
antibe liriegsmefen. Sr. 488.
— II; 3)as mittelalt. Äriegsroefen. Sr.498.
— 111: 3)as firiegsioefen ber SeuAeit.
©^er a:eil. Sr. 518.
®ie ©nfmicdinng des Ariegsfebifi*
dones oom Slterfum bis sur SeuAeit.
1. Seit: 3)as SgRöRg^ öer Suberfcplffe
unb ber ©eg^ebiffe ffir bie Uriegs-
ffibrung Aur ©ee oom SUerfum bis
1840. Son IJarb ©(bmorA, ©eb.
Siarinebaurat unb ©(biffbau-©irebfor.
SRI 32 Sbbilbungen. Sr. 471.
IDIe ©^eemaebf in der denifeben ®e«
<>uu SRrbl. Sbrniralitatsrat
Dr. ©mft oon ßaUe, '^rofeffor an ber
Itniocrfitat Serlin. Sr. 370.
^crf^icbcttcs.
!Bi6(ioi^e6s>
unb SeUungsvefen.
33oIlisdidnoibclien (Sfleber- unb Cefe-
Ä , ihre ©inri(btung u. Senoaltung
nilSaf(bbe, ©tabtbibliotbebar in
©Iberfelb. Sr. 332.
18
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3)05 dcttffc^e CeHwngsmcfcn oon
Dr. Robert QSrun^uber. 400.
I Oetverbe^ngiette oon ®e^.
1 Dr^^ot^ Jn ‘Pojsbam.
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; •tanijd)en
[(bule in
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Q3onn.
gir.413.
Äcbler,
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I. 93^lt
3ir. 94.
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branim,
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branim,
Ir. 368.
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